Alpensalamander

Salamandra atra

 

Klasse:
Lurche

Ordnung:
Schwanzlurche

Familie:
Echte Salamander

Gattung:
Eigentliche Salamander

Aussehen:
Alpensalamander werden bis zu 15cm lang, wobei die Männchen etwas kleiner bleiben. Beide Geschlechter sind einheitlich lackschwarz gefärbt mit einer bleigrauen Unterseite. Entlang der Körperflanken besitzen die Tiere eine Reihe von warzigen und rundlichen Erhebungen, die Drüsenausgänge enthalten.

Vorkommen:
Alpensalamander kommen meist in Höhen von 1000-2500m vor; nur selten findet man Exemplare in tieferen Lagen. Überwiegend werden Karstgebieten und Hochgebirgsschluchten, feuchte Laub- und Bergmischwälder in der Nähe von Gebirgsbächen besiedelt; oberhalb der Baumgrenze auch Biotope wie feuchte Alpenweiden, Zwergstrauchheiden und Schutthalden.

Lebensweise:
Alpensalamander sind überwiegend nachtaktiv, kommen aber besonders nach Regenfällen auch tagsüber aus ihren Verstecken. Meist trifft man den Alpensalamander zwischen April und Oktober, die Wintermonaten verbringen sie in Winterstarre in unterirdischen Verstecken (Felsritzen, Totholz oder als "Untermieter" in Nager-Bauten). Die Aktivität ist stark abhängig von der Umgebungstemperatur und der Luftfeuchtigkeit. Im Gegensatz zu den meisten anderen Amphibien paart sich der Alpensalamander an Land und bringt 1-2 voll entwickelte, rund vier Zentimeter große und lungenatmende Jungtiere zur Welt, die sofort an Land lebensfähig sind (das 2-jährige Larvenstadium wird komplett im Mutterleib durchlaufen). Als einziger europäischer Lurch ist der Alpensalamander somit vom Wasser unabhängig.

Nahrung:
Die bevorzugte Nahrung besteht aus Insekten, Spinnen, verschiedenen Larven, Asseln, Schnecken und Regenwürmern

Gefährdung:
Als Fressfeinde sind Elstern, Alpendohlen und Kreuzottern gefährlich; erwachsenen Salamander schützen sich aber mit imposanter Drohgebärde und einem giftigen Hautsekret

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