Gämse

Rupicapra rupicapra

 

Klasse:
Säugetiere

Ordnung:
Paarhufer

Unterordnung:
Wiederkäuer

Familie:
Hornträger

Unterfamilie:
Ziegenartige

Gattung:
Gämsen

Aussehen:
Der Rücken hat einen charakteristischen Aalstrich, wobei die Fellfarbe von rotbraun bis schwarzbraun reicht und im Jahresverlauf variiert. Bauch und Gesicht sind heller, typisch ist die dunkle Längsbinde, die von den Ohren über die Augen bis zum Maul verläuft. Eine erwachsene Gämse erreicht eine Länge von ca. 120cm, 75cm Schulterhöhe und ca. 30-50kg Gewicht. Beide Geschlechter tragen ca. 25cm lange gerade Hörner, die an den Spitzen nach hinten gebogen sind (sog. "Krucken"). Die Hufe sind perfekt für das Steilgelände angepaßt: vom harten Rand abgesehen, sind die Hufe weich und passen sich dem Untergrund flexibel an; die hartgummiartigen Zapfen der Afterklauen wirken bei steilem Bergab-Gang wie Bremsbacken

Vorkommen:
Gämsen kommen sowohl in den Alpen, als auch auf dem Balkan, in den Karpaten und im Kaukasus vor; verwandte Arten leben in den Pyrenäen. Sie bewohnen normalerweise den oberen Waldgürtel und steigen im Sommer bis in grosse Höhen auf. Bei Lawinengefahr und viel Schnee ziehen sie sich bis in die Tallagen zurück

Lebensweise:
Gämsen leben meist in Herden aus Weibchen und Jungtieren (ca. 15-30 Tiere) mit einer erfahrenen Geiss als Anführerin. Im Sommer ist die Herdenbindung stark, im Winter eher locker. Ausserhalb der Paarungszeit leben die Böcke als Einzelgänger. Die Paarungszeit findet im November statt, der Nachwuchs wird im Mai/Juni geboren. Die Lebenserwartung einer Gams kann bis zu 20 Jahre betragen

Nahrung:
Alpensträucher, Kräuter, junge Baumtriebe: im Winter auch Moos oder Flechten

Gefährdung:
Für Kitze können Luchs, Bär, Wolf und Steinadler gefährlich werden; erwachsene Gämsen kommen eher duch Steinschlag, Lawinen oder Bejagung zu Schaden

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