Öfenspitze

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Karnische Alpen, Osttirol, Österreich

Höhe:2334m Kategorie:Bergtour - mittel (Aufstieg), Bergtour - leicht (Abstieg)
Höhendifferenz: 850Hm Wintertauglich: ja (Abstieg)
Ausgangsort: Kartitsch im Gailtal
Aufstieg: Seeland, Nordgrat
Abstieg: Westrücken, Seeland
Hauptexposition: N

Beschreibung
Die Tour beginnt zwischen der Ortschaft Kartitsch und dem Kartitscher Sattel auf Höhe des Klammwirts (großer Pp.). Man folgt kurz dem breiten Forstweg und biegt an einer Verzweigung der Beschilderung entsprechend rechts in einen Karrenweg ein. Nach einer langgezogenen Rechtskurve darf man den Wanderweg #6 nicht übersehen, der markiert, aber unbeschildert nach links in den Wald führt. Er leitet nun des Längeren in SO-Richtung durch lichten Wald, zweimal wird dabei der Forstweg überquert. Beim dritten Mal muss man dem Forstweg für wenige Minuten folgen, bevor man rechter Hand die gut markierte Fortsetzung des Steigs findet. Nun wendet sich die Route zunehmend nach S, noch zweimal wird ein Forstweg überquert, dann öffnet sich der Waldgürtel und man stapft auf schmalem, mittelsteilem Weglein durch lichte Lärchenbestände und Almenrauschwiesen. Kurzzeitig weicht das Steiglein etwas nach W aus, schon bald wird aber wieder die Grundrichtung S eingenommen und nach einer Geländekante trifft man unversehens auf drei hinreissende Gumpen namens Seeland. Hier gabeln sich die beiden Zustiege zur Öfenspitze:
__ Aufstieg: wir halten uns links und queren in O-Richtung auf gutem Steig den steilen Hang und gelangen so zu einer schönen Bergwiese mit verfallenen Hütten. Direkt dahinter beginnt rechter Hand der Aufstieg zum N-Grat, der nun bis zum Gipfel die Route vorgibt. Zunächst geht es sehr steil in engen Serpentinen und gelegentlich etwas ausgesetzt hinauf zum ersten Gratgupf mit Markierungsstange. Dann darf man sich ein paar Minuten auf breiterer Trasse erholen, bevor der nächste Gratgupf mit ausgesetzten Passagen wartet, gelegentlich ist auch mal etwas Handarbeit nötig. Es folgt ein steiler, aber gut gangbarer Aufschwung, dahinter leitet der reinste Gratspaziergang hinüber zum Gipfelaufbau, der unschwierig über eine steile Wiese erklommen wird.
__ Abstieg: man steigt kurz über die Gipfelliegewiese nach S ab und folgt dem Gratverlauf auf den nächsten, schwach ausgeprägten Hügel. Noch vor der Einsattelung zwischen Öfenspitze und Hochegg leiten dort deutliche Wegmarkierungen nach rechts (W) die steile Wiese hinunter. Immer dem Gratverlauf folgend, erreicht man gutmütigeres Gelände. An einer Geländekante schwenken die Markierungen nach N und man arbeitet sich auf schmalem Steig über ein Folge von steileren Absätzen und Mulden (aufgrund der N-Exposition bis in den Sommer hinein Schneefelder) wieder hinunter ins Seeland, wo sich der Kreis schließt. Weiterer Abstieg wie Aufstieg.

Fazit
Ausgesprochen kurzweilige Rundtour auf einen formschönen Gipfel mit prima Aussicht. Der Aufstieg durch Wald und schöne Lärchenbestände zum Gabelungspunkt ist zwar nicht sonderlich spektakulär, aber gut und zügig zu bewältigen. Oberhalb der hübschen Seenplatte wartet eine spannende Rundtour: der Aufstieg über den aussichtsreichen N-Grat ist bei trockenen Bedingungen nicht schwer, manche Passagen sind aber sehr steil, durchaus ausgesetzt und erfordern sicheren Schritt; Handarbeit ist nur an wenigen Stellen nötig. Der Abstieg erfolgt über einfacheres Gelände, wird nur bis in den Sommer hinein durch sture Schneefelder erschwert. Die Aussicht reicht nach O und S weit ins Gail- bzw. Lesachtal, nach N bis zum Alpenhauptkamm. Nach S ist das Panorama durch den Großen Kinigat verstellt, aber der macht ja auch was her.

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