Archbrandkreuz

--> Fotos

Stubaier Alpen/Sellrain, Tirol, Österreich

Höhe:2058mKategorie:Schneeschuhtour - mittel
Höhendifferenz: 1200Hm Wintertauglich: ja
Ausgangsort: Hof bei Inzing
Aufstieg: Forstweg Inzinger Alm, Archbrandhütte
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: NO

Beschreibung
Vom Weiler Hof (kleiner Pp. für Alm-Gäste) folgt man zunächst dem Forstweg Richtung Inzinger Alm. Er windet sich bequem in einigen Serpentinen oberhalb des Inntals hinauf; nachdem der Weg spürbar nach S (also weg vom Inntal) abgeknickt ist, muss man auf eine unbeschilderte Verzweigung achten. Hier rechts hinein zu einem Hüttchen am Fuße einer großen Freifläche. Diese stapft man nun nach Belieben hinauf, danach schließt sich gleich noch ein etwas steilerer breiter Hang an. Man behält nun immer die Grundrichtung SW bei und steigt mittelsteil eine Folge kleinerer Waldschneisen und Lichtungen hinauf, die jeweiligen Durchschlupfe im Wald wären -falls wirklich mal die Spuren fehlen sollten- nicht immer offensichtlich. Ziemlich unvermittelt steht man dann plötzlich wieder auf den Forstweg zur Inzinger Alm. Nur wenige Meter geht man auf ihm nach links (S), dann zeigt ein Wegweiser, dass man scharf nach rechts hinauf muss. Jetzt ist man wieder in der gewohnten SW-Richtung und in den gewohnten Waldschneisen und Lichtungen; kann sich aber grob am gut markierten Sommerweg orientieren. Steil geht es schließlich hinauf auf eine Geländekante, wo auf knapp 1700m Höhe die Archbrandhütte thront.
Vorbei an einem Marterl nun kurz einen Steilhang hinauf, dann darf man sich im mittelsteilen, immer freier werdenden Gelände die beste Route suchen (Grundrichtung wie immer SW). Bald taucht das Archbrandkreuz auf seiner Geländekante auf; man steuert es meist etwas nach links ausholend an. Hinter dem Archbrandkreuz kann man noch in ca. 10 Minuten zum höchsten Punkt aufsteigen, da sitzt man bequemer.
__ Hinweis: Inzing liegt im Inntal 2km westlich von Zirl; am Ortsende führt eine kurze Serpentinenstraße hinauf nach Hof.

Fazit
Der Aufstieg über die gefühlt 100 Waldschneisen hat Vor- und Nachteile: die Tour ist nahezu lawinensicher, allerdings bleibt die Aussicht während des Aufstiegs beschränkt. Diese wird aber oberhalb der Archbrandhütte doppelt und dreifach nachgeholt: Wetterstein und Karwendel liegen in ihrer ganzen Pracht gegenüber aufgereiht, über Stubaier und Tuxer Alpen reicht der Blick bis ins Tiroler Unterland. Ohne Spur wären die richtigen Durchschlupfe im Waldgürtel nicht immer gleich zu finden; da das Archbrandkreuz aber bei Einheimischen eine beliebte Schlechtwetter-Tour ist, braucht man diesen Fall kaum zu fürchten. Ausgesetzte oder schwierige Teilstücke gibt es nicht, steile Hänge sehr wohl. Bei unguter Schneequalität können die 1200Hm auch recht ermüdend sein.

Zurück