Becco di FiladonnaBergtour Becco di Filadonna, Vizentiner Alpen, Trentino

Becco di Filadonna

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Vizentiner Alpen, Trentino, Italien

Höhe:2150mKategorie:Bergtour - leicht
Höhendifferenz: 1050Hm *) Wintertauglich: nein
Ausgangsort: SS349, Pass "Valico de la Fricca", s. Hinweis
Aufstieg: Rif. Casarota, Bus de le Zole
Abstieg: Cornetto, Baita Tre Avezi
Hauptexposition: SO (Aufstieg); S, W (Abstieg)

Beschreibung
*) Wer den hier beschriebenen Rückweg nimmt, muss noch 100Hm Gegenanstieg dazuaddieren.
__ Aufstieg: Beim Albergo Sindech beginnt auf der anderen Straßenseite ein gut beschilderter und markierter Weg. In wechselnder Steilheit führt er durch schönen Mischwald (NW), alle Gabelungen sind dabei mustergültig gekennzeichnet. Langsam legt der Weg etwas an Steilheit zu und lässt ab und an spannende Tiefblicke in die Schlucht zur Linken zu. Vorbei an einem Aussichtspunkt mit Bank und einem Masten der Materialseilbahn geht es zügig höher und wir erreichen das im Sommer bewirtschaftete Rif. Casarota mit Gemüsegarten und Lama. Hier setzt eine flache Querung nach rechts an (N), bevor wir nach einer Kehre wieder in die bewährte NW-Richtung schwenken; den Abzweig zum Monte Spilech dürfen wir dabei ignorieren. Nun werden kräftig Höhenmeter abgearbeitet: Kehre um Kehre führt der sehr gut angelegte Weg einen baumlosen Steilhang hinauf und mogelt sich geschickt durch die Felszinnen und -türme des Bergkamms. Recht steil erklimmt man die letzten Meter hinauf zu einer Geländekante names "Bus de le Zole", wo sich die Szenerie grundlegend ändert. Statt Steilhang und Fels empfängt uns hier ein sanft abfallendes, grünes Plateau. Rechter Hand geht es weiter, ein gemütlich ansteigender Weg leitet uns für das letzte, kurze Teilstück nach N, dabei passieren wir die Gabelung mit unserem Rückweg (Weg #425). An einem felsigen Eck tun sich zwei Varianten auf: Rechter Hand geht es über steile, aber gut zu ersteigende Schrofen zum höchsten Punkt (verblasste Aufschrift "Becco") mit modernem Kreuz und Buch. Geradeaus auf dem breiten Weg erreicht man dafür eine vorgelagerte Schulter mit großem Holzkreuz und spektakulärer Aussicht. Man kann auch einfach beides machen.
__ Abstieg: Zurück zur Gabelung und nun auf Weg #425 moderat fallend nach SW, später W. Man überquert auf schmalem Steig ein ganzes Stück des latschenbewachsenen Plateaus, bevor man an einem grünen Gupf gleich wieder ca. 100Hm Gegenanstieg aufgebrummt bekommt (SW). Dahinter schwenkt der Pfad nach SO und führt ohne Höhenverlust zu einer beschilderten Gabelung. Optional kann man hier noch dem Aussichtspunkt Cornetto einen Besuch abstatten (20 Min. einfache Strecke), ansonsten begibt man sich nach links in den Weg #439. Auf dem erdigen, schmalen Steig werden die Höhenmeter nun ausgesprochen zügig abgearbeitet (SO), aus dem Latschen- und Strauchbereich gelangt man so in freie Wiesen und schließlich zurück in den Buchenwald. Vorbei an der nicht bewirtschafteten Hütte der Baita Tre Avezi schwenkt der Weg nun nach NO und trifft nach einem längeren Waldstück wieder auf die Staatsstraße 349. Links haltend erreicht man nach wenigen Minuten entlang der Straße wieder den Ausgangspunkt beim Hotel Sindech.
__ Hinweis: Der Ausgangspunkt liegt direkt an der Staatsstraße 349, die von Trento nach Lavarone führt. Wenige Meter vom Pass "Valico della Fricca" entfernt beginnt die Tour gegenüber vom Albergo Sindech.

Fazit
Eine Rundtour der Extraklasse, die allerdings mit einigen Schweißtropfen verbunden ist. Wer das nicht scheut, wird an dieser abwechslungsreichen Runde seine Freude haben: schöner Bergwald, wilde Schluchten und spannende Felsdurchschlupfe werden geboten, ohne dass man die gut angelegten Bergwege verlassen muss. Und eine derartige Gipfelaussicht ist ohnehin schwer zu finden: Der Blick reicht über das Etschtal und die verschiedenen Bergstöcke der Vizentiner Alpen, über den malerischen Lago Caldenazzo hinweg und bis zur Brenta und dem vergletscherten Adamello-Massiv. Der Aufstiegsweg ist durchwegs angenehm und problemlos zu gehen und verfügt mit dem putzigen Rif. Casarota über einen im Sommer bewirtschafteten Stützpunkt. Der Abstiegsweg ist schmal und steil und dürfte bei Nässe eher unerfreulich zu gehen sein (dann besser Runde umdrehen oder 2x den Aufstiegsweg benutzen).

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