Cima Serodoli

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Presanella, Trentino, Italien

Höhe:2706mKategorie:Bergtour - mittel
Höhendifferenz: 1100Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Madonna di Campiglio
Aufstieg: Rif. Nambino, Lago Lambin
Abstieg: Lago Serodoli, Lago Nero, Rif. Nambino
Hauptexposition: O

Beschreibung
Vom Pp. am Pian di Nambino oberhalb von Madonna di Campiglio folgt man dem Fahrweg in NW-Richtung taleinwärts bis zu einem Hüttchen, von dort führt ein breiter, wurzeliger Waldweg hinauf zum schön gelegenen Rif. Nambino (bewirtschaftet) am gleichnamigen See. Schon vor der Hütte hält man sich links (SW, Wegweiser "Lago Serodoli") und wandert über ein paar Serpentinen im Wald zu einem beschilderten Kreuzungspunkt:
__ Aufstieg: wir halten uns links (Wegweiser "Lago Lambin") und steigen über längere Zeit auf steilem, aber gut gangbarem Weglein ein enges Hochtal hinauf (erst SW, dann W). An dessen Ende schwenkt der Weg nach NW und mündet in den quer laufenden "5-Seen-Weg" ein, der von der gleichnamigen Seilbahnstation herüberkommt. Wir halten uns rechts und stehen gleich darauf vor dem großen Lago Lambin. Wir folgen dem "5-Seen-Weg" noch auf die nächste Anhöhe hinauf, dann darf man die Aufschrift auf einem großen Felsen nicht übersehen, wo links der Aufstieg zur Cima Serodoli beginnt (rechts Weiterweg zum Lago Serodoli). Steinmanndl und etwas verblasste Markierungen leiten im Gras-Schrofen-Mix über etliche Aufschwünge (W) an den felsigen Ostgrat der Cima Serodoli heran. Recht steil, aber einfacher als erwartet gelangt man über Steigspuren und Blockwerk zum aussichtsreichen Gipfel.
__ Abstieg: zurück auf gleichem Weg bis zur Einmündung in den "5-Seen-Weg", wo wir uns nun Richtung Lago Serodoli orientieren. In etwas Auf und Ab und mit ein paar lästigen Gegenanstiegen erreichen wir den See mit dem Biwak-Hüttchen (N). Dem Wegweiser entsprechend wenden wir uns nach rechts (SO) und steigen mühsam und steil hinunter zum Lago Nero. Nach Durchqueren einer Mulde geht es jetzt über meniskusfeindliches Terrain (Blockwerk, hohe Stufen) nach O hinunter zu einer Verzweigung, wo beide Wege letztlich zum Rif. Nambino führen. Wir entscheiden uns für die rechte Route und arbeiten uns über gefühlt unzählige steile Stufen hinab zur Waldgrenze, wo der Weg angenehmer wird und schließlich auf die vom Anstieg bekannte Kreuzung oberhalb des Rif. Nambino trifft. Weiterer Abstieg wie Aufstieg.
__ Tipp: in der Hauptsaison kann man in Madonna di Campiglio auch eine der beiden Seilbahnen "Cinque Laghi" und "Pradalago" zu Hilfe nehmen und von dort in den "5-Seen-Weg" einmünden (Ausgangspunkt und Zustieg entsprechend anders). Die Hauptsaison ist im Trentino allerdings sehr kurz (Juli/August), schon am ersten September-Wochenende stehen die Bahnen meistens still.

Fazit
Landschaftlich ist diese Tour am Rand der Presanella-Gruppe ungemein beeindruckend und vielfältig: zu den kargen Hochflächen und den schroffen Gipfeln rundherum bilden die großen, dunklen Seen einen überaus reizvollen Kontrast. Auch das Brenta-Massiv gegenüber ist in voller Pracht aufgereiht. Der Aufstieg zur Cima Serodoli ist bei normalen Sichtverhältnissen gut zu finden (Steinmanndl, blasse Markierungen) und für halbwegs trittsichere, blockwerkgewohnte Wanderer gut zu bewältigen. Die beiden hier beschriebenen "Zubringer" zum "5-Seen-Weg" sind ziemlich steil, ruppig und kniefeindlich. Hübsche Einkehrmöglichkeit am Lago Nambino.

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