Cornacci
(alias Monte Cornon)

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Dolomiten, Trentino, Italien

Höhe:2189mKategorie:Bergtour - mittel
Höhendifferenz: 1200Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Tesero / Val di Fiemme
Aufstieg: Bossedel, Weg #518
Abstieg: Baita Armentaiola, Casera Vecchia, Bachweg am Rivo Bianco
Hauptexposition: SW (Aufstieg); O, S (Abstieg)

Beschreibung
__ Aufstieg: Am nordöstlichen Ortsrand von Tesero beginnt der Weg #518, der zunächst noch als Fahrstra?e zum Anwesen Bossedel hinaufführt; gleich danach an einer beschilderten Kreuzung links. Nun beginnt der durchwegs bestens markierte Steig und leitet auf bequemen Serpentinen durch ein kurzes Waldstück (NW), eine eingezäunte Wiese wird linker Hand umgangen. Nun geht es wieder weiter mit den vielen Serpentinen im Wald, die aber sehr angenehm zu begehen sind. Das Gelände wird zunehmend steiler und der Weg quert nun eben, aber tw. nur fussbreit ein Stück nach links (W) hinüber, um eine steile Rinne zu erreichen, die man sich -nun wieder in NW-Richtung- im Folgenden hinaufplagen muss. Ausgesprochen steil und teilweise auch unangenehm erodiert arbeitet man sich nun in die Höhe, einige Male bieten nur Baumwurzeln einigermassen Halt. Ist der dichte Waldgürtel überwunden, lehnt sich das Gelände nur für kurze Zeit etwas zurück. Nach wenigen Minuten schwenkt das Steiglein nach NO, passiert den Felsgupf des Sass Redon und führt in weiteren steilen, jetzt schrofigen Absätzen zu einem markanten Felsen, den man in einer engen, steilen Links-Rechts-Kombination umgeht. Nun sind die unangenehmsten Wegstellen geschafft und es ist nicht mehr weit zum Sattelpunkt Sforcellin, wo man erstmals einen Blick auf den Gratrücken der Cornacci werfen kann. Man geht noch ein kurzes Stück auf dem Rücken geradeaus weiter (NW) und erklimmt dann halbrechts über Schrofen einen latschenbewachsenen Felskopf. Nun wird das Gelände angenehmer und über ein paar Hügelchen und einige Senken (Höhenverlust unbedeutend) erreicht man den querstehenden Gratrücken der Cornacci (N). Über noch mehr Wiesenbuckel und -senken nach NW hinüber zum höchsten Punkt mit grossem Kreuz.
__ Abstieg: man geht kurz in NO-Richtung durch den Latschengürtel, um im folgenden Wiesensattel der Beschilderung nach rechts (O) hinunterzugehen zur nahen Hütte der Baita Armentaiola. Dort beginnt an einem weiteren Schilderbaum Weg #523, in den wir halbrechts einschwenken. An einigen nicht bewirtschafteten Almhütten vorbei zieht der Weg zunächst in NO-, dann O-Richtung zügig hinunter ins Tal des Rivo Bianco. Direkt am Fluß, gegenüber den Hütten der Casera Vecchia, treffen wir auf einen weiteren Schilderbaum, an dem mehrere Wege zurück nach Tesero zu führen scheinen. Wir entscheiden uns für Weg #510, der noch vor der Brücke am Bach entlang nach rechts führt (S). Nun hält man sich immer entlang des Baches, wobei man mehrmals die Seiten wechselt und einen imposanten schluchtartigen Abschnitt passiert. An einem "Salime" genannten Kreuzungspunkt mündet unser Steig in eine Forststra?e, auf der man bequem nach Tesero zurückkehrt
__ Hinweis: alle Wege sind mustergültig markiert und beschildert, man darf sich nur nicht verwirren lassen: die Cornacci sind abwechselnd als "Cornacci", "Monte Cornon" oder "Cima Cornon" ausgewiesen, was aber stets zum gleichen Ziel führt. Auch beim Abstieg sollte man ordentlich lesen; es gibt nämlich Wege nach "Salime" (richtig) oder zur "Saline" (falsch)

Fazit
Südlichster Vorposten der Latemar-Gruppe mit dem Charakter einer exzellenten Aussichtloge über das Val di Fiemme und die südlich angrenzende Lagorai-Kette. Schöner als auf der blumenübersähten Gipfelwiese kann man nicht sitzen bzw. liegen! Trotz seiner Funktion als Aussichtskanzel oberhalb der Touristenorte Cavalese und Tesero ist der Monte Cornon eher wenig begangen und angenehm ursprünglich. Der Aufstiegsweg wird erst ab dem Kreuzungspunkt Sforcellin aussichtsreich und angenehm, davor verläuft er nach dem Motto "wie viele Höhenmeter passen in ein Minimum an Strecke"? Er ist nicht nur steil, sondern bisweilen auch schmal und erodiert, was sehr gute Trittsicherheit erfordert. Ab Sforzellin bewegt man sich dann in gutmütigem Wiesengelände, auch der Abstieg erfolgt auf unkritischen Bergwegen.

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