DonnerkogelBergtour Donnerkogel, Dachstein, Salzburg

Donnerkogel

--> Fotos

Dachstein, Salzburg, Österreich

Höhe:2055mKategorie:Bergtour - schwer
Höhendifferenz: 1150Hm *) Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Vorderer Gosausee
Aufstieg: Gablonzer Hütte, Törleck
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition:

Beschreibung
*) Die rund 600Hm zur Gablonzer Hütte ließen sich auch mit der Seilbahn zurücklegen.

Die Straße ins Gosautal endet in mehreren Groß-Pp. unterhalb der Gosaukammbahn. Von dort wandert man in wenigen Minuten zum Ufer des Vorderen Gosausees, hält sich dort rechts und biegt wenige Meter weiter an einem Schilderbaum wiederum rechts ab Richtung Gablonzer Hütte. Mittelsteil, aber gut gangbar führt der Waldweg in engen Serpentinen nach SW hinauf. Am Rand einer breiten Schuttreisse hält man sich der Beschilderung folgend rechts (W) und erreicht wenig später die hübsche Lichtung mit der unbewirtschafteten Krautgartenalm. Weiterhin geht es des Längeren in engem Zickzack mittelsteil durch den Wald (W, dann NW), bis man unvermittelt auf einen breiten Spazierweg trifft und direkt voraus die Gablonzer Hütte und die gegenüber liegenden Breining-Alm erkennt (beide bewirtschaftet).
Vor der Breining-Alm biegt man an einem Wegweiser links ab (SW) und steigt über steile Serpentinen hinauf zu einer Kuppe mit Sendemast. Ihren obersten Punkt umgeht man linker Hand, passiert den Abzweig zum Klettersteig und gelangt mit wenigen Metern Höhenverlust zum Westlichen Törlecksattel, wo der Steig zum Donnerkogel links abbiegt (SO). Über einen Mix aus Latschengassen, Schrofen und steilen Rinnen arbeitet man sich mühsam nach oben, bevor der Weg nahezu ohne Höhengewinn in die Westflanke ausweicht. Über Geröll, Karstschwellen und tw. versicherte Schrofenbänke gelangt man zeit- und kraftraubend zu einem begrünten Vorsprung. Ab hier lehnt sich das Gelände ein wenig zurück, auch wenn zunächst noch ein paar seilversicherte Aufschwünge zu bewältigen sind. Mit zunehmender Höhe verwandelt sich die Schrofenkraucherei in einen akzeptablen Zickzacksteig, der zunächst in O-Richtung hinauf zum Grat leitet. Nun noch etwas links haltend nach N hinauf und in wenigen Minuten über einen Gras-Schrofen-Mix zum lange unsichtbaren Kreuz.
__ Vorsicht: Stark erhöhte Gehzeit durch das unangenehme Gelände im Mittelsteil. Bei Nässe aufgrund der speckigen Schofen nicht zu empfehlen!

Fazit
Der Donnerkogel hat Glück, dass er ein derart tolles Gipfelpanorama zu bieten hat! So verzeiht man ihm auch die mühsame, zeitraubende und knieschindende Schrofenkraucherei im Mittelteil der Tour. Der Zustieg zur Gablonzer Hütte und der Weiterweg zum Törlecksattel sind angenehm zu begehen, auch das letzte Stück zum Gipfel gestaltet sich eher harmlos. Zeitraubend, mühsam und tw. auch etwas ausgesetzt sind die rund 250Hm im Mittelteil der Tour, wo der Steig ohne nennenswerten Höhengewinn die recht abschüssige Westflanke des Donnerkogels quert, hier sind auch einige steile, tw. seilversicherte Schrofenpassagen zu bewältigen. Wer sich bis obenhin durchkämpft, wird reich belohnt: der komplett unverbaute Rundumblick reicht vom Toten Gebirge über den östlichen Alpenhauptkamm bis zum "Innenleben" des Dachstein-Massivs. Mehr Panorama geht fast nicht. Insgesamt eine durchaus lohnende Tour für trittsichere und konditionsstarke Bergsteiger mit Durchhaltevermögen.

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