Furgler

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Samnaun, Tirol, Österreich

Höhe:3004m Kategorie:Bergtour - mittel
Höhendifferenz: 1500Hm *) Wintertauglich: bedingt
Ausgangsort: Serfaus
Aufstieg: Bergstation Lazid-Bahn, Scheid, Tieftalsee
Abstieg: Furgler Joch, Furglersee
Hauptexposition: O (Aufstieg), N, O (Abstieg)

Beschreibung
*) die Komperdell- und die Lazid-Bahn reduzieren den Anstieg auf 650 Höhenmeter!
Wer beim Rückweg gleich bis zum Kölner Haus durchläuft, muss im Abstieg mit 1050Hm rechnen.

Von Serfaus schwebt man mit der Komperdell-Bahn und ihrer Fortsetzung, der Lazid-Bahn, bis zur Lassida-Hütte auf 2350m.
__ Aufstieg: Von dort geht es zuerst über einen kurzen, steilen Aufschwung, dann flach entlang eines Geländerückens zum "Verkehrsknotenpunkt" Scheid mit Skiliften und Wegtafeln.
Hier hält man sich rechts (NW) und steigt zunächst etwas steiler die Geländerippe hinauf, bevor der Weg ein längeres Stück flach die Hangflanke quert (W). Wieder ist ein steilerer Abschnitt zu bewältigen (tw. Weg, tw. Blockwerk), bevor man unvermittelt auf den malerischen Tieftalsee trifft, den man linker Hand umrundet (N). Ein recht gutes Steiglein führt nun durch den letzten langen Blockwerkhang zum geräumigen Gipfelplateau (NO).
__ Abstieg: man verlässt den Gipfel auf der gegenüberliegenden Seite (N); zunächst geht es recht flach über den noch breiten Blockgrat. Allmählich wird es steiler und hinunter zum Furgler Joch warten einige einfache, leicht ausgesetzte Kraxelpassagen (max. I) und ein kurzer, seilversicherter Aufschwung. Am Furgler Joch wendet man sich nach rechts (O) und folgt dem steinigen Steig hinunter zum Furgler See, wo man auf eine Wegverzweigung trifft. Nun kann man entweder nach rechts (S) abbiegen und mit Gegenanstieg zurückkehren zum "Verkehrsknotenpunkt Scheid" oder man wandert -ungefähr mit gleichem Zeitbedarf, aber ohne Gegenanstieg- gleich hinunter zum Kölner Haus, der Mittelstation zwischen Komperdell- und Lazid-Bahn (O, SO).
__ Tipp: wer in Serfaus übernachtet, darf alle Seilbahnen kostenlos nutzen. Nicht nur deswegen sollte man (ausnahmsweise) die Liftanlagen zu Hilfe nehmen: der Talanstieg über Skipisten und Versorgungswege ist auch nicht besonders lohnend.

Fazit
Dank Seilbahnnähe ein recht leicht erreichbarer 3000er, auf dem man natürlich nicht die große Bergeinsamkeit erwarten darf. Nichtdestotrotz ist die Überschreitung des Furgler eine lohnende Sache, denn die Aussicht ist fantastisch, der Aufstiegsweg mit dem wunderbaren Tieftalsee kurz, schmerzlos und hübsch und der Abstiegsweg durch seine einfachen Kraxelstellen ein wenig spannend. Wer etwas Trittsicherheit für Blockwerk und ein klein wenig Kletterfertigkeit (max. I) mitbringt, sollte keine nennenswerten Schwierigkeiten haben.

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