Gänsekragen

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Stubaier Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2914mKategorie:Bergtour - mittel
Höhendifferenz: 1350Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Gries
Aufstieg: Winnebachsee-Hütte
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: SW, S

Beschreibung
Vom Groß-Parkplatz am Ortsende von Gries geht man zurück bis zur rechts abzweigenden Fahrstraße und gelangt auf ihr zügig hinauf zu den Häusern des Weilers Winnebach (NO). Am obersten Haus beginnt der breite Forstweg zur Winnebachsee-Hütte gleich recht zünftig: auf sausteilen Serpentinen wird der erste Geländeaufschwung gemeistert. Nachdem der Wanderweg vom Fahrweg abgezweigt ist (beschildert), lehnt sich das Gelände zunehmend zurück und man wandert bequem - immer hoch über der Schlucht des Winnebachs - taleinwärts (NO). Vorbei am Hüttchen der Winnebachalpe weiter in gleichbleibender Richtung taleinwärts. Kurz vor dem Talschluss - gegenüber vom Wasserfall - zieht der Weg dann kurz etwas steiler nach links (N) hinauf zur lange versteckt liegenden Winnebachsee-Hütte.
Noch vor der Hütte biegt der beschilderte Steig zum Gänsekragen scharf links ab. Über Felsbänke hinauf zum Mast der Materialseilbahn; dann quert man des Längeren in mäßiger Steigung die S-Flanke des Gänsekragens, um auf seine "schwache Seite" zu gelangen. Zügig zieht das Steiglein dann im Zickzack die steile Flanke aus Gras und Schrofenbänken (NW) hinauf zum Felsfuß. Unter Ausnutzung von Felsbändern geht es "Etage um Etage" höher, bis man um ein Felseck herum in eine Art Schlucht gerät. Hier im Zickzack nach N hinauf zum Grat und wieder nach rechts (O) hinüber zum Gipfelstock. Jetzt trennen uns noch eine kurze, etwas ausgesetzte Querung und ein paar Meter steile Schrofenkraxelei (I) vom Gipfelkreuz.
__ Hinweis: Gries liegt im Sulztal, einem Seitental des Ötztals. Auffahrt ab Längenfeld.

Fazit
Auch auf einem stattlich breiten, immerhin 2900m hohen Berg kann man sich klein fühlen - sind die umliegenden Nachbarberge doch meist noch etwas höher und zudem beeindruckend vergletschert. Die Aussicht reicht daher über die angrenzenden Täler nicht hinaus, ist aber dennoch recht interessant. Der landschaftlich schöne Anstieg zur Winnebachsee-Hütte und der geschickt angelegte Gipfelsteig machen Spaß. Trittsicherheit für schmale Felsbänder und Geröll im Steilgelände sind unbedingt nötig (stellenweise ausgesetzt); gelegentlich ist auch der Einsatz der Hände gefragt.

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