Geierköpfe

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Ammergauer Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2161mKategorie:Wanderung - mittel
Höhendifferenz: 1100Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Ortschaft Plansee
Aufstieg: Musteralm; Zwerchenbergalpe
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: SW

Beschreibung
In N-Richtung auf breitem Forstweg oberhalb der Musteralm vorbei, nach wenigen Minuten muss man auf Höhe einer breiten Schuttreisse nach rechts abbiegen (Beschilderung verwittert). Hat man den linken Rand des Geröllfelds erreicht, wird das schmale Steiglein etwas deutlicher und führt steil, bisweilen nur fußbreit und an manchen Stellen etwas ausgewaschen durch den steilen Bergwald (nur eine Stelle versichert). Nach einer Bachüberquerung geht das Geschlängel dann genauso steil und schmal auf der anderen Hangseite weiter; allerdings ist es dann nicht mehr weit bis zu einer markanten Geländekante. Dahinter lehnt sich das Gelände zurück und man wandert flach bzw. mit leichtem Höhenverlust durch schöne Lichtungen der Zwerchenalpe bis zur idyllisch gelegenen Jagdhütte (gut auf Markierungen achten). Nun muß man ein wenig mit der Botanik kämpfen, um an den Fuß der Gipfelflanke zu kommen, die sich hier bereits vollständig einsehen lässt. Die Latschen rücken hier eng zusammen und bilden fast einen Tunnel über dem etwas ausgewaschenen Steig. Ist der Fuß des Gipfelstocks erreicht, wird es wieder angenehmer und in sehr gut gangbaren Serpentinen geht es zügig höher, wobei an einem wenige Meter hohen Felsriegel einmal kurz "Handarbeit" gefragt ist (max. I). Danach kommt schon bald das Gipfelkreuz in Sicht; es ist nur noch eine Sache weniger Serpentinen...
__ Hinweis: zum Ausgangspunkt gelangt man, wenn man den Campingplatz am N-Ufer des Sees durchquert; dahinter befinden sich kurz vor der Musteralm kostenpflichtige Pp. (2,-€, Stand 2013)
__ Tipp für Blümchen-Fans: normalerweise wächst die Monte-Baldo-Segge (Carex baldensis) ihren Namen gemäß bevorzugt am Gardasee. Nur in den Ammergauern befindet sich ein völlig isolierter "Vorposten". Im Mai kann man dieses ansonsten rare Pflänzchen direkt am Wegesrand bewundern

Fazit
Für geübte Bergsteiger eine eher unproblematische Tour; das sehr schmale Steiglein im unteren Bereich mit seinen erodierten Rinnen verlangt allerdings Aufmerksamkeit und solide Trittsicherheit. Nach oben zu wird der Weg dann lustigerweise immer besser. Das Prachtstück der Tour ist neben der umfassenden Aussicht der traumhafte Blick auf Plansee und Heiterwangersee. Dank "unverbauter" Südlage sind die Geierköpfe früh schneefrei und somit eine ideale Frühjahrstour!

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