Golzentipp

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Gailtaler Alpen, Osttirol, Österreich

Höhe:2317mKategorie:Wanderung - mittel
Höhendifferenz: 900Hm Wintertauglich: bedingt
Ausgangsort: Obertilliach
Aufstieg: Gripp, Weg #47
Abstieg: Kutteschupfen, Weg #46
Hauptexposition: S

Beschreibung
Am nördlichen Ortsende von Obertilliach führt ein zunächst asphaltierter Weg hinauf ins Wiesengelände und zu einer Wegverzweigung.
__ Aufstieg: Wir ignorieren die von rechts einmündende Skipiste und die Abzweigung "Golzentipp über Connyalm" und bleiben noch kurz auf dem Forstweg (Beschilderung "Golzentipp via Gripp", #47). Nach wenigen Minuten zweigt scharf rechts ein beschildertes Steiglein ab, das gleich in ordentlicher Steigung den Wald hinauf leitet (NW). Wir queren den Forstweg nochmal und stapfen weiter ziemlich steil durch den Wald. Bei der nächsten Einmündung in den Forstweg folgen wir ihm um eine Kehre herum, kurz danach biegen wir gut beschildert endgültig in den Steig #47 ein. Immer noch ziemlich steil führt das Weglein nun in N-Richtung durch lichten Wald zu einer Lichtung mit verfallenen Hüttchen und über eine weitere Waldetappe endgültig hinauf in freies Gelände. Hier legt sich der Hang dann auch zurück, über einen schwach ausgeprägten Rücken gelangt man zu einer hübschen Almhütte mit Picknickplatz. In NW-Richtung leitet der Steig nun sehr angenehm durch blumenreiche Wiesen; nach einem Bachübergang darf man die Abzweigung nach rechts (N) nicht übersehen, die hinaufführt zu einer Einsattelung im Grat. Von dort muss man nur noch wenige Minuten nach rechts (NO) hinüberschlendern zum ungemein aussichtsreichen Gipfel.
__ Abstieg: Wir verlassen den Gipfel in SO-Richtung und steigen ab zu einer Ansammlung von Holzhütten namens Kutteschupfen. Dort treffen wir auf den markierten Weg #46, der erst in S-, dann in SO-Richtung ebenfalls recht steil durch freie Wiesen hinabführt. Vor einem Steilabbruch weicht das mitunter nur fußbreite Steiglein nach W aus und leitet in ein nicht ganz so steiles Hochtal, wo wir nun in vielen Serpentinen zuerst in S-,dann in SO-Richtung absteigen. Es mündet schließlich in die Skipiste, auf ihr kehren wir zurück zur bekannten Kreuzung am Ortsrand von Obertilliach.
__ Tipp: Eigentlich meiden wir Seilbahnberge weitgehend; die südseitigen Steilhänge des Golzentipp apern aber so früh aus, dass wir ihn bereits während der Seilbahnrevision im Mai schneefrei besteigen konnten und ihn somit für uns allein hatten. Während der Hauptsaison ist der Golzentipp gut besucht, die Seilbahn macht ihn zum perfekten Ziel für weniger Geübte und Familien.

Fazit
Eigentlich ist der Golzentipp ein unspektakulärer Grasgupf, den zudem Seilbahn, Skipiste und Forstwegen verunzieren. Bei den von uns genutzten Südanstiegen sieht man von all dem überhaupt nichts, auf das Seilbahnpublikum trifft man -wenn überhaupt (s. Tipp) - erst am Gipfel. Bei An- und Abstieg handelt es sich auf voller Länge um durchaus steile, aber unschwierige Steige im Wald- und Wiesengelände. Warum man auf den Golzentipp muss? Wegen des sensationellen und unverbauten 360 Grad-Panoramas, das weite Teile des Puster- und des Lesachtals einschließt und vom Hauptkamm mit den prominenten Tauern-Gipfeln bis zum Karnischen Hauptkamm reicht. Besonders eindrucksvoll: die Lienzer Dolomiten "von hinten" (d.h. von S).

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