Griesskopf

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Lechtaler Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2581mKategorie:Bergtour - leicht
Höhendifferenz: 1050Hm Wintertauglich: bedingt
Ausgangsort: Kaisers im Lechtal
Aufstieg: Kaiseralpe, Kaiserjochhaus
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: N, W

Beschreibung
Von Kaisers folgt man dem Fahrweg in SO-Richtung bis zu einer Verzweigung, wo es linker Hand ins Kaiserbachtal geht. Recht flach und in gleichbleibender Richtung weiter auf dem Fahrweg oder alternativ auf dem ausgewiesenen Abkürzungssteiglein bis zur bewirtschafteten Kaiseralpe. Dort überquert man den Kaiserbach und wandert ein Stückchen in S-Richtung, bis der sehr komfortabel angelegte Steig vor den Nordabstürzen des Grießkopfs nach rechts (SW) ausweicht. Sehr zügig, aber immer gut gangbar geht es nun in vielen kleinen Serpentinen die steile Hangflanke hinauf; erst spät wird der schmale Durchschlupf durch den Felsriegel erkennbar. Jetzt wird das Gelände wieder flacher und über ein paar Grasbuckel erreicht man schließlich das Kaiserjochhaus (S, dann SO).
Direkt am Haus folgen wir den Wegweisern nach links (O) und wandern flach hinüber zum Ansatz des Grießkopfs. Hier biegen wir nochmal links ab (NO) und überwinden einen kurzen, harmlosen Schrofenriegel; die restlichen Höhenmeter zum Gipfel werden auf gutem Zickzack-Steig zurückgelegt.
__ Hinweis: im Ort Kaisers sind Parkplätze rar. Es wird gebeten, noch 1 km weiter Richtung Kaiserbachtal zu fahren, dort gibt es Parkbuchten.
__ Tipp: es ist nicht weit vom Kaiserjochhaus zum Grießkopf, da bleibt noch Zeit für ein kleines "Extra". Wer einfache Kraxelei (I) liebt, kann dem markanten, kreuzgeschmückten Felsgupf des Malatschkopf einen Besuch abstatten. Der Zustieg zweigt auf dem Weg vom Kaiserjochhaus zum Grießkopf links ab, führt auf schmalem Grat zum Felsgupf und leitet auf der N-Seite steil, aber gut versichert zum Kreuz (Vorsicht, oft rutschig).

Fazit
Wem die wunderschöne, aber doch recht längliche Stanskogel-Runde zu viel ist und die Holzgauer Wetterspitze zu anspruchsvoll, der findet mit dem Grießkopf ein problemloses und doch aussichtsreiches Ziel im schönen Kaiserbachtal. Problemstellen gibt es keine, lediglich für das geröllige Gipfelsteiglein ist ein Minimum an Trittsicherheit angenehm. Nach dem gewaltigen Felssturz vom Sommer 2013 wurde der Weg zum Kaiserjochhaus aus der Gefahrenzone hinausverlegt und auf das Komfortabelste mit Holzstufen und -Stegen ausgestattet. Neben dem Paradeblick auf die Lechtaler "VIPs" Wetter- und Feuerspitze besticht der Nahblick auf den Hohen Riffler mit seinem Hängegletscher und der Weitblick nach W und S. Wenig Plagerei, viel Genuss!

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