Grosser Traithen

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Bayr. Voralpen, Bayern, Deutschland

Höhe:1854mKategorie:Wanderung - schwer
Höhendifferenz: 1050m Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Oberes Sudelfeld, Walleralm
Aufstieg: Vogelsang, Kleiner Traithen
Abstieg: Unterberger Joch, Steintraithen, Rosengasse
Hauptexposition: N (Aufstieg); O, N (Abstieg)

Beschreibung
__ Aufstieg: rechts neben der Walleralm geht es auf breitem Weg nach W zu den obersten Ausläufern des Skigebiets (sog. "Oberes Sudelfeld"). Bald hat man das unschöne Pisten-Gerümpel hinter sich gelassen und der breite Weg verjüngt sich zu einem Steiglein, das mit leichtem Höhenverlust und vorbei am Felszacken des Vogelsang hinüberleitet zur steilen N-Flanke des Kleinen Traithen (S). Nun werden keine Höhenmeter mehr verschenkt: steil und steinig geht es durch Latschengassen hinauf, an manchen der z.T. versicherten Schrofenpassagen muss man mit den Händen etwas nachhelfen. Diese Etappe ist aber nur kurz und der kreuzgeschmückte Gipfel des Kleinen Traithen ist bald erreicht. Dort kann man den Übergang zum "großen Bruder" bereits vollständig einsehen: mit etwas Höhenverlust hinunter in das Almgelände um die Fell-Alm (SO), quer über eine etwas sumpfige Kuhwiese, wo linker Hand der Steig von der Rosengasse dazustößt, und wiederum steil durch schrofige Latschengassen hinauf zum Großen Traithen (S).
__ Abstieg: der Übergang vom Großen Traithen zur nächsten Erhebung im Gratkamm, dem Unterberger Joch, ist wieder mit etwas Höhenverlust und Gegenanstieg versehen, aber recht unschwierig und angenehm zu gehen (SO). Das gleiche Procedere (Höhenverlust und Gegenanstieg) erwartet uns nun auch am Übergang zum Steintraithen, dem nächsten grünen Gupf im Kammverlauf (O). Hier wird das Weglein allerdings etwas schmaler und führt mitunter etwas näher an die seitlichen Abstürze heran, es bleibt aber grundsätzlich unschwierig. Hinter dem etwas zugewachsenen "Gipfel" mit Kreuz biegt man an einem Wegweiser links ab Richtung "Rosengasse". Sehr steil und schrofig, tw. mit Seilversicherungen, steigt man hinunter zu einem grünen Sattel (N), an dem uns ein Wegweiser wiederum nach links (NW)schickt. Im schönen grünen Kessel der ehemaligen Fell-Alm, wo man den überschrittenen Kamm noch mal in voller Länge bewundern kann, wendet man sich dann nach rechts (Wegweiser) und wandert über einen gut angelegten Serpentinensteig nach N hinunter zur Rosengassen-Alm und schließlich auf dem dort beginnenden Fahrweg zum großen Pp. an der Rosengassenhütte. Wer das Auto an der Walleralm stehen hat, muß nun noch 300Hm Gegenanstieg in Kauf nehmen: zunächst folgt man dem an der Rosengassenhütte links abzweigenden Fahrweg zur Oberen Firstalm (W); die letzten ca. 100Hm hinauf zum weithin sichtbaren Sattel der Walleralm kann man auch weglos entlang der Lifttrasse bewältigen
__ Hinweis: für die hier beschriebene Runde ist es vmtl. intelligenter, statt an der Walleralm am Pp. Rosengasse zu starten. Dann kann man -unter Auslassung der Walleralm- gleich in der Früh auf gutem Weg zum Oberen Sudelfeld aufsteigen und spart sich so den lästigen Gegenanstieg am Ende der Tour.
__ Tipp: wem die hier beschriebene Runde zu lang ist, kann mit Ausgangspunkt Rosengasse auch direkt zum Gelände der Fell-Alm aufsteigen und so den Kleinen Traithen auslassen: hierzu geht man auf dem Abstiegsweg bis zum Wegweiser im grünen Kessel der ehemaligen Fell-Alm, hält sich hier in W-Richtung und steigt auf gutem Steig hinauf zu den Kuhwiesen der neuen Fell-Alm zwischen Kleinem und Großem Traithen. Restliche Tour wie oben.
__ Hinweis: der Namen des dritten Gipfels ist in der Literatur widersprüchlich: in Karten bisweilen als Steintraithen beschrieben, weist ihn das Gipfelbuch als Steilner Joch aus...

Fazit
Sobald man die im Sommer ziemlich abschreckende Skizirkus-Szenerie hinter sich gelassen hat, entwickelt sich eine überraschend lohnende Rundtour über mehrere Gipfel mit schönem, wenig ausgesetztem Gratgang dazwischen. Wenn man nicht (wie wir) in Wolken steckt, könnte man auch eine recht weitreichende Aussicht auf das bayr. Voralpenland genießen.Technisch handelt sich um eine unschwierige Wanderung, lediglich der Aufstieg zum Kleinen Traithen und der Abstieg vom Steintraithen sind sehr steil, schrofig und z.T. seilversichert. Bei Nässe oder Schneeresten ist das Schrofen-Erde-Gemisch sehr unangenehm und erfordert solide Trittsicherheit.

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