Grosser Zunig

--> Fotos

Hohe Tauern/Lasörlinggruppe, Osttirol, Österreich

Höhe:2775mKategorie:Wanderung - schwer
Höhendifferenz: 1650Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Pp. Guggenberg oberhalb des Weilers Ganz, westl. von Matrei
Aufstieg: Zunig-Alm, Zunigsee, Zunigtörl
Abstieg: Zunigtörl, Zunigsee, Ganitzle, Anitz-Alm
Hauptexposition: NW, NO

Beschreibung
__ Aufstieg: Vom Pp. Guggenberg folgt man der Fahrstra?e noch bergauf um eine Kurve; bei einem Gehöft beginnt der Forstweg in Richtung Anitz- und Zunig-Alm. Zuerst in W- dann in SW-Richtung bequem auf dem Fahrweg hinauf, bald zweigt die Route zur Zunig-Alm links ab (SO). Nur wenig später erreicht man erneut eine Abzweigung, wieder folgt man der Beschilderung zur Zunig-Alm nach links (weiter SO). Nun geht es mit wenig Höhengewinn auf einer Art Karrenweg dahin, bis man im Wald auf ein rechts (S) abzweigendes Steiglein trifft (Beschilderung "Zunig-Alm, Abkürzung"). Der Steig schlängelt sich schmal, aber gut zu gehen in vielen Serpentinen den steilen Waldhang hinauf; dort, wo man offenes Almgelände erreicht, sieht man ein kleines Stück weiter oben schon die altehrwürdige Zunig-Alm. Rechts am Haus vorbei setzt sich der Weg in S-Richtung fort und führt als schmales Steiglein im Almenrausch-Gestrüpp im Zickzack hinauf zum -mehr oder weniger ausgeprägten- Zunigsee (auf dieser Etappe darf man mehrere Abzweigungen zur Anitz-Alm und zum "Malerwinkel" ignorieren).
Hier ändert sich die Gehrichtung nun in SO und man steigt gemächlich über Wiesen und etwas Blockwerk hinauf zum Zunigtörl (Übergang ins Defereggental). Den Wegweisern entsprechend hält man sich am Törl rechts (SW) und folgt dem schmales Steglein, das sich nun geschickt durch die Felsen und Schrofen des meist ausreichend breiten Gratrückens schlängelt (eine versicherte, harmlose Stelle). Je weiter man nach oben kommt, desto angenehmer wird der Weg, da er nun zunehmend in die gutmütigere S-Flanke des Zunig ausweicht. Auf gutem Weg -an der Abzweigung zu Anitzsee und -Alm vorbei- hinauf zum turmartigen Gipfelaufbau, der sich leichter als zunächst gedacht ersteigen lässt: auf gutem Steig im Wiesengelände an den Felsfuss heran, dann umrundet man mit Hilfe einer kurzen Seilsicherung ein felsiges Eck und steigt die letzten Meter über einen sehr steilen, etwas gerölligen Steig hinauf zur Gratkante; nun sind es nur mehr wenige Meter (leicht ausgesetzt) bis zum Kreuz.
__ Abstieg: zurück auf bekanntem Steig zum Zunigtörl; wer hier noch Kraft und Zeit hat, kann auf dem Rückweg zum Zunigsee einen kurzen Abstecher zum Kleinen Zunig einbauen (ca. 100Hm extra, steil, aber einfach). Wer nicht den Anstiegsweg zurückgehen möchte, der kann am See -mit etwa 100Hm Gegenanstieg- hinaufwandern zum wunderbaren Aussichtsplatz namens Ganitzle (W, NW). Von dort geht es dann zunächst recht bequem über Kuhweiden nach NW; an ein paar Almhüttchen schwenkt der Steig nach W und wird steiler. Auf dem schmalen Wurzelsteig muss man sich nochmal etwas konzentrieren; im Zickzack geht es durch das Steilgelände hinunter zur malerischen Anitz-Alm. Wer nicht einkehren will, sollte bereits vor Erreichen der Alm den Fahrweg nach rechts (N) einschlagen (Beschilderung "Guggenberg"). Nach einigen Metern hat man nun nochmal die Wahl: man kann entweder rechter Hand dem weniger steilen, aber auch längeren Fahrweg mit all seinen "Schlaufen" folgen oder linker Hand den etwas ruppigen, steilen, aber wesentlich direkteren Karrenweg benutzen. Ca. 250m oberhalb des Ausgangspunkts vereinigen sich die beiden Wege wieder an einer Kreuzung, die man bereits vom Aufstieg her kennt. Weiterer Abstieg wie Aufstieg

Fazit
Ungemein abwechslungsreiche Rundtour, der man aufgrund ihrer umfassenden Aussicht und landschaftlichen Schönheit im oberen Teil sogar die etwas langweiligen Zustiege auf Forstwegen verzeiht. Die beiden Zunigs sitzen direkt am Kreuzungspunkt des Virgentals mit dem Matreier Haupttal und erlauben daher umfassende Ausblicke sowohl auf Venedigergruppe, Lasörlinggruppe, Granatspitzgruppe bis hin zu den Lienzer Dolomiten. Unterhalb des Zunigtörls führen die Wege ausschliesslich durch gutmütiges Gelände, sie sind aber bisweilen schmal, wurzelig oder schottrig. Der Gipfelanstieg sollte geübte Bergsteiger, die schmale Steige in Schrofengelände gewohnt sind, nicht nenneswert aus der Ruhe bringen; Trittsicherheit und ein Mindestmass an Schwindelfreiheit sind dabei nützlich. Nicht unterschätzen darf man die Länge der Tour: auch auf direktestem Weg sind gut 1600Hm abzuleisten; wer den Kleinen Zunig "mitnimmt" und den Gegenanstieg zum Ganitzle, darf jeweils noch 100Hm dazuschlagen.

Zurück