Hasentalkopf

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Ammergauer Alpen, Bayern, Deutschland

Höhe:1797mKategorie:Wanderung - schwer
Höhendifferenz: 950Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Schloss Linderhof (Wanderpp. 2 km westlich)
Aufstieg: Sägertal, Lösertaljoch, Scheinbergjoch
Abstieg: Bäckenalmsattel, Sägertal
Hauptexposition: O, S (Aufstieg); N, O (Abstieg)

Beschreibung
Am großen Wander-Pp. ca. 2km westlich von Schloss Linderhof beginnt der breite Forstweg ins Sägertal. An einer Verzweigung halten wir uns links und wandern für einige Zeit ohne nennenswerten Höhengewinn am Sägertalbach entlang taleinwärts. Erst nachdem der Bach auf einem Holzsteg überquert wurde und der Weg wieder in den Wald hineinführt, arbeitet man auf einigen Serpentinen ein paar Höhenmeter ab. Die "Ausbaustrecke" des breiten Fahrwegs endet und man steigt noch ein paar Minuten auf steinigem Pfad bergauf, bevor man auf eine beschilderte Verzweigung trifft:
__ Aufstieg: Wir nehmen den links abzweigenden Pfad (Beschilderung "Lösertaljoch, Hochplatte") und wandern in moderater Steigung durch bauchhohe Vegetation. Das fußbreite Steiglein führt hart an der Kante des steil abfallenden Hasentalgrabens entlang (S) und überquert diesen schließlich. Noch kurz um ein Eck herum, dann wird das Gelände flacher und man erreicht den malerischen Wiesenboden namens Lösertalmösl. Der ausreichend markierte Pfad schlängelt sich nun in angenehmer Steigung in W-Richtung hinauf zum grünen Sattel des Lösertaljochs. Dort wenden wir uns nach rechts (N) und ersteigen über gut angelegte, mittelsteile Serpentinen das nahe Scheinbergjoch. Genau am höchsten Punkt zweigt rechter Hand der unmarkierte, aber gut erkennbare Steig zum Hasentalkopf ab. Er führt zunächst über eine kurze ausgesetzte Stelle am felsigen Grat entlang (NO), unterwandert einen Felsbuckel in der linken Flanke und führt anschließend über eine schrofige Felspassage in eine Senke. Auf der anderen Seite leiten erdige Trittspuren steil aus der Senke hinaus und auf den nächsten Gratgupf. Von dort führen Trittspuren im Gras sehr steil hinunter in die nächste Einsattelung, dann muss man noch ein kurze, ausgesetzte Stelle direkt am Grat überwinden. Über einen letzten, harmlosen Grasgupf erreicht man das Gipfelkreuz.
__ Abstieg: Man muss nicht notwendigerweise zurück zum Scheinbergjoch: wenige Meter unterhalb des Gipfelkreuzes leiten Trittspuren rechter Hand die sehr steile Wiese hinunter. Auf einem Mix aus Gras, Schrofen und Geröll arbeitet man sich Schritt für Schritt direkt links vom felsigen Gipfelaufbau hinunter in gutmütigeres Gelände (W), wo man schließlich wieder auf den markierten Weg Bäckenalmsattel-Scheinbergjoch trifft. Hier hält man sich rechts, auch wenn der Pfad im folgenden in die falsche Richtung zu führen scheint (W). Es wird aber nur ein felsiger Gupf umgangen, schon bald schwenkt der Weg in die gewünschte N-Richtung und leitet über viele enge, im Hochsommer fast zugewachsene Serpentinen hinunter in das enge Tälchen mit dem "Verkehrsknotenpunkt" Bäckenalmsattel. Hier halten wir uns rechts (O) und wandern mit moderatem Gefälle durch besitzergreifende Vegetation taleinwärts, bis wir wieder auf die vom Aufstieg bekannte Verzweigung treffen. Rückweg durch das Sägertal wie beim Aufstieg.

Fazit
Kleine, aber feine und sicher nicht überlaufene Rundtour im Herzen der Ammergauer Alpen! Obwohl die Ammergauer Alpen von München aus so leicht erreichbar sind und auch sehr beliebte Gipfel aufweisen, gibt es dort auch geradezu einsame und idyllische Ecken. Vor allem Blümchen-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten - vor allem im Frühsommer blühen viele unterschiedliche Orchideen, sowie Eisen- und Fingerhüte in Hülle und Fülle. Beide Zustiege zum Scheinbergjoch sind eigentlich einfach, ab dem Hochsommer aber recht zugewachsen und oft schlammig. Der Zustieg zum Hasentalkopf darf keinesfalls unterschätzt werden: es sind einige recht ausgesetzte Passagen zu bewältigen, gerade bei Nässe können die Trittspuren im Gras bzw. auf Erde recht unangenehm werden. Der "wilde" Abstieg entlang des Gipfelfelsens ist sehr steil, aber gut zu bewältigen und weniger ausgesetzt.

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