Henne

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Kitzbüheler Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2078mKategorie:Wanderung - mittel, Klettersteig - leicht
Höhendifferenz: 850Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Hörndlinger Graben ab Fieberbrunn
Aufstieg: Hochhörndler Alm, Reckmoos
Abstieg: Seenieder, "Blumenweg", Hochhörndler Alm
Hauptexposition: SO

Beschreibung
__ Aufstieg: Direkt am Parkplatz weist ein altes Holzschild ("Hochhörndler Alm") die Wiese hinauf; ein paar Meter geht es weglos, dann erkennt man rechter Hand eine deutliche Wegtrasse, die uns zu einem Almgebäude führt. Hier trifft man dann auch auf den breiten Fahrweg, auf dem man jetzt in weiten Schlaufen den Großteil des Anstiegs "erledigt". Kurz unterhalb der Grathöhe passiert man linker Hand die Einmündung des "Blumensteigs" (Rückweg!), wir wandern aber weiter auf dem Fahrweg bis zur Grathöhe, wo man auf die Skistation Reckmoos trifft. Gleich links von ihr beginnt der Klettersteig "Himmel&Henne", den es in den Geschmacksrichtungen A/B, C und D gibt. Wer kein KS-Geschirr dabei hat, sollte tunlichst die Abzweige zu den Varianten C und D ignorieren und geradeaus der deutlichen Beschilderung A/B folgen. Das schwierigste Stück kommt gleich zu Anfang: eine kurze, aber senkrechte Felspassage, die mit Hilfe einiger
Steigklammern überwunden wird. Dann wechseln sich Gehgelände, leichte Kraxelstellen und kurze Gratgänge ab, ein felsiger Aufschwung lässt sich -sofern man die A-Variante nimmt- in der linken Flanke auf gerölliger Spur umgehen. Dann ist auch recht schnell ein Nebengipfel der Henne erreicht. Unschwierig, aber etwas luftig führt der kurze "Zubringer-Grat" hinüber zum Hauptgipfel.
__ Abstieg: Man nimmt den Weg#6 ("Wildseeloderhaus") und steigt auf schmaler Spur zunächst nach S hinunter zu einem Skilift, wo die Trasse scharf nach rechts abknickt und in kurzer Zeit hinunterleitet zum "Verkehrsknotenpunkt" Seenieder. Dort nehmen wir jetzt den sog. "Blumenweg", der uns mit leichtem Gefälle quer durch die Hangflanken (SO, O, NO) zurückbringt zur bekannten Fahrstraße, auf der wir wieder ins Tal absteigen.
__ Tipp: es wäre einfach schade, "im selben Aufwasch" nicht auch den gegenüberliegenden Wildseeloder zu besteigen (200Hm extra). Dazu wendet man sich am Seenieder nach links und quert auf dem weithin sichtbaren Steig die O-Flanke des Wildseeloder bis zum Gipfel. Man kann auf dem selben Weg zurückkehren zum Seenieder, interessanter ist allerdings folgende Runde: kurz unterhalb des Gipfels zweigt links ein deutlicher, grasiger Steig nach O ab. Er führt am breiten Grat entlang hinunter bis zu einem Felsentor. Nun auf zahlreichen Serpentinen zwischen den Felswänden hindurch nach unten zum Seeufer und nach links zur Einkehr im schön gelegenen Wildseeloderhaus. Am gegenüberliegenden Seeufer nach S und mit knapp 100Hm Gegenanstieg zurück zum Seenieder. Dort weiter wie oben beschrieben.
__ Tipp: wer keine Klettersteige mag, kann auch über den "Blumenweg" direkt zum Seenieder aufsteigen. Dort kann man dann auf gutem Steig die Henne und/oder den Wildloder erreichen.
__ Hinweis: den Ausgangspunkt erreicht man, indem man etwas östlich von Fieberbrunn nach S abbiegt und -vorbei am Gasthaus "Eiserne Hand"- auf schmaler Schotterstraße in den Hörndlinger Graben fährt. Eingezäunter Parkplatz ca. 1km
nach der Hörndler Grundalm.

Fazit
Die Tour beginnt und endet wenig spannend: ein Großteil des An- und Abstiegs wird auf einem weitschweifigen Almweg zurückgelegt, garniert mit höchst unschönen Ausblicken auf den Gegenhang, wo gerade (2015) ohne Rücksicht auf Verluste eine Erweiterung des Skigebiets in den Berg planiert wird. Hübsch wird es erst hinter der Skistation Reckmoos, wo die Klettersteig-Variante A einen unschwierigen und aussichtsreichen Gratgang anbietet (alternativ auch KS-Varianten C und D, die aber nur mit KS-Set), über den man den beliebten Henne-Gipfel quasi "von hinten" erreicht. Sehr hübsch ist dann die Umrundung des malerischen Wildsees - am besten mit optionaler Besteigung des ausgesprochen aussichtsreichen Wildseeloder und Einkehr in der gleichnamigen Hütte. Alle Wege außer dem KS sind einfach und auch für Ungeübte gut zu bewältigen. Die meisten Gipfelaspiranten kommen allerdings kurz und schmerzlos von der nahen Seilbahnstation Lärchfilz (Auffahrt ab Fieberbrunn) herüber, daher meist reger Andrang auf allen Wegen rund um den See.

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