Herzogstand 2

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Bayr. Voralpen/Estergebirge, Bayern, Deutschland

Höhe:1731mKategorie:Wanderung - mittel
Höhendifferenz: 950Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Walchensee
Aufstieg: Herzogstandhaus
Abstieg: Verbindungsgrat zum Heimgarten, Ohlstädter Alm
Hauptexposition: S (Aufstieg); SO (Abstieg)

Beschreibung
__ Aufstieg: der Fussweg zum Herzogstand beginnt direkt am grossen Pp. der Seilbahn-Station und führt -stets in N-Richtung- direkt zum Herzogstand-Haus hinauf. Man befindet sich auf dieser Etappe durchwegs auf guten, bequem zu begehenden Serpentinen; die wenigen etwas erodierten Stellen sind mustergültig versichert.
Am Herzogstand-Haus mischt man sich dann unter die Seilbahn-Gäste und wandert auf breitem Spazierweg nach links (NW) hinüber zum weithin sichtbaren Gipfel mit dem Aussichts-Pavillon und dem etwas tiefer liegenden Kreuz. Wer mag, kann unterwegs noch einen kleinen Abstecher zum Martinsköpfl machen (beschildert).
__ Verbindungsgrat: wenige Meter unterhalb des Pavillons beginnt der beschilderte Steig, der sich nun in einigem Auf und Ab hinüber zum Heimgarten zieht (W). Gleich zu Beginn muß man etwas Höhenverlust in Kauf nehmen, dann folgt der interesanteste Teil des Grats, bei dem man ab und an auch mal die Hände zu Hilfe nehmen darf (versichert). In stetem Auf und Ab geht es weiter, wobei der Grat nun zunehmend breiter wird. Über eine begrünte Rampe erreicht man den Gipfelstock des Heimgarten, wo man auf den von Schlehdorf heraufkommenden Steig trifft. Kurzzeitig wird das Weglein etwas steiler, bevor man endgültig den langgezogenen Gipfelrücken des Heimgartens und die gleich darunter liegende Hütte erreicht.
__ Abstieg: direkt an der Heimgarten-Hütte beginnt der Abstieg nach Walchensee: über Wiesen- und Waldgelände führt ein guter Bergweg nach S hinunter zu den freien Flächen der Ohlstädter Alm. An der Abzweigung nach Eschenlohe vorbei geht man geradeaus weiter, wo man nun einen lästigen Gegenanstieg bewältigen muß. Erst wenn man um die Flanke des Rotwandkopfs herum ist, schwenkt der Steig nach O und beginnt an Höhe zu verlieren. Hat man den Talboden fast erreicht, mündet der Steig in einen Forstweg, dort nach links (SO, beschildert). Nach der Überquerung eines Wasserlaufs muß man nochmal etwas aufpassen, um die beschilderte Abzweigung nach links nicht zu verpassen, die an einem Muren-Auffangbecken entlang zurück zum Pp. führt
__ Hinweis: die Zeitangabe am Herzogstand-Pavillon für den Gratübergang (2 1/4 Stunden) muss man nicht wirklich ernst nehmen - sie dient scheinbar hauptsächlich zur Abschreckung der Seilbahn-Touristen!

Fazit
Hübsche Kombination zweier sehr beliebter Münchner Hausberge mit einer originellen, aussichtsreichen Gratwanderung dazwischen - man wandert sozusagen auf dem Grat zwischen Flachland einerseits und Gebirgs-Panorama andererseits. Mit Kochel- und Walchensee hat man noch zwei zusätzliche Attraktionen und an beiden Enden des Grats warten bewirtschaftete Hütten. Auf- und Abstieg zu Herzogstand und Heimgarten erfolgt auf guten Bergwegen nahezu ohne ausgesetzte Stellen (die wenigen erodierten Stellen sind gut versichert). Auch der Gratübergang ist nicht schwierig, man sollte allerdings ein wenig Trittsicherheit mitbringen und nicht unter extremer Höhenangst leiden; manche Stellen sind nämlich durchaus schmal und exponiert, aber immer sehr gut versichert. Wer mag, kann die Wanderung natürlich auch in gegengesetzter Richtung angehen oder für eine Etappe die Seilbahn benutzen. Dank der S-seitigen Zustiege eignet sich diese Kombi-Tour gut für den späten Frühling oder Herbst, in der Hochsaison dürfte das Gebiet hoffnungslos überlaufen sein...

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