HirschhalskopfWanderung Hirschhalskopf, Lechtaler Alpen, Tirol

Hirschhalskopf
(alias Hirschleskopf)

--> Fotos

Lechtaler Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2052mKategorie:Wanderung - mittel (Aufstieg), Wanderung - schwer (Abstieg)
Höhendifferenz: 700Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Gramais
Aufstieg: Hirschhals
Abstieg: Schafkar
Hauptexposition: NO

Beschreibung
Von den kostenlosen Parkplätzen im "Zentrum" von Gramais wandert man in W-Richtung zum Bach hinunter, wo sich vor einer Brücke Hin- und Rückweg gabeln (Wegweiser).
__ Aufstieg: Wir überqueren die Brücke und folgen zunächst für einige Minuten einem Forstweg (SW). Nach der zweiten Brücke und einem kurz darauf folgenden Viehgatter beginnt rechter Hand ein unbeschilderter, aber markierter Steiglein, der die nächsten beiden Forstweg-Schlaufen abkürzt (W). Danach bleibt man für ein paar Meter auf dem Forstweg, in der nächsten Linkskurve setzt sich der Steig aber fort und gabelt sich auch gleich an einem Wegweiser. Den Abzweig zum Roßkarsee ignorieren wir und halten uns rechts. Nun legt das schmale Steiglein an Steilheit zu und leitet in NW-Richtung durch lichten Wald. Zügig gewinnt man in den engen Serpentinen an Höhe und erreicht schließlich einen breiten Kamm, den sog. Hirschhals. Dort lehnt sich das Gelände stark zurück, über schöne Bergwiesen geht es mit wenig Steigung eine ganze Weile nach SW. Erst auf der letzten Etappe zum Gipfel wird es wieder steiler, der latschenbewachsene Gupf lässt sich auf schmalen Steigspuren auf Wiese und Geröll mühsam, aber unschwierig besteigen. Dahinter wartet etwas nach links versetzt schon das Gipfelkreuz. Es steht nicht am höchsten Punkt, in der weitläufigen "Gipfel-Liegewiese" kann sich jeder seinen persönlichen Lieblingsplatz suchen.
__ Abstieg: Vom Gipfel flach in SW-Richtung weiter; bevor das Gelände wieder steiler wird, leitet uns ein Wegweiser nach rechts (Beschilderung "Schafkarsee"). Auf schmaler Steigspur queren wir die teils felsige, teils grasige Hangflanke nach W und gelangen in steiles Wiesengelände. Dort darf man rechter Hand den undeutlichen Abzweig nach Gramais nicht übersehen (Aufschrift und Pfeile auf Felsen); wer geradeaus weitergeht, gelangt zum schönen Schafkarsee (s. Tipp). Also zunächst auf rudimentären Steigspuren hinunter, dann holt die gut markierte Route ein Stück nach rechts (O) aus, bis weniger steiles Gelände erreicht ist. Allmählich wird aus den undeutlichen Spuren ein Steig, der nun wieder nach links in die Mitte des Tals zieht (NW). Dort sind einige bröselige Rinnen zu queren bzw. zu umgehen, was mit einigem Auf und Ab verbunden ist. Da die Talmitte von Bach- und Lawinenrinnen zunehmend zerfurcht ist, weicht der Steig ohne wesentlichen Höhenverlust ein ganzes Stück nach N aus, wo man im Wald wieder auf angenehmeres Gelände trifft und zügig auf schmaler Spur absteigt zum schon lange sichtbaren Forstweg. Die erste Schlaufe kürzt man noch über einen markierten Wiesenweg ab, dann folgt man dem Forstweg bequem bergab bis zu einer Einmündung, wo wir den linken Weg nach unten einschlagen (W). An einem großen Holzplatz halten wir uns rechts und kehren mit leichtem Gegenanstieg zum Ausgangspunkt zurück.
__ Tipp: Es wäre sehr schade, beim Abstieg auf den kurzen Abstecher zum hübschen Schafkarsee zu verzichten. Man merkt sich also den Abzweig nach Gramais, geht zunächst aber geradeaus weiter (W). In leichtem Wiesengelände steigt man hinauf zu einer markanten Talschwelle, hinter der sich der von Felsmauern eingerahmte See verbirgt (ca. 100Hm zusätzlich). Ein schöner Brotzeitplatz!
__ Hinweis: Den Ausgangspunkt Gramais erreicht man aus dem Lechtal über eine 8km lange Bergstraße von Häselgehr aus.

Fazit
Ein markanter Gipfel ist der Hirschhalskopf sicher nicht, eher eine wenig ausgeprägte Kuppe oder Schulter. Wem Ruhe und ein ungestörtes Sonnenbad auf der weitläufigen "Liegewiese" wichtiger sind als ein spektakulärer Gipfel, der kann am Hirschhalskopf durchaus seine Freude haben. Der spezielle landschaftliche Reiz der Lechtaler Alpen entfaltet sich dabei schon im kleinen Dörfchen Gramais, dem malerischen Ausgangsort. Der Aufstiegsweg ist teilweise steil, aber durchwegs unschwierig und dank seiner direkten Linienführung sehr zügig zu bewältigen. Das im Abstieg begangene Schafkar ist offensichtlich häufig Lawinen oder Überflutungen ausgesetzt, sodass sich das schmale Steiglein des Öfteren mit Gegenanstiegen um lästige Bröselrinnen herummogeln muss. Dafür erhöhte Gehzeit einplanen!

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