Hohes Brett

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Berchtesgadener Alpen, Bayern, Salzburg, Deutschland

Höhe:2341mKategorie:Bergtour - leicht
Höhendifferenz: 1250Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Pp. Hinterbrand, Berchtesgaden
Aufstieg: Mitterkaseralm, Jenner, Stahlhaus, Jägerkreuz
Abstieg: Jägerkreuz, Stahlhaus, Mitterkaseralm
Hauptexposition: N, W, S

Beschreibung
Direkt am großen, gebührenpflichtigen Pp. Hinterbrand beginnt der breite Weg Richtung Mitterkaser. Ein paar Meter geht es bergauf, dann mit Höhenverlust hinunter zu einer Gabelung. Wir halten uns links und wandern nahezu ohne Höhenunterschied durch den Wald (S), bis wir unversehens vor einer breiten Wiese bzw. Skipiste stehen. Hier muss man sich entscheiden: wer auf dem Fahrweg zum Mitterkaser aufsteigen will (länger, aber weniger steil), geht geradeaus weiter; wer den Steig nehmen möchte, biegt hier links ab. Wir folgen dem Fußweg und stapfen in vielen kurzen Kehren am linken Rand die Skipiste hinauf (S), die Liftstützen geben die Orientierung vor. Ein steileres Stück wird etwas nach links (SO) ausholend umgangen, dann wird man auf die Lifttrasse zurückgeführt und trifft kurz oberhalb der Bergstation der Krautkaserbahn wieder auf den Fahrweg. Hier hält man sich links (O, später S) und wandert gemütlich in moderater Steigung hinauf zum Kessel der bewirtschafteten Mitterkaseralm. Man lässt die Alm links liegen und folgt dem jetzt asphaltierten Fahrsträßchen zur nächsten Gabelung (SW): wer zuerst zum Jenner möchte (s. Tipp), nimmt die steile Asphaltstraße rechts, wer direkt zum Stahlhaus und zum Hohen Brett möchte, wählt die steile Asphaltstraße links. Ein paar Serpentinen bringen uns zügig hinauf zum Torrener Joch (S) zwischen Jenner und Hohem Brett. Dort wenden wir uns nach links (SO) und wandern bequem in leichtem Auf und Ab oberhalb des Schneibsteinhauses vorbei zum ebenfalls bewirtschafteten Stahlhaus. Gleich links dahinter beginnt der Steig zum Hohen Brett mit ein paar schrofigen Latschengassen; nach dem ersten Aufschwung erreicht man eine begrünte Rampe, die zum behäbigen Gipfelstock des Hohen Bretts hinüberleitet (N). Nachdem man aus dem Pfaffenschartl wieder herausgekraxelt ist, führen unzählige schrofige bzw. schottrige Serpentinen die immer mehr aufsteilende Flanke hinauf bis zu einem Felsriegel. Ihn überwindet man problemlos auf querlaufenden Felsbändern und über kurze Rinnen (stellenweise versichert). Am Jägerkreuz steht man dann unversehens wieder in komplett harmlosem Wiesengelände; ca. eine halbe Stunde stapft man noch den mittelsteilen Hang hinauf bis zur fußballplatzgroßen Gipfelliegewiese mit Kreuz (NO).
__ Hinweis: den Pp. Hinterbrand erreicht man, indem man vom Berchtesgadener Zentrum immer der Beschilderung zum Obersalzberg folgt. Vorbei am NS-Dokumentationszentrum und der Christopherus-Schule erreicht man den Pp. Hinterbrand über die gut ausgebaute und beschilderte Scharitzkehlstraße.
__ Tipp: wer einen Blick auf den Königsee werfen möchte, kann -wie oben beschrieben- die Tour um einen Abstecher zum Jenner erweitern. Dazu geht man an der Kreuzung oberhalb der Mitterkaseralm rechts, steigt über einen steilen Asphaltweg nach N hinauf zum Vogelstein und wieder nach S zum Paraglider-Startplatz und zum Gipfelstock des Jenner. Vorbei am Jennerhaus ist es nicht mehr weit bis zum Gipfelkreuz und der direkt darunter liegenden Aussichtsplattform. Auf dem Rückweg kann man kurz hinter dem Jennerhaus direkt zum Torrener Joch absteigen und ist damit wieder auf der Haupttrasse zum Hohen Brett (ca. 200Hm zusätzlich). Empfehlenswert ist der Abstecher vor allem beim Aufstieg am Morgen, da man dann den berühmten Ausblick vom Jenner-Gipfel ohne das Gewusel der Seilbahn-Touristen genießen kann.

Fazit
Die Berg-Szenerie rund um den Königsee ist immer wieder grandios: neben markanten Berggestalten wie Hoher Göll und Untersberg fasziniert auch der Blick in die Felswüste des Steinernen Meers. Der Tiefblick auf den Königsee ist einem allerdings nur vom optionalen Zusatzgipfel Jenner vergönnt. Rund um Schneibsteinhaus und Stahlhaus hat man -neben der reichhaltigen Flora- auch gute Chancen, Murmeltiere und Steinböcke zu erleben. Bis zum Stahlhaus bewegt man sich durchgehend auf Fahrwegen bzw. auf breiten, einfachen Bergwegen. Der Aufstieg zum Hohen Brett ist für geübte Bergsteiger unschwierig, erfordert auf den gerölligen und schrofigen Wegstücken im Mittelteil und auf den Felsbändern aber Trittsicherheit. Oberhalb des Jägerkreuzes bewegt man sich dann wieder in komplett gutmütigem Wiesengelände.

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