Holzgauer Wetterspitze

super Tour --> Fotos

Lechtaler Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2896mKategorie:Bergtour - schwer
Höhendifferenz: 1850Hm Wintertauglich: bedingt
Ausgangsort: Bach/Stockach im Lechtal
Aufstieg: Sulzl-Alm, Frederik-Simms-Hütte, Fallenbacher Joch
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: N, W

Beschreibung
Vom Pp. im Bacher Ortsteil Stockach geht es über die Brücke und danach gleich nach links (SW, beschildert). Auf dem asphaltierten Fahrweg zu den letzten Häusern, wo der Fahrweg -nun als breiter Schotterweg- rechts hinaufzieht in den Wald. In einigen Schleifen (S) gewinnt man rasch Höhe; dann wird das Gelände schluchtartig und man passiert eine Reihe recht finsterer Tunnels. Nach diesem Abschnitt wandert man wieder gemütlich auf dem Forstweg dahin bis zur bewirtschafteten Sulzle-Alm. Weiter in S-Richtung mit ein paar Metern Höhenverlust über den Bach und -immer einem steinigen Karrenweg folgend- taleinwärts. Der Karrenweg endet am Materiallift der Frederik-Simms-Hütte; kurz zuvor wird man rechter Hand auf einen beschilderten Wiesensteig umgeleitet (S). Durch schönes Wiesengelände -zuletzt in vielen gut gangbaren Serpentinen- hinauf zur Hütte, die man schon lange links voraus auf ihrer Hangterrasse thronen sieht (SO).
Rechts von der Hütte geht es weiter, ein schmales Steiglein führt zunächst mit moderatem Höhengewinn und durch ein paar ausgewaschene Rinnen die Hangflanke entlang nach S bis ein grosses Geröllkar erreicht ist. Dort schwenkt der Steig nach SO und führt in unzähligen, steilen, schotterigen Serpentinen hinauf zu einem Geröllkessel mit Wegweiser. Der Weg zur Wetterspitze ist zwar nicht beschildert; die Steigspuren und Markierungen, die halblinks (O) durch den steilen Geröllhang zum Fallenbacher Joch führen, sind aber kaum zu übersehen (rechts ginge es Richtung Ansbacher Hütte, s. Tipp). Also muß man noch etliche steile, geröllige Kehren abarbeiten, bis man oben am flachen Fallenbacher Joch ankommt und einen ersten Gipfelblick erhascht. Am Joch nach links (N) und -teilweise etwas exponiert- auf schmaler Spur um einen Felsgupf herum zum Beginn des Gipfelaufbaus. Zunächst in leichter Kraxelei (I) eine gut gestufte Rinne hinauf bis zum berühmten Felsenfenster; dort wendet man sich nach halbrechts (NO) und klettert etwas steiler und ausgesetzter (I+) hinauf zu einem Felsabsatz. Nun geht es flach einige Meter nach rechts zur (ehemaligen) Schlüsselstelle; die glatte, recht ausgesetzte Felsplatte ist aber mittlerweile gut versichert worden. Mit wenigen Schritten ist man um das Eck herum, wo sich das Gelände ein wenig zurücklehnt; über einfacheres Schrofengelände steigt man am Grat entlang hinüber zum Gipfelkreuz (tw. exponiert)
__ Tipp: wer früh dran ist (z.B. wegen Übernachtung auf der Simms-Hütte), kann noch die benachbarte Feuerspitze mitnehmen. Der Abzweig liegt im o.g. Geröllkessel mit dem Schilderbaum und ist zunächst mit der Route zur Ansbacher Hütte identisch (s. entsprechende Tourenbeschreibung)

Fazit
Ein Aussichtsberg der Sonderklasse, der dank seiner freistehenden Lage unverstellte Blicke in alle Richtungen erlaubt. Der Aufstieg ist landschaftlich und botanisch äusserst reizvoll, nur leider auch recht länglich - allein bis zur Frederik-Simms-Hütte sind 1000Hm und eine beträchtliche Distanz zurückzulegen. Der Aufstieg zum Fallenbacher Joch mit seinen unzähligen bröseligen Serpentinen erfordert dann auch noch ein gewisses Durchhaltevermögen, bevor der Gipfelaufbau zwar keine gehobenen Kletterfertigkeiten verlangt (I+), aber die völlige Immunität gegen sehr tiefe Tiefblicke. Teilweise Absturzgelände!

Zurück