Igelskopf

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Mieminger Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2224mKategorie:Wanderung - schwer
Höhendifferenz: 1150Hm Wintertauglich: bedingt
Ausgangsort: Ehrwald, Pp. Almbahn
Aufstieg: Ehrwalder Alm, Igelsee, Igelskar, Igelskarscharte
Abstieg: Igelskarscharte, Brendelkar, Ganghofer-Steig, Ehrwalder Alm
Hauptexposition: W, N

Beschreibung
*) vor dem Igelsee kommen ca. 100m Höhenverlust dazu; wer will, kann sich mit Hilfe der Ehrwalder Almbahn knapp 400Hm sparen
__ Aufstieg: Vom Pp. der Ehrwalder Almbahn gibt es zwei Wege zur Ehrwalder Alm: a) auf dem Fahrweg: dazu geht man am obersten Pp. durch das Gatter und geradeaus weiter, b) wer es etwas ruhiger möchte und dafür etwas ausgewaschene Wegstellen in Kauf nimmt, sollte den sog. Wiesensteig benutzen, der südlich vom Fahrweg verläuft. Dazu am Liftgebäude unter der Lifttrasse hindurch zu einer beschilderten Verzweigung, dort links.
Von der Ehrwalder Alm wandert man zunächst hinüber zum nahen Gasthaus "Alpenglühen" und folgt dann weiter dem breiten Fahrweg flach Richtung "Seebensee, Coburger Hütte"(SO). In zwei langen Querungen zieht die Stra?e nun einen Höhenrücken hinauf; das am Scheitelpunkt linker Hand abzweigende Steiglein zur "Pestkapelle" ignoriert man. Weiter auf dem Hauptweg und in wenigen Minuten mit etwas Höhenverlust zur nächsten Verzweigung (SW); dort hält man sich links Richtung "Igelsee", den man schon bald erreicht (SO).
Auf dem Hauptweg noch ein Stück links um den See herum; dort, wo sich der Hauptweg vom See abwendet, beginnt ein unbeschilderter Karrenweg, den man in S-Richtung weitergeht. Dort, wo sich nach ca. 200m der Karrenweg an einer grossen Wiese auflöst, gibt es linker Hand einen Durchschlupf im Zaun; gleich dahinter hält man sich rechts (grosser Steinhaufen). Zunächst auf etwas undeutlichen Steigspuren nach S, man passiert das Brennholz-Depot der Breitenkopfhütte. Allmählich wird das Weglein deutlicher und zieht in vielen schmalen, aber sehr angenehm zu gehenden Serpentinen die begrünte Flanke unterhalb des Igelskars hinauf (nach wenigen Minuten beginnen auch die Markierungen). Nach einer Geländekante wird der Weg noch bequemer und zieht relativ flach in die Mitte des Kars hinein. An einer unbeschilderten Verzweigung (links ginge es zur Breitenkopf-Hütte) halten wir uns scharf rechts (NW); Igelscharte und Gipfel sind ohnehin bereits einsehbar. Auf schmalem Wiesensteig und Geröll hinauf in die begrünte Scharte. Dort hält man sich ebenfalls scharf rechts und quert direkt unterhalb der Felsen hinüber in eine steile Schuttreisse, die man nun etwas unangenehm und bröselig irgendwie hinauf muss (sobald es geht, empfiehlt es sich, in die Grasflanke zur rechten auszuweichen). Sobald die grüne Geländeschulter erreicht ist, findet man auch wieder ein Steiglein, das etwas ausgesetzt, aber gut beghbar zum Gipfel führt (Vorsicht bei Nässe)
__ Abstieg: zurück zur Scharte; hinunter ins Brendelkar kommt man auf zwei Arten: a) man folgt dem markierten Steig weit nach SW bis in den hintersten Karboden und steigt dort mit einigem Gegenanstieg hinauf zum "Ganghofer-Steig", der von den Tajaköpfen herunterkommt. b) schneller und lustiger ist die Geröllabfahrt direkt aus der Scharte hinunter ins Kar (W). Dort hält man sich halb rechts und gelangt tw. weglos, tw. auf Steigspuren mit minimalem Gegenanstieg zum Brendelsee, wo man mit dem "Ganghofer-Steig" zusammentrifft. Dort nach rechts und in sehr bequemen Serpentinen durch Wiesen und Latschengassen nach N hinunter bis zur Einmündung in einen Forstweg, dort rechts (Richtung "Ehrwalder Alm"). Nach wenigen Minuten an einer weiteren Abzweigung nochmals rechts und gleich darauf erreicht man wieder die vom Aufstieg bekannte Abzweigung zum Igelsee. Weiterer Abstieg wie Aufstieg.
__ Hinweis: der Igelsee ist kein tiefer Bergsee, sondern nur eine flache Senke, die auch mal komplett verlanden kann. Nach einem langen, heissen Sommer kann man dort statt einer Wasser- evtl. auch eine Grünfläche mit Kühen und Schafen vorfinden!
__ Tipp: in der Ehrwalder Alm sollte nur einkehren, wer oktoberfest-artige Stimmungsmache mag!

Fazit
Landschaftlich äusserst lohnende Tour, die aufgrund der spannenden Wegführung und der verschiedenen An- und Abstiegswege nie langweilig wird. Auf der gesamten Wegstrecke bieten sich herrliche Ausblicke ins Gaistal (Leutasch) und auf die Zugspitze, vom Gipfel aus natürlich erst recht. Bis auf den Gipfelanstieg befindet man sich durchwegs auf kleinen, aber sehr gut zu gehenden Bergwegen, im unteren Bereich auch auf Forststra?en. Für den Gipfelanstieg braucht man perfekte Trittsicherheit für steile, bröselige Geröllrinnen und schmale Steigspuren im Steilgelände. Der Einstieg ins Igelskar erfordert etwas "Pfadfindergeist", danach gibt es aber kaum mehr Gelegenheit zum Versteigen. Recht wenig begangen, daher viele Gemsen und Murmeles.

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