Jöchelspitze

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Allgäuer Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2226mKategorie:Wanderung - mittel
Höhendifferenz: 1200Hm Wintertauglich: bedingt
Ausgangsort: Elbigenalp
Aufstieg: Bernhardseck, "Panorama-Steig", Rothornjoch
Abstieg: "Alpenrosen-Steig", Bernhardseck
Hauptexposition: O

Beschreibung
Mitten in Elbigenalp beginnt die Fahrstraße zur Gibler-Alm und zur Bernhardseck-Hütte. Auf dieser könnte man theoretisch bis zum Bernhardseck wandern, was aber nicht sonderlich spannend ist. Es empfiehlt sich also, gleich nach wenigen Metern rechts auf den bequemen Fußweg mit den Holzskulpturen abzubiegen (NW). Kurz unterhalb der Gibler-Alm trifft man wieder auf den Fahrweg, den man aber nur überschreitet; wenige Meter nach links versetzt beginnt die Fahrstraße zum Bernhardseck. Ein paar Minuten muss man jetzt auf dem Fahrweg zurücklegen (W), bevor -wiederum rechts- das gut beschilderte Fußweglein abzweigt. Zügig geht es auf schmalem Steig erst durch Wald, dann durch botanisch reichhaltige Wiesen hinauf (W), bis man wieder auf den Fahrweg trifft; dort rechts. Auch diesmal muss man nicht lange auf dem eher faden Forstweg bleiben; die nächste gut markierte Abzweigung des Fußweg kommt schon bald. Durch schönes Wiesengelände geht es nun bergauf (NW), bis man wieder auf den Fahrweg trifft. Jetzt trennt uns nur noch eine lange, manchmal recht steile Gerade vom Bernhardseck-Gasthaus (SW); auch dieses geröllige Stück lässt sich des Öfteren links und rechts durch bestens markierte Fußwege umgehen.
__ Aufstieg: ein paar Meter hinter der Hütte gabeln sich die Wege: während der "Alpenrosen-Steig" (unser Rückweg) links abzweigt, gehen wir geradeaus weiter, überwandern einen grünen Buckel nach dem anderen (W) und halten auf den markanten Felsgupf der Rothornspitze zu. Nachdem wir den Abzweig zum Gumpensattel ignoriert haben, geht es kurzzeitig recht steil hinauf zu einem kleinen grünen Plateau. Leider darf man auf der anderen Seite einige der schönen Höhenmeter gleich wieder hergeben: leicht absteigend quert man die Flanke der Rothornspitze (SW) bis zum Sattel des Rothornjochs. Dort wendet man sich nach links (S), übersteigt einen Grasgupf und erreicht durch eine weitere Einsattelung das Gipfelziel.
__ Abstieg: wir verlassen den Gipfel nach O (Beschilderung Seilbahn-Bergstation, Alpenrosen-Steig) und steigen zunächst recht steil vom Gipfelaufbau hinunter. Das Gelände wird flacher und recht aussichtsreich wandern wir weiter bis zu einer großen Tafel, auf der Alpenblumen erklärt werden. Hier zweigt linker Hand auch der sog. Alpenrosen-Steig ab, der uns wieder zum Bernhardseck zurückführen wird: zunächst geht es auf schmalem Steig steil hinunter in die Bachsenke (NW) und drüben eben bzw. leicht ansteigend durch blumenübersäte Wiesen (NO, O) zur Abzweigung nach "Eck" (s. Tipp). Geradeaus weiter und der schöne Steig führt uns in wenigen Minuten zurück zum Gasthaus Bernhardseck. Weiterer Abstieg wie Aufstieg.
__ Tipp: wem die Tour in dieser Form zu lang ist, kann natürlich die Seilbahn aus dem Nachbarort Bach benutzen, die den Anstieg zur Jöchelspitze auf handliche 500Hm begrenzt. Absteigen kann man dann z.B. auf dem o.g. Alpenrosen-Steig; nur sollte man dann nicht ganz bis zum Bernhardseck gehen, sondern kurz zuvor der Beschilderung zum "Eck" und zur Hofalm folgen und so nach Bach zurückkehren.
__ Hinweis: die Bergstation der Jöchelspitz-Seilbahn ist manchmal auch als "Sonn-Alm" ausgeschildert

Fazit
Eigentlich ist die Jöchelspitze - trotz prima Aussicht- kein sensationeller Berg: eher ein gutmütiger Grasbuckel, der dank Seilbahnnähe auch keine große Einsamkeit verspricht. Allerdings trifft man meist nur im Gipfelbereich auf das Seilbahn-Publikum, die langen Wege vom und zum Bernhardseck nehmen die wenigsten. Dabei sind gerade die ausgesprochen reizvoll: der Aufstiegsweg unter Panorama-Aspekten, der Abstiegsweg in botanischer Hinsicht. Auf der gesamten Tour befindet man sich in einfachem, nicht exponiertem Gelände; allerdings sollte man etwas Kondition und Zeit mitbringen, denn die beachtliche Wegstrecke mit den vielen Flachetappen und kleinen Gegenanstiege zieht die Tour erheblich in die Länge.

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