JochkreuzSchneeschuhtour Jochkreuz, Stubaier Alpen, Tirol

Jochkreuz

super Tour --> Fotos

Stubaier Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2046mKategorie:Schneeschuhtour - leicht
Höhendifferenz: 1000Hm Wintertauglich: ja
Ausgangsort: Telfes im Stubaital
Aufstieg: Burganna-Mähder, Jungschar-Kreuz
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: SO, O

Beschreibung
Vom Parkplatz folgen wir zunächst der auch als Rodelbahn genutzten Forststraße (SW), biegen aber schon nach wenigen Metern an einer beschilderten Kreuzung rechts ab. Der breite Weg führt in einer knappen halben Stunde zu einer Bank mit Flurnamen "Hohes Moos" (NO) und kurz darauf zu einer Weggabelung. Den Schildern folgend, halten wir uns hier links. In angenehmer Steigung quert der Weg nun die Hangflanke (N), bis wir -wieder bei einer Bank- auf eine weitere beschilderte Verzweigung treffen. Auch hier biegen wir links ab und gelangen so auf einem stellenweise etwas steileren Hohlweg in den Wald (N). Nach einem scharfen Knick nach links erreicht man durch eine Zaunöffnung die ersten freien Wiesen der sog. Burganna-Mähder (W). Man überquert sie in etwa mittig, den kurzen etwas steileren Riegel unterhalb des Jagdsitzes kann man nach Belieben links oder rechts ausholend hinaufstapfen. Auch die dahinterliegende, weitläufige Wiese wird ungefähr mittig durchquert, als Anhaltspunkt dient eine Bank mit Marterl am Waldrand. Dort biegt man zunächst links ab und folgt für ein paar Meter dem Waldrand, darf dann aber die breite Rampe nicht übersehen, die rechter Hand zur nächsten Freifläche hinaufleitet (Wegmarker 12 am Baum).
Diese wird schräg nach links oben gequert. Dort, wo ein Holzzaun die Wiese begrenzt, muss man scharf links abbiegen, um im Wald den schmalen Durchschlupf zu "treffen" (weißblaue Farbmarkierung am Baum), der nach wenigen Minuten in einen querlaufenden Forstweg einmündet. Ihm folgt man nach rechts bis zu einer beschilderten Kreuzung.
Im Prinzip ist die weitere Orientierung einfach: immer in W-Richtung dem markanten Rücken folgen. An o.g. Kreuzung ist der direkte Aufschwung auf den Rücken aber zu steil und zu unübersichtlich, also folgen wir für wenige Meter dem Forstweg mit der Beschilderung "Jochkreuz über Telfer Berg, Pfarrachalm", bis das Gelände abflacht und man rechter Hand bequem zur Kammhöhe aufsteigen kann. Ab hier gibt es keine Orientierungsprobleme mehr: in wechselnder Steilheit steigt man über Wiesen und lichten Baumbestand Kuppe um Kuppe bergan und erreicht schließlich eine freie Wiese mit Marterl, das sog. Jungschar-Kreuz. Den folgenden Steilhang erklimmt man -angenehmer als erwartet- auf der linken Seite entlang des Sommerwegs (Farbmarkierung am Baum). Dann lehnt sich das Gelände wieder zurück, über einige Wellen und Mulden arbeitet man sich an eine latschenbestandene Kuppe mit Lawinenverbauungen heran (SW). Sie ersteigt man schräg nach links oben und hat von dort erstmals das Gipfelziel vor Augen. Eine kleine Senke muss noch durchschritten und ein kurzer, aber steiler Hang erklommen werden, dann ist der aussichtsreiche Gipfel mit Kreuz und Sitzbank zum Greifen nah.
__ Hinweis: Der Ausgangspunkt liegt oberhalb von Telfes im Stubaital im Ortsteil Kapfers. Das Auto kann man am kostenlosen Parkplatz der Pfarrachalm abstellen (ausgeschildert).

Fazit
Was für eine hübsche, abwechslungsreiche Tour in idealem Schneeschuh-Gelände! Schon während des Aufstiegs entlang des ausgeprägten Ostrückens schweift der Blick über drei Täler (Inntal, Wipptal, Stubaital), besonders die gegenüberliegende Bergkette von der Serles bis zum Habicht setzt sich in Szene. Am Gipfel reicht der Blick dann über Karwendel, Rofan und Tuxer Alpen weit nach Osten und bis zu den Stubaier Gletscherbergen im Süden. Auch die wilden Ost-Abstürze der Marchreisenspitze kann man sich aus sicherer Entfernung anschauen. Das Gelände ist von unten bis oben unschwierig, weder übermäßig steile noch ausgesetzte Passagen müssen befürchtet werden. Obwohl die Orientierung im Prinzip sehr einfach ist (immer dem Ost-Rücken folgen), ist es im Mittelteil bei fehlender Spur nicht immer einfach, den richtigen Durchschlupf im Wald zu finden. Hier ist etwas Gespür für's Gelände von Vorteil.

Zurück