Kesselspitze

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Stubaier Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2733mKategorie:Bergtour - leicht
Höhendifferenz: 1200Hm Wintertauglich: ja
Ausgangsort: Matrei, Straße nach Maria Waldrast
Aufstieg: Ochsenalm, Kalbenjoch
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: NO, O

Beschreibung
Wir parken unterhalb des Klosters Maria Waldrast neben der Straße und wandern die paar Meter nach links (S) zur bewirtschafteten Ochsenalm. Rechts an ihr vorbei geht es nun in SW-Richtung durch Almwiesen und eine kurze, etwas steilere Geländestufe hinauf. Danach lehnt sich das Gelände wieder zurück; nach Durchqueren einer Mulde (Matreier Grube) ist es dann auch nicht mehr weit bis zum sanften Sattel des Kalbenjochs. Gemäß der Beschilderung halten wir uns halbrechts und durchqueren zunächst ohne Höhengewinn ein Geröllfeld und einen begrünten Kessel (W, SW). Die nun folgende, recht steile Schrofenflanke ist dank des sehr gut angelegten Serpentinensteigs schnell und unproblematisch zu bewältigen (SW). An einer grünen Kuppe schwenkt der Weg nach W, führt kurz an einer Art Schlucht entlang und erreicht über ein weiteres Wiesenstück und einen Felsgupf die lange Gipfelflanke. Immer noch in W-Richtung auf gutem Steig hinauf zum Grat, dem man nach links (SW) folgt bis unter den Gipfelaufbau. Dieser wird -je nach Verhältnissen- auf undeutlichen Steigspuren im Geröll oder über Schneefelder erstiegen (mehrere Varianten möglich).
__ Hinweis: die Straße von Matrei nach Maria Waldrast ist mautpflichtig (5,-€, Stand 2014); auf Höhe der Ochsenalm gibt es mehrere Parkbuchten
__ Tipp: wer Kraft und Zeit übrig hat, kann noch die Überschreitung der Peilspitze anhängen (ca. 150 Hm zusätzlich): vom Kalbenjoch aus ist der Gipfelanstieg schon gut einzusehen; einige seilversicherte Passagen im oberen Bereich (SO). Auf der anderen Seite (O) auf gutem Steig durch die Lawinenverbauungen hinunter, in der Einsattelung vor der Blaserhütte nach links (N) und auf steilem, etwas gerölligem Steiglein durch's "Lange Tal" zurück zur Ochsenalm (s. Tourenbeschreibung Peilspitze).

Fazit
Die Nachbarin der bekannten Serles steht völlig zu Unrecht etwas im Schatten: in puncto Höhe und Aussicht mit der Serles vergleichbar, bietet die Kesselspitze fast den abwechslungsreicheren Anstieg und definitiv mehr Bergeinsamkeit. Wie alle Gipfel dieses Bergzugs besticht die Kesselspitze durch nahezu unbegrenzte Aussicht über die Stubaier und Zillertaler Alpen und von der Zugspitze und dem Karwendel bis zu den Dolomiten. Bei guten äußeren Verhältnissen ist die Tour für halbwegs trittsichere Bergsteiger problemlos; Vorsicht ist geboten bei Schneefeldern im Bereich des Gipfelgrats.

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