Kilimanjaro

--> Fotos

Arusha N.P., , Tansania

Höhe:5895mKategorie:Hochtour - mittel
Höhendifferenz: 4500Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Rongai an der kenianischen Grenze; Abstieg via "Marangu"
Aufstieg: "Rongai-Route", Kibo-Hütte
Abstieg: Kibo-Hütte; "Marangu-Route"
Hauptexposition:

Beschreibung
__ Aufstieg: nach abenteuerlicher Zufahrt auf schlechten Stra?en zunächst mit wenig Steigung durch Mais- und Bananenfelder; dann auf einer Art "Wald-Lehrpfad" in üppiger Vegetation immer noch recht bequem zum ersten Zeltlager auf 2800m.
Am nächsten Tag durch eine Art blühende Heidelandschaft und an etlichen Höhlen vorbei zum nächsten Zeltlager auf 3800m. Die Vegetation wird immer spärlicher, die Landschaft zunehmend "mond-artig". Die 3. Etappe führt auf immer noch gutem, nicht allzu steilem Weg hinauf zur Kibo-Hütte (4700m). Dort oben gibt es zwar kein Wasser mehr, aber unglaublicherweise CocaCola!!
Mitten in der Nacht der Aufbruch zum Gipfel: die 900Hm bis zum Gillman`s Point bestehen aus einem einzigen, nahezu unstrukturierten Steilhang, der in zahllosen Serpentinen zu überwinden ist. Der tiefe, sandige Boden hilft dabei nicht wirklich! Hat man den Steilhang bewältigt und den lange sichtbaren Rand erreicht, befindet man sich praktischerweise schon wenige Meter unterhalb des "Gillman's Point", der bereits als "Kili-Gipfel" gilt(5681m).
Der weitere Weg zum Uhuru Peak ist weniger anstrengend, aber doch unerwartet lang; (ca. 1,5 Std. sollte man für die einfache Strecke einplanen). Zuerst auf ungefähr gleichbleibender Höhe ein gutes Stück um den Krater herum (am "Stella Point" stossen die S-Routen dazu) und über den breiten Rücken in einigen Wellen zum höchsten Punkt Afrikas ("Uhuru Peak").
__ Abstieg: Rückweg zur Kibo-Hütte wie Aufstieg; im Abstieg ist der tiefe, lose Sand recht praktisch und grösstenteils "abfahrtauglich". Weiter nun auf guten Wegen in südöstlicher Richtung: zuerst durch Mondlandschaft, dann gibt's endlich wieder Pflanzen: blühende Heidelandschaft und schließlich wunderschöne Senecien-Wälder an den Horombo-Hütten (3700m, Zeltlager)
Auf einem aussichtsreichen Höhenweg zunächst ohne grossen Höhenverlust um einen niedlichen kleinen Krater herum (Senecien, Proteen und andere botanische Highlights); danach geht's endlich abwärts. Die Vegetation wird immer reichhaltiger und auf Höhe des Mandara-Camps (2700m) ist die Regenwald-Grenze erreicht. Auf den verbliebenen 1,5 - 2 Std. Gehzeit zum Marangu Gate fühlt man sich wie im botanischen Garten

Fazit
Technisch sehr einfache Besteigung des höchsten Berges Afrikas; für den Gipfeltag (1300Hm Aufstieg, 2100Hm Abstieg) ist reichlich Kondition und gute Akklimatisation unerlässlich. Bergsteigerisch für jeden zu bewältigen, die Problematik liegt in der grossen Höhe und der damit verbundenen gesundheitlichen Auswirkungen. Leider trifft man auch viele sehr schlecht vorbereitete "Bergsteiger" an.... Erfreulich wenig überlaufen (Stand 2007), Zeltübernachtung ist den überfüllten Hütten iDR vorzuziehen. Bis zu einer Höhe von ca. 4000m auch landschaftlich ansprechend (verschiedene Vegetationszonen), danach "Mondlandschaft"; ab ca. 5400m Schnee (Stand Jan. 2007). Die beschriebene Aufstiegs-Route bitte nur nach entsprechender vorheriger Akklimatisation wählen - idealerweise am Mount Meru!

Zurück