Lämpersberg

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Kitzbüheler Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2202mKategorie:Bergtour - leicht
Höhendifferenz: 1100Hm Wintertauglich: bedingt
Ausgangsort: Wildschönau, Zufahrt Schönangeralm
Aufstieg: Baumgartenalm, Schwarze Lacke, No-Grat (#7)
Abstieg: Seefeldalm, Farnkaseralm (#48)
Hauptexposition: O

Beschreibung
__ Aufstieg: In gemütlicher Steigung folgt man dem Fahrweg in NW-Richtung (Weg #7). Kurz nachdem der Weg nach S abgeknickt ist, gelangt man an eine beschilderte Kreuzung, wo wir uns nach rechts (NW) orientieren. Kurz danach verlassen wir an einem Wegweiser den Fahrweg nach links und steigen auf schmalem Pfad mittelsteil über eine Almwiese hinauf (S). Bald mündet der Steig wieder in einen breiten Almweg, dem man aber aber nur ein kurzes Stück folgt; hinter einem Gatter setzt sich der Wanderweg rechts oberhalb fort und leitet hinauf zur schön gelegenen Baumgartenalm. Oberhalb der Almgebäude geht es auf schmalem Steig in SW-Richtung weiter, dann umrundet man ein kleines Tälchen in südlicher Richtung. Am heftigen, unterirdischen Rauschen (und am Schild!) erkennt man die "Goldmühle", einen unsichtbaren Wasserfall. Weiter in S-Richtung unterwegs passiert man die "Schwarzen Lacke", einen hübschen See, und steigt hinauf zum Ausläufer des Lämpersberg-NO-Grats, der bis zum Gipfel jetzt den Routenverlauf vorgeben wird. Der Steig schwenkt also nach SW und man überwandert eine Reihe kleinerer Gratbuckel. Nach einem etwas steileren und schmaleren Aufschwung lehnt sich das Gelände wieder zurück und man wandert flach auf dem nun breiten Rücken hinüber zu einem recht schroff aussehenden Gratzacken. Hier wird es kurz steil und stellenweise leicht ausgesetzt, insgesamt lässt sich der Zacken aber wesentlich einfacher erklimmen als es zunächst wirkte. Oben angekommen ist das Gipfelkreuz schon erfreulich nah, man muss lediglich noch ein kurzes flaches Gratstück überwandern und den letzten ebenfalls kurzen Aufschwung bewältigen, wobei dieser auf den letzten Metern recht steil und ein wenig ausgesetzt ist.
__ Abstieg: Vom Kreuz wandert man entlang des Gipfelgrats nach O und biegt am dortigen Wegweiser nach links in den Weg #48 ab (S). Über mittelsteile Wiesen und ein paar Schrofen steigt man hinunter in die Einsattelung zwischen Lämpersberg und kleinem Beil. Schon bevor man den tiefsten Punkt erreicht hat, zweigt linker Hand ein beschildertes Steiglein Richtung Seefeldalm/Farnkaseralm ab. Es führt -manchmal nur gut fußbreit- im Zickzack durch die steilen Hänge nach unten (SO), durchquert eine blockwerk-gefüllte Mulde und führt -etwas nach S ausholend- hinunter zu einem quer laufenden Fahrweg. Auf ihm hält man sich rechts und wandert mit kurzem Gegenanstieg in wenigen Minuten zur Seefeldalm. Direkt vor der Alm trifft man linker Hand wieder auf einen markierten Fußweg. Er führt schwach ausgeprägt, aber gut markiert durch Almgelände in vielen Kehren hinunter zur Farnkaser-Alm (Bewirtschaftung am Wochenende, ansonsten Getränke zur Selbstbedienung im Wassertrog). Hier kann man wählen und entweder a) über den Fahrweg nach N zur bekannten Kreuzung mit dem Aufstiegsweg zurückkehren (weiter) oder b) auf dem beschilderten Fußweg in NO-Richtung zunächst steil, dann flacher durch zertretene Kuhweiden zum Ausgangspunkt zurückkehren (mühsamer).
__ Hinweis: Um zum Ausgangspunkt zu gelangen, biegt man in Wörgl vom Inntal in die Wildschönau ab und fährt über Niederau und Oberau nach Auffach. Von dort gerade aus nach S weiter ins Innertal, Richtung Schönangeralm. Ca. 500m vor Erreichen der Alm, die übrigens ganzjährig bewirtschaftet ist, zweigt linker Hand ein beschilderter Forstweg ab; ein paar Parkbuchten befinden sich gleich dahinter auf der rechten Seite.

Fazit
Den meisten Besuch bekommen die Berge rund um die Wildschönau im Winter, da ist auch der Lämpersberg ein beliebtes, aber nicht ganz lawinensicheres Ziel. Im Sommer kann man ihn auf einer kurzweiligen Rundtour ersteigen und dürfte dabei kaum auf Menschenmassen treffen. Der Blick vom Gipfelbankerl reicht zwar kaum über die Wildschönau und das angrenzende Alpbachtal hinaus, ist aber recht idyllisch - auch wenn man sich bisweilen fragt, wieviele Forstwege eine Gegend eigentlich braucht. Der Anstieg über die Schwarze Lacke und den NO-Grat sind landschaftlich recht reizvoll und unschwierig, nur auf den letzten Metern sind einige leicht ausgesetzte Stellen zu passieren. Der Abstieg ist ebenfalls einfach, das manchmal nur fußbreite Steiglein erfordert lediglich eine gewisse Trittsicherheit. Sowohl Auf- als auch Abstiegsweg führen im unteren Teil durch Almgelände, sodass man am Ende der Weidesaison mit arg malträtiertem und entsprechend sumpfigem Untergrund rechnen muss.

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