Maldongrat

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Lechtaler Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2544mKategorie:Bergtour - mittel
Höhendifferenz: 1350Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Namlos
Aufstieg: Brennhüttental, Anhalter Hütte, Steinjöchl
Abstieg: Steinjöchl, Anhalter Hütte, Faselfeiltal
Hauptexposition: N, W

Beschreibung
__ Aufstieg: am östlichen Ortsrand in einer Rechtskurve beginnt linker Hand der Forstweg zur Anhalter Hütte. Auf ihm relativ flach nach SO, bis sich an einer Brücke die Routen gabeln. Wir nehmen als Aufstieg die Abzweigung rechts (die Variante geradeaus ist unser Rückweg), überqueren die Brücke und folgen einem schmalen, teilweise etwas erodierten Steiglein am Ufer des Brentersbachs entlang nach S. Immer am rechten Bachufer entlang, wendet sich der Pfad nun nach SW ins Brennhüttental, mit zunehmender Höhe wird der Weg nun auch breiter und besser. Der Weg wechselt die Bachseite und führt hinauf zu einer flachen Wiese, wo man sich nach S wendet. Über ein Geröllfeld steigt man hinauf in die grünen Flanken des Imster Mitterbergs, passiert die Abzweigung zur Namloser Wetterspitze rechts und quert nun auf gutem Weg in SO-Richtung durch die Wiesenhänge des Tschachaun, bis unvermittelt die lange versteckt liegende Anhalter Hütte auftaucht.
Direkt am Hauptgebäude nach rechts (S), mit etwas Höhenverlust durch eine Senke und steil hinauf auf den gegenüberliegenden Grasrücken. Nun wandert man flacher und recht bequem in das felsige Amphitheater unterhalb des Steinjöchls, der Ausstieg erfolgt über kindgerecht versicherte, mit flachen Stufen versehene Serpentinen. Direkt auf der Jochhöhe wendet man sich nach links (O) und steigt auf schmalem Steig mittelsteil durch Wiesen und ein paar Schrofen hinauf zum Felsfuss. Nun muss man ohne wirklichen Höhengewinn einige steile Schrofenflanken queren, wobei das Steiglein manchmal recht schmal und ausgesetzt ist (Kraxelei (I), nicht versichert). Noch vor einer markanten Felsnase zieht die Route nun in einer gerölligen Rinne, in der sich meist lange ein Schneefeld hält, steil nach oben. Je nach Verhältnissen in (I) oder rechts der Rinne (I+) nach oben, bis die Markierungen nach rechts hinausleiten in etwas einfacheres Gelände. Über Schrofen (I) und eine steile, bröselige Rinne hinauf zum Gipfelaufbau und in wenigen Schritten hinüber zum Kreuz.
__ Abstieg: auf dem selben Weg zurück zur Anhalter Hütte. Am Hofende der Hütte (direkt am Fahnenmast) beginnt der Rückweg durch's Faselfeiltal. Zunächst verliert man aber nur wenig Höhe, der Steig verläuft nahezu parallel und etwas oberhalb zum Aufstiegsweg durch die Grashänge des Tschachaun (N, NW). Erst in der Einsattelung zwischen Tschachaun und Imster Mitterberg wendet sich der Steig nach rechts (NO) und führt in vielen Serpentinen durch Weidegelände hinunter zum Talschluss mit dem Wasserfall. Nun auf gutem Steig immer am linken Bachufer entlang nach N; man passiert ein kleines Hüttchen, kurz danach wechselt der Steig durch das breite, geröllige Bachbett auf die rechte Uferseite und führt dort zurück in den Talgrund und zu der bereits bekannten Verzweigung an der Brücke
__ Hinweis: wesentlich leichter und kürzer lässt sich der Maldongrat von der Passhöhe der Hahntennjoch-Stra?e ersteigen; von dort sind es nur 650 Hm. Allerdings erscheint uns dieser Zustieg landschaftlich weitaus weniger reizvoll, zumal man auch den Verkehrslärm des Hahntennjochs nie so recht hinter sich lassen kann.
__ Tipp: wer ein Herz für Blumen hat, wird von den vorderen Lechtaler Alpen begeistert sein. Beim Aufstieg durch's Brennhüttental und weiter zum Steinjöchl wandert man im Frühsommer durch ein einziges Blumenmeer; auch seltenere Sorten sind dabei!

Fazit
Landschaftlich und botanisch kaum zu überbietende Tour; mit den verschiedenen Zustiegen zur sehr gastfreundlich bewirtschafteten Anhalter Hütte lässt sich eine wunderbare, allerdings nicht ganz kurze Rundwanderung daraus machen. Von Namlos bis zum Steinjöchl bewegt man sich durchwegs in einfachem, nicht exponiertem Gelände; der Gipfelbereich des Maldongrats hingegen verlangt absolute Trittsicherheit im steilen Schrofengelände und Geröll, mitunter auch Immunität gegen Tiefblicke. Die lange Querung durch die S-Flanke weist exponierte Kraxelstellen im I. Grad auf, in der steilen Rinne müssen ggf. Altschneefelder umklettert werden, dann (I+). Keinesfalls unterschätzen sollte man die Länge der Tour, denn beide Zustiege zur Anhalter Hütte weisen längere Flachetappen auf (Zeitbedarf ungefähr gleich)

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