MannskopfSchneeschuhtour Mannskopf, Kitzbüheler Alpen, Tirol

Mannskopf
(alias Speikspitze)

super Tour --> Fotos

Kitzbüheler Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2423mKategorie:Schneeschuhtour - mittel
Höhendifferenz: 1150Hm Wintertauglich: ja
Ausgangsort: Gasthof Talblick oberhalb von Stumm im Zillertal
Aufstieg: Koglanger-Almen, Kapaunsjöchl
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: W

Beschreibung
Ein paar Meter vor dem Gasthaus Talblick biegt man rechts in einen Feldweg ein, der im Zickzack die steile Wiese hinaufführt und nach wenigen Minuten in einen breiten Fahrweg einmündet (NO). Der Fahrweg schlängelt sich nun in moderater Steigung zwischen den Almhüttchen hindurch, bei solider Schneelage kann man auch die ein oder andere Kehre abkürzen und direkt zwischen den Gebäuden über die Wiese ansteigen. Nach der ersten Almsiedlung versperrt eine Steilwand den weiteren Direktanstieg, sie wird auf dem Fahrweg in einer weiten Schleife nach S umgangen. Danach gelangt man zum oberen Teil der Almsiedlung Koglanger mit einem Gewimmel an Hütten und Heuschobern. Je nach Verhältnissen kann man auch hier in der deutlichen Waldschneise direkt zwischen den Gebäuden ansteigen (NO) oder sich weiterhin an den bequemen Fahrweg halten (Beschilderung Kapaunsalm), wobei dieser im oberen Teil einen extrem weitläufigen Schlenker nach SO macht. So oder so erreicht man oberhalb der Almsiedlung den Waldrand und stößt hier auf den beschilderten Abzweig des Sommerwegs (Wegweiser "Kapaunsalm"). Die Markierungen an den Bäumen leiten durch lichten Wald hinauf zu den weitläufigen, freien Flächen der Kapaunsalmen (O, Almgebäude nicht sichtbar rechts unten). Sobald man den Wald verlässt, sollte man direkt oberhalb nach dem Kreuz des Kapaunsjöchls Ausschau halten, das erleichtert die Orientierung. Wem der direkte Anstieg über den Steilhang hinauf zum Kreuz unsympathisch ist, der kann etwas weiter nach rechts (S) ausholen und so über weitläufige, mittelsteile Rampen fast nach Belieben zum Kreuz hinaufsteigen (N). Am Kapaunsjöchl halten wir uns rechts (O) und wandern recht flach auf einen markanten Rücken zu. Wir besteigen ihn aber nicht, sondern nehmen links davon das hübsche Tälchen, das parallel zum Rücken und gut gangbar in O-Richtung führt. Kurz vor dem quer verlaufenden Riegel der Speikspitze leitet ein kurzer Steilaufschwung aus dem Tälchen heraus und man erreicht ein flaches Becken (SO), wo auch der markante Rücken wieder einmündet. Relativ flach geht es in eine deutliche Einsattelung rechts von der Speikspitze, wo der Gipfelaufbau bereits zu erkennen ist (O). Um Höhenverluste zu vermeiden, macht man einen kleinen Linksbogen (NO) und gelangt so in die Senke zwischen Speikspitze und Mannskopf. Das Kreuz ist von dort in wenigen Minuten über den gutmütigen Nordgrat schnell erreicht.
__ Hinweis: Den Ausgangspunkt, das Gasthaus Talblick, erreicht man, indem man die Zillertaler Hauptstraße an der Ausfahrt Stumm verlässt und zunächst entlang des Talbodens nach S in den Ortsteil Ahrnbach fährt. Noch im Ort knickt die Distelbergstraße nach links ab (beschildert) und führt nun zügig in engen Serpentinen steil die Hangflanke hinauf, wobei das Gasthaus Talblick an allen Verzweigungen deutlich ausgeschildert ist. Im Hochwinter dürften für das Sträßlein Schneeketten nötig sein. Wer direkt am Gasthaus parkt, sollte vorher fragen und nach der Tour auf jeden Fall einkehren. Je nach Schneelage finden sich auch in den Straßenkehren unterhalb des Gasthauses einzelne Parkmöglichkeiten.
__ Hinweis: Unser Tourenziel rangiert im Netz und manchen Kartenwerken als "Speikspitze". Die meisten Karten weisen allerdings den querlaufenden Riegel nördlich unseres Gipfelziels als Speikspitze aus. Laut Gipfelbuch heißt unser Tourenziel "Mannskopf", dieser Name ist in der Literatur und im Netz allerdings nicht sehr verbreitet.

Fazit
Tatsächlich ist der Mannskopf fast ein Geheimtipp im sonst so erschlossenen Zillertal. Trotz des idealen Schneeschuhgeländes, des abwechslungsreichen Aufstiegs und der eher geringen Lawinengefahr wird er offenbar nicht allzu oft bestiegen. Der hochgelegene Ausgangspunkts am Gasthof Talblick reduziert die Tal-Berg-Höhendifferenz auf ein akzeptables Maß und sorgt von Beginn an für feinstes Zillertal-Panorama. Je nach Verhältnissen kann man im unteren Teil zwischen Direktanstieg über Almwiesen oder Fahrweg-Schlaufen wählen. In der oberen Hälfte ist man in höchstens mittelsteilem, weitläufigem Gelände unterwegs, wo viel Platz für die eigene Lieblingsspur ist und man potentiell lawinenträchtigen Steilhängen gut ausweichen kann. Etwas Kondition und Gespür für's Gelände sollte man aber schon mitbringen, gerade im Frühling kann man nicht immer mit vorhandenen Spuren rechnen.

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