Monte Roen

--> Fotos

Nonsberggruppe, Südtirol, Italien

Höhe:2116mKategorie:Wanderung - mittel
Höhendifferenz: 800Hm Wintertauglich: ja
Ausgangsort: Mendelpass
Aufstieg: Enzianhütte, Halbweg-Hütte, Roen-Alm
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: N

Beschreibung
Von den Parkplätzen im Dorfkern von Mendel geht man ein paar Meter entlang der Straße zurück und biegt dann halbrechts in ein beschildertes Asphaltsträßchen ein. Ohne nennenswerte Steigung gelangt man bei einem Ferienhaus zu einer Linkskurve (S) und kann hier entscheiden, ob man weiterhin auf dem Fahrweg bleibt oder den beschilderten Abkürzer geradeaus nimmt. So oder so gelangt man nach wenigen Minuten zu einer Ansammlung von Almhütten und Ferienhäusern. An der Gabelung direkt hinter der Enzianhütte (Sommerbewirtschaftung) hält man sich halblinks (SO), geht an einer großen Almwiese vorbei und wandern des Längeren durch ein Waldstück mit einigen etwas steileren Aufschwüngen (S). Schließlich quert man eine Skipiste und erreicht kurz danach die auf einer weitläufigen Lichtung liegende, bewirtschaftete Halbweg-Hütte (SW). Etwas steiler führt der breite Weg hinauf zu einer großen Freifläche mit Viehtränke, wo der Weg nach rechts (W) abknickt und über eine Art Rampe in den lichten Lärchenwald hinaufleitet. Über eine Geländekuppe gelangt man in leichtem Gefälle zu den schönen Wiesen der Roen-Alm und zur bewirtschafteten Hütte (S). Dahinter zieht der immer noch breite, nun aber etwas schottrige Weg halbrechts (SW) steil hinauf und erreicht in einer weitläufigen Linkskurve die flache Westabdachung des Mendelkamms. Der breite Weg wird nun zum Steig und erreicht -durch rot-weiße Pflöcke gut gekennzeichnet- durch mittelsteile Wiesen die Abbruchkante. Ihr folgt man durch Latschengassen nach rechts und gelangt so zum höchsten Punkt, der allerdings nur mit einem rot-weißen Pfosten markiert ist. Das Gipfelkreuz steht noch einen Höcker weiter auf einem weitläufigen Wiesen-Plateau.
__ Tipp: In der Saison kann man auch ab Kaltern mit der Standseilbahn zum Mendelpass hinauffahren. Das eröffnet mehrere Varianten des Abstiegs, da man nicht zum Mendelpass zurückkehren muss.
__ Hinweis: Aufgrund der Streckenlänge muss mit deutlich erhöhter Gehzeit gerechnet werden!

Fazit
Es dauert etwas, bis sich der Reiz dieser Tour erschließt, erfolgt der Aufstieg doch durchwegs auf breiten Wander- oder Fahrwegen, die zwar keinerlei Probleme, aber auch nicht viel Aussicht bieten. Auch wenn die Höhendifferenz recht moderat ist, erfordert die Streckenlänge ein gewisses Durchhaltevermögen und Immunität gegen langweilige Forstweghatscher. Wer durchhält, wird mit einem WOW-Effekt der besonderen Art überrascht: urplötzlich ist die Abbruchkante des Mendelkamms erreicht und man kann quasi senkrecht 1700m ins Überetsch mit der Südtiroler Weinstraße hinunterschauen! Weiter im O reihen sich die Zacken der Dolomiten auf, im Norden und Westen kann man die 3000er der Ortlerberge und der Presanella-Gruppe bewundern. Mehr Panorama geht nicht!

Zurück