PareispitzeBergtour Pareispitze, Dolomiten/Fanes, Südtirol

Pareispitze
(alias Col Bechei di sopra)

super Tour --> Fotos

Dolomiten/Fanes, Südtirol, Italien

Höhe:2794mKategorie:Bergtour - leicht
Höhendifferenz: 1250Hm Wintertauglich: ja
Ausgangsort: Pederü/Gadertal
Aufstieg: Faneshütte, Limojoch, Limosee
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: N, W, S

Beschreibung
Am linken hinteren Ende des Parkplatzes Pederü (noch vor dem Gasthaus) beginnt der Fahrweg zur Fanes- und Lavarella-Hütte. Zunächst geht es noch flach durch den Talboden (S) und auf einen sperrenden Steilhang zu. Dieser wird in vielen engen, schottrigen Serpentinen überwunden. Nach Erreichen der Kante lehnt sich das Gelände schlagartig zurück und für eine Weile geht es -immer dem Fahrweg folgend- recht sanft dahin. Wenn die Trasse allmählich nach W abknickt, kann man alternativ zum Fahrweg auch rechter Hand auf einen Fußweg ausweichen. Nach einigen Aufschwüngen und einem Schwenk nach S finden Fuß- und Fahrweg wieder zusammen und direkt voraus stellt sich der nächste Steilhang in den Weg. Wieder wird er auf steilen Serpentinen überwunden, dann ist das Innere der Fanes-"Suppenschüssel" erreicht. Kurz nach der hübschen Klein-Fanesalm halten wir uns an einer Gabelung links und kommen schon nach wenigen Minuten zur fast hotelartige Fanes-Hütte. Hinter dem Haus geht es in S-Richtung weiter, über einige recht steile und schottrige Serpentinen erreichen wir das Limojoch und wenige Meter weiter den gleichnamigen See. An seiner Südseite zweigt ein beschilderter Steig nach links ab und leitet in bequemen Kehren die mittelsteile Hangflanke hinauf. Der gut angelegte Steig traversiert nun in moderater Steigung den gesamten Bergkamm, wobei immer ausreichend Abstand zu den Geröllrinnen linker Hand gehalten wird. Eine Senke wird durchschritten, anschließend geht es mittelsteil, aber in gutmütigem Wiesengelände zu einer ausgeprägten Kuppe hinauf, wo eine Artilleriestellung aus dem 1. Weltkrieg rekonstruiert wurde. Hier biegt man gemäß Wegweiser links ab (NO). Etwas bröselige Kehren leiten zu einem kurzen Schrofenband, das sich aber mit etwas Handeinsatz problemlos überwinden lässt. Eine kurze Querung und ein paar Schrofen führen zum eigentlichen Gipfelstock hinüber, den höchsten Punkt erreicht man völlig unschwierig über gut angelegte Serpentinen.
__ Hinweis: Ausgangspunkt ist der Großparkplatz beim Gasthaus Pederü. Man erreicht es über St.Vigil/Enneberg im Gadertal über eine gut ausgebaute, 14km lange Asphaltstraße.
__ Tipp: Bis zur Fanes-Hütte ist ein Bergradl recht nützlich, auch wenn der untere Abschnitt recht steil und schotterig ist. Radl-Profis können sogar bis zum Limojoch weiterstrampeln, wobei der Weg nach der Hütte arg steil und ruppig wird.

Fazit
Wer einmal das Gefühl haben will, mittendrin in den Dolomiten zu sitzen, der ist auf der Pareispitze richtig. Das ganze Fanes-Plateau an sich ist schon eine spannende Angelegenheit: Fast senkrechte Wände schotten es von allen Seiten ab, im Inneren tut sich dann -einer Suppenschüssel gleich- eine liebliche Alm-Landschaft auf. Darüber thront die trotz ihrer stattlichen Höhe komplett gutmütige Pareispitze und bietet einen umfassenden Blick auf das gesamte Fanes/Sennes-Gebiet, die schroffen Gestalten von Cristallo, Tofane und Lavarella und die schneebedeckte Marmolada im Hintergrund. Unverbaute Rundum-Sicht vom Feinsten! Von der Länge der Tour abgesehen, sollte es auch für weniger Geübte keine Schwierigkeiten geben, für den Gipfelhang ist ein Minimum an Trittsicherheit nützlich.

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