Partenkirchener Dreitorspitze

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Wetterstein, , D/A

Höhe:2627mKategorie:Klettersteig - leicht
Höhendifferenz: 1600Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Elmau(D) oder Hubertushof, Reindlau/Leutasch(A)
Aufstieg: Elmau-Schachen-Meilerhütte oder Leutasch-Bergleintal-Meilerhütte
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: O (via Bergleintal); NW, NO (via Schachen)

Beschreibung
__ Hüttenzustieg: zur Meilerhütte führen zwei Wege mit ähnlichem Zeitbedarf.....
(a) über den Schachen: Am schnellsten und einfachsten erreicht man den Schachen ab Elmau über den Königsweg, der auch MB-tauglich ist (weitere Varianten s. Touren-Beschreibung Schachen). Der Bergweg hinauf zur Meilerhütte ist bestens gewartet, gut zu gehen und bietet super Tiefblicke ins Reintal. Von der Hütte ein paar Meter nach S hinunter, bis ein markierter, aber unbeschilderter Steig nach rechts (S) abzweigt. Seilversicherungen führen um den "Bayerländer Turm" herum und mit etlichem Höhenverlust hinunter ins grosse Geröllfeld
(b) durch's Bergleintal: vom Hotel "Hubertus" zunächst auf einem Wirtschaftsweg nach NW zu einer nahen Kreuzung, dort geradeaus. Auf kleinem Steig am linken Bachufer entlang; zwei kurz hintereinander folgende Kreuzungen sind gut beschildert (erst links, dann rechts). Nun mit etwas Höhenverlust hinunter zum Bach und auf oft glitschigen steilen Schrofen hinein in die Talflanke oberhalb der wilden Klamm. Dort, wo sich das Gelände weitet, führen zahllose, geröllige, aber bequem zu begehende Serpentinen hinauf ins Leutascher Platt. Weiter nach W bis zu einer breiten Schuttreisse unterhalb der Hütte. Wer nicht unbedingt zur Hütte muß, kann am hinteren Ende der Schuttreisse mit etwas Höhenverlust auf markiertem Spuren im Geröll nach links (S) hinüberqueren ins grosse Geröllkar.
__ Gipfelanstieg: etwas mühsam im Geröll nach SW um den gesamten Felsfuß der Dreitorspitze herum (Abzweigung zur "Söllerrinne" ignorieren). Wenn man schon am Wegverlauf zu zweifeln beginnt, erkennt man rechter Hand in der Steilwand eine Schwachstelle, auf die der Steig in einer scharfen Rechtskurve dann auch zuhält. Über ein schmales Steiglein zum Beginn der Versicherungen und im weiteren über gut gesicherte Schrofen und Bänder "etagenweise" hinauf zu einer etwas exponierten Gratschulter. Die letzten Meter ungesichert über schuttbeladene Schrofen zum Westgipfel, der nur mit einem Grenzstein geschmückt ist.

Fazit
Traumhaft schöner Gipfel mit nahezu unverstelltem Rundum-Blick, landschaftlich vom allerfeinsten. Bei guten Verhältnissen für trittsichere, geübte Bergsteiger problemlos zu meistern. Auch gut geeignet für Klettersteig-Neulinge und sportliche Kinder, denn die bestens versicherten Stellen sind gerade exponiert genug, um "KS-Feeling" aufkommen zu lassen, aber stets ganz leicht zu erklettern. Mit der spektakulär gelegenen Meilerhütte steht ein wunderbarer Stützpunkt zur Verfügung. Welchen Aufstiegsweg man nimmt, ist Geschmackssache: via Schachen: bis zum Schachen meist überlaufen und ein bisserl langweilig, dafür radl-tauglich; der Weiterweg zur Meilerhütte ist sehr lohnend. Im Schachenhaus steht ein weiterer Versorgungsposten zur Verfügung. N-seitiger Anstieg, also eher für den Hochsommer geeignet. via Berglein-Tal: durchwegs gut begehbar, allerdings tw. steil und geröllig; die Aussicht bleibt im unteren Bereich recht begrenzt. Wesentlich weniger überlaufen als der Weg über den Schachen und -sofern man nicht unbedingt zur Hütte muß- auch etwas kürzer. Im Hochsommer tierisch heiss. Der KS zum Gipfel ist durchwegs einfach und bestens versichert. Die Länge der Tour sollte nicht unterschätzt werden. Mit Kindern oder weniger Geübten evtl. als 2-Tages-Tour mit Übernachtung auf der Meilerhütte anlegen.

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