Pleiskopf

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Lechtaler Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2564mKategorie:Bergtour - mittel
Höhendifferenz: 1500Hm *) Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Hochimst
Aufstieg: Untermarkter Alm, Drischlhaus, Hinteres Alpjoch
Abstieg: Rotkopf-Grat, Muttekopf-Hütte, Latschenhütte, Untermarkter Alm
Hauptexposition: SO, O

Beschreibung
*) wenn man den Sessellift bis zur Mittelstation (Untermarkter Alm) nimmt, verkürzt sich das Ganze auf ca. 1200Hm; fährt man bis zur Bergstation Drischlhaus, sind nur noch 650Hm zu bewältigen!
__ Aufstieg: Vom Pp. Hochimst auf einem Forstweg in vielen flachen Kehren hinauf zur Untermarkter Alm (NW). Dort immer rechts vom Sessellift parallel die Wiese bzw. Skitrasse hinauf (weglos, gelegentlich Steigspuren) bis zur Bergstation am Drischlhaus. Nun weiter in W-Richtung den Hang mit den Lawinenverbauungen hinauf, kurz vor Erreichen der Grathöhe dreht das schmale Steiglein nach SW und führt durch blumenreiches Wiesengelände hinauf zum hinteren Alpjoch. Nun quert man auf etwa gleichbleibender Höhe hinüber zu dem Verbindungsgrat, der vom Pleiskopf herunterzieht, ein kurzer Felsriegel ist mit zwei Leitern gesichert (W). Der weitere Anstieg führt grösstenteils durch grobes Geröll und unangenehm splittriges Gebrösel, einen angelegten Weg findet man hier nicht mehr, nur noch Steigspuren (allerdings bestens markiert). Das letzte Stück sehr steil und bröselig hinauf zum unterwartet flachen und grünen Plateau des Pleiskopf.
__ Abstieg: in NW-Richtung einfach und relativ flach weiter auf dem breiten Grat, der zum Rotkopf hinüberzieht. Unmittelbar vor Erreichen des Gipfelaufbaus zweigt rechter Hand der Weg zur Muttekopf-Hütte ab. Nun unterhalb des Gipfelaufbaus auf sehr schmalem Pfad durch viel Gebrösel und lästige Altschnee-Felder nach NO, wo man auf dem Weg zum Muttekopf trifft. Dort nach rechts (O) und endlich über angenehmeres Gelände hinunter zur Muttekopf-Hütte. Auf gutem Steig am Materiallift entlang hinunter zur bereits sichtbaren Latschen-Hütte (SO). Dort nach rechts (mitten durch den Wirtsgarten) und bequem zurück zur Untermarkter Alm. Je nach Belieben per Pedes, Rodelbahn oder Sessellift zurück nach Hochimst
__ Vorsicht: das instabile Gelände im Gipfelanstieg sorgt für reichlich Steinschlag!
__ Tipp: Wer sich im I-II. Kraxelgrad wohlfühlt und auch vor splittrigem, instabilem Fels keine Scheu hat, kann einen "Abstecher" auf den Rotkopf machen; markiert ist der Anstieg allerdings nicht (nur vereinzelte Steinmanndl). Der Einstieg befindet sich direkt auf der Grathöhe hinter der oben beschriebenen Abzweigung zur Muttekopf-Hütte (grosses Steinmanndl am Einstieg). Im wesentlichen wird die Richtung bis zum Gipfel beibehalten
__ Tipp: wer den Abstieg beschleunigen will, kann ab Untermarkter Alm auch den "Alpin Coaster", eine Mischung aus Sommer-Rodelbahn und Achterbahn, nutzen

Fazit
Landschaftlich und botanisch aussergewöhnlich schön (wie so viele Touren in den Lechtalern), wahrscheinlich auch für Geologen sehr interessant. Allerdings ist das bröselige, splittrige Gestein nicht wirklich angenehm zu begehen oder zu besteigen; festen, griffigen Fels sucht man hier vergebens. Wer nicht wirklich 100% trittsicher ist oder lieber gut angelegte Wege mag, wird hier keine Freude haben.

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