PolinikBergtour Polinik, Karnische Alpen, Kärnten

Polinik

super Tour --> Fotos

Karnische Alpen, Kärnten, Österreich

Höhe:2331mKategorie:Bergtour - leicht
Höhendifferenz: 1100Hm Wintertauglich: bedingt
Ausgangsort: Plöckenpass beim Plöckenhaus
Aufstieg: Grünsee, Untere und Obere Spielbodenalm, Spielbodentörl
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: S

Beschreibung
Kurz unterhalb der Passhöhe, direkt gegenüber vom Plöckenhaus, beginnt ein Forstweg, der in wenigen Minuten zum idyllischen Grünsee führt (SO). Man wandert am Südufer entlang und trifft kurz nach dem See auf einen Wegweiser, der uns nach links lotst. Entlang der roten Markierungen überqueren wir eine große Wiese und treffen am Waldrand auf einen deutlicheren Steig. Es geht gleich recht steil zur Sache, Kehre um Kehre windet sich das schmale Steiglein durch einen vom Sturm zerzausten Hang (NO). Unvermittelt trifft man nach einiger Zeit auf einen quer laufenden Fahrweg, unser Steig setzt sich aber wenige Meter nach rechts versetzt wieder fort. Etwas gemütlicher geht es nun in Serpentinen durch einen Mix aus lichten Wald und freie Almwiesen, bis man die Ruinen der verfallenen Unteren Spielbodenalm erreicht (O). Wir folgen unserem Waldweg weiter bergauf (O) und stoßen wiederum auf einen Forstweg. Ihm folgen wir leicht bergab nach rechts (SO), bis sich nach einigen Minuten unser Waldweg linker Hand fortsetzt. Bald endet der Waldgürtel und über weitläufige Almwiesen steigt man hinauf zur aussichtsreich gelegenen Oberen Spielbodenalm (NO, nicht bewirtschaftet). Zunächst in gleicher Richtung weiter, dann leicht nach links einschwenkend (N) gelangt man hinauf in einen grünen Kessel mit See zur Linken und sieht vor sich schon die Einsattelung des Spielbodentörls, das es nun zu erklimmen gilt. Steil und mühsam, aber unschwierig führt der Zickzack-Steig hinauf zum Sattel, wo man sich für die letzte Etappe zum Gipfel nach links (NW) wendet. Über einen kurzen, breiten Rücken geht es an den Gipfelaufbau heran, gut angelegte Serpentinen im Geröll und ganz leichte Schrofen machen schnell Höhe gut. Nach einem kleinen, grünen Absatz sind es nur noch wenige Kehren und ein paar schrofige Querungen, bis man den höchsten Punkt des Polinik erreicht, den eine Glocke ziert. Das Gipfelkreuz steht etwas tiefer und ist weit nach N versetzt, damit es vom Tal aus zu sehen ist.
__ Hinweis: Nicht verwechseln: Der hier beschriebene Gipfel ist der Polinik in den Karnischen Alpen, es gibt aber auch in der benachbarten Kreuzeckgruppe einen Berg gleichen Namens!

Fazit
Obwohl der Polinik gar nicht so arg hoch ist, ist er dank seiner frei stehenden Position ein grandioser Aussichtspunkt mit unverbautem 360-Grad-Panorama. Von den schroffen Zacken am Plöckenpass (Cellon etc.) reicht der Blick nach Süden fast bis zur Adria, über die Karnischen Alpen im Osten und Westen bis zur Kreuzeckgruppe und den Hohen Tauern im Norden! Mehr Aussicht geht fast nicht! Erfreulicherweise ist die Besteigung des Polinik nicht schwierig: bis zur Spielbodenscharte ist man durchwegs auf guten Waldwegen und Wiesensteigen unterwegs, die zwar einige steile, aber keine schwierigen Stellen aufweisen. Oberhalb des Spielbodentörls wechseln dann geröllige Serpentinen mit ganz einfachen Schrofenbänken ab, mit einem Minimum an Trittsicherheit dürfte auch dieses Stück problemlos zu bewältigen sein.

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