PorzeKlettersteig Porze, Karnische Alpen, Osttirol

Porze

super Tour --> Fotos

Karnische Alpen, Osttirol, Österreich

Höhe:2599mKategorie:Klettersteig - leicht
Höhendifferenz: 1000Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Obertilliach, Pp. im Dorfertal beim Klapfsee
Aufstieg: Neue Porzehütte, Tilliacher Joch, Ostgrat-Klettersteig
Abstieg: Austriaweg, Porzescharte
Hauptexposition: N, O (Aufstieg); W, N (Abstieg)

Beschreibung
__ Aufstieg: Am Klapfsee gibt es einige Parkmöglichkeiten am Ufer, von dort nehmen wir die Fahrstraße, die sich in vielen bequemen Schlaufen zunächst in SW-, dann in O-Richtung die Almenrausch-Hänge hinaufzieht (bisweilen kann man auf schmalen Steiglein die Kehren abkürzen). Die "Ausbaustrecke" endet an der hübschen, bewirtschafteten Neuen Porzehütte. Direkt oberhalb der Hütte beginnt ein schmaler Steig, der zügig und steil nach S hinaufleitet zum weithin sichtbaren Tilliacher Joch, das letzte Stück dorthin legt man auf den Resten der ehemaligen Militärstraße zurück. Am Joch hält man sich rechts (Wegweiser), steigt ein kurzes Stück ab (SW), bevor wiederum rechter Hand der beschilderte Zustieg zum Ostgrat-Klettersteig abzweigt. Zunächst über Wiesen, dann über unangenehm bröselige Steilstufen gelangt man an den Felsfuß (W). Eine Querung und eine kurze Leiter machen den Auftakt, dann geht es gut gesichert durch mittelsteile Rinnen und auf bisweilen ausgesetzten Felsbändern in S-Richtung weiter. Signifikant an Höhe gewinnt man erst, wenn die Route nach rechts (SW) abzweigt und man über steile Schrofen und Rinnen direkt zum Grat hinaufsteigt (Wegweiser am Ausstieg). Hier ist rechter Hand noch ein ausgesetzter, aber versicherter "Zubringer" zu überwinden, dann befindet man sich plötzlich in gutmütigem Wiesengelände mit bequemem Steig und kann sich einige Minuten entspannen. Vor dem Erreichen des Gipfelkreuzes warten allerdings noch zwei Gemeinheiten in Form von schroffen Einschnitten, die mit Höhenverlust und auf sehr unangenehm bröseligem Untergrund umgangen werden müssen (nicht gesichert, ausgesetzt). Sobald das geschafft ist, trennen uns nur noch ein paar geröllige Serpentinen vom Vorgipfel und dem etwas nach vorne verschobenen Kreuz.
__ Abstieg: Vom Gipfel folgt man für längere Zeit dem gut angelegten Steig knapp unterhalb der Grathöhe, hierbei sind auch einige bröselige Rinnen zu überwinden (W, nicht versichert). Nicht übersehen darf man nach einer Weile das alte Holzschild, das unvermittelt rechts zwischen den Gratzacken hindurch zeigt und den Beginn des "Austriasteigs" ankündigt. Ein paar Kehren geht es noch im steilen Gehgelände nach unten, dann leiten solide Seilsicherungen über ausgeprägte Felsbänder zügig hinunter zur Porzescharte (NW). Mittelsteile Serpentinen im Wiesengelände führen zunächst in NO-, dann O-Richtung zügig das Wiesengelände hinunter, bevor man in den von der Filmoor-Hütte kommenden Weg einmündet. Ein kurzes Stück geht es noch bequem in W-Richtung, dann muss man sich an einer unbeschilderten, schwach ausgeprägten Gabelung entscheiden: Wer geradeaus weitergeht, gelangt zurück zur Neuen Porzehütte, kann nochmals einkehren und auf der Fahrstraße zum Ausgangspunkt zurückkehren. Wer sich hier dagegen links hält, kann auf einem Zickzack-Pfad direkt zum Klapfsee absteigen.
__ Hinweis: Die Schotterstraße durch das Dorfertal zum Klapfsee ist frei befahrbar (ca. 6km). Am Wochenende und an Feiertagen dürfte man sogar bis zur Neuen Porzehütte hinauffahren.
__ Vorsicht: Es ist anzuraten, die Tour in der beschriebenen Richtung zu gehen, da man hier den wesentlich einfacheren Austriasteig im Abstieg begeht (KS-Klassifikation A). Die KS-Anteile des Aufstiegswegs sind ebenfalls einfach (A/B), es sind auf dieser Route aber längst nicht alle ausgesetzten Passagen versichert, gerade die Umgehung der beiden Rinnen im Gipfelbereich verzeiht kein Abrutschen.

Fazit
Eine absolut tolle Runde für geübte, trittsichere und schwindelfreie Bergsteiger. Die beiden Klettersteige sind recht einfach und gut gesichert, gerade im Aufstieg müssen aber auch ausgesetzte Passagen ohne Sicherung bewältigt werden. Auch wenn die Höhendifferenz moderat ist, sollte man den Zeitbedarf keinesfalls unterschätzen, da man im KS-Gelände nicht so schnell vorwärts kommt und der gesamte Gipfelstock der Porze der Länge nach überschritten wird. Belohnt wird man mit feiner Rundum-Sicht über Sextener Dolomiten und Karnische Alpen.

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