Rötlspitze
(alias Punta Rosa, Piz Cotschen)

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Münstertaler Alpen, Südtirol, Italien

Höhe:3026mKategorie:Wanderung - leicht
Höhendifferenz: 900Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Stilfserjoch-Stra?e, Hotel Franzenshöhe
Aufstieg: Signalkuppe, Tibet-Hütte, Passhöhe, "Dreisprachen-Spitze"
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: SO, S

Beschreibung
Links am Hotel vorbei und am Wegweiser hinauf zu einem breiten Weg; dort -entgegen der vermuteten Richtung- nach links. Der Weg führt recht flach um den Berghang herum und dreht bald darauf in die "richtige" Richtung (SW). An einer Kreuzung geradeaus weiter (Steig #22): an interessanten Schautafeln vorbei in stets bequemer Steigung über Wiesengelände hinauf zur "Signalkuppe" mit überdimensionalen Strommasten. Mit bester Aussicht auf Ortler und die umgebende Gletscherwelt führt der Steig nun nach W und allmählich in die graue Moränen-Landschaft unterhalb des Skigebiets am Monte Livrio. In weitem Rechtsbogen hinaus zur Passhöhe.
Dort über die Stra?e und hinauf zu dem als Burgruine getarnten Hotel Garibaldi auf der "Dreisprachen-Spitze". Hier nach rechts (NO) und auf breitem Weg -wiederum an Schautafeln und alten Kriegsstellungen vorbei- auf den dominanten Gipfel der Rötlspitze zu. Der Beschilderung "Piz Cotschen" folgend nach links auf ein kleines Steiglein einbiegen, das die gesamte Flanke der Rötlspitze quert (etwas unterhalb verläuft der Weg zur Furkelhütte). Nach Erreichen einer Scharte der Beschilderung nach links folgen (N) und in wenigen Minuten über Gras und Schrofen zum recht aussichtsreichen Gipfel

Fazit
Überraschend lohnende Tour: da der untere Teil des Wegs (zwischen Franzenshöhe und Passhöhe) hinter einem Bergrücken verläuft, wird man vom Verkehrslärm der Stilfserjoch-Stra?e nicht behelligt; es überwiegt der spektakuläre Blick auf die Gletscherwelt gegenüber. Die Moränenlandschaft mit dem völlig verschandelten Monte Livrio und die Bausünden der Passhöhe passiert man am besten mit geschlossenen Augen. Der Gipfelanstieg zur Rötlspitze bietet phänomenale Aussicht und bleibt ebenfalls vom Getümmel der Passhöhe verschont. Auf beiden Etappen bieten Schautafeln sehr interessante Informationen zu Geologie, Biologie und der Ortler-Front im ersten Weltkrieg. Bergsteigerisch sehr einfach, lediglich die lange Querung auf dem ausgewaschenen Steiglein und der unmittelbare Gipfelübergang erfordert etwas Trittsicherheit.

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