RossbergWanderung Rossberg, Wetterstein, Tirol

Rossberg

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Wetterstein, Tirol, Österreich

Höhe:2096mKategorie:Wanderung - mittel
Höhendifferenz: 900Hm Wintertauglich: ja (Abstiegsweg)
Ausgangsort: Klamm in der Leutasch
Aufstieg: Pp. Salzbach, Wurziger Steig, Wettersteinalm, Wangalm, Scharnitztal
Abstieg: Scharnitztal, Wangalm, Fahrweg, Pp. Stupfer
Hauptexposition: S, W (Aufstieg), S (Abstieg)

Beschreibung
__ Aufstieg: Vom letzten Parkplatz (P5) am Salzbach geht man -ohne die Brücke zu überqueren- geradeaus in NW-Richtung in einen breiten Wirtschaftsweg und folgt diesem über mehrere Kehren in moderater Steigung. Nach einem Zaundurchschlupf wird der Weg zum Steig und überquert in N-Richtung eine Wiese. Kurz danach trifft man linker Hand wieder auf einen breiten Fahrweg, dem man einige Minuten bis zu einer Verzweigung mit Wegweiser folgt. Hier biegt man rechter Hand in den Steig ein, der zunächst über den Bach und dann in den Wald führt (Grundrichtung O). Kehre um Kehre geht es nun mittelsteil nach oben, den Abzweig zur Hämmermoosalm darf man dabei ignorieren. Ein längeres Flachstück schließt sich an, hier quert der Steig gemütlich die Hangflanke nach O, bevor es wieder in gut gangbaren Serpentinen bergauf geht. Die letzte Etappe zur Wettersteinhütte verläuft wieder ohne Höhengewinn, aber aussichtsreich in einer langen Traverse im Stil eines Höhenwegs (O). Von der schön gelegenen, bewirtschafteten Wettersteinhütte geht man kurz die steile Einfahrt hinunter und hält sich auf dem quer laufenden Fahrweg links. So erreicht man in Kürze die Wangalm, die zur Weidesaison ebenfalls bewirtschaftet ist. Zwischen den Almgebäuden beginnt ein Wanderweg, der in leichter Steigung die Weideflächen des Scharnitztals nach N durchquert. Am Ende des Tälchens unterhalb der begrenzenden Felswände trifft bei einem großen Findling auf einen "Verkehrsknotenpunkt" mit Bank und Schilderbaum. Wir halten uns links (Beschilderung Rotmoosalm), durchqueren eine flache Wiese und steigen auf dem weithin sichtbaren Steig schräg die angrenzende Hangflanke hinauf (SW). Wenn der Grat -und damit der Übergang ins nächste Tal- erreicht ist, wendet man sich nach links (S) und wandert weglos über sanfte Grasbuckel zum Gipfelaufbau des Rossbergs, den ein Kreuz der Marke Eigenbau ziert. Die letzten Meter sind dabei etwas steiler, durch natürliche Felsstufen aber gut gangbar.
__ Abstieg: Auf gleichem Weg zurück zur Wangalm. Dort folgen wir einfach dem dort beginnenden Fahrweg, der zunächst recht steil und schotterig bergab führt. Nach einer Einmündung, wo wir uns links halten, wird der Weg flacher und angenehmer und leitet in unzähligen, weiten Schlaufen talwärts. Eine ganze Weile ist man so unterwegs, dann kann man an einer beschilderten Kreuzung rechter Hand Richtung Pp. Stupfer abbiegen. Ein steiler, sehr gerölliger Karrenweg führt in wenigen Minuten hinuter zu einer weiteren Kreuzung, wo man wieder auf einen gut ausgebauten Fahrweg trifft. Hier links und in wenigen Minuten zum Pp. Stupfer (P2). Je nachdem, wo man geparkt hat (s. Hinweis), rechts entlang der Straße zurück zum Ausgangspunkt.
__ Hinweis: Hinter dem Weiler Klamm darf man noch ein Stückchen ins Gaistal hineinfahren, das mit 5 kostenpflichtigen Parkplätzen erschlossen ist. Ein Parkautomat befindet sich direkt an der Einfahrt am alten Mauthäuschen, dort auch Karten-Zahlung (4€, Stand 2018). Unser Aufstiegsweg beginnt am hintersten Pp., dem Parkplatz "Salzbach" (P5), unser Abstiegsweg endet am Pp. "Stupfer" (P2). Idealerweise parkt man also mittig bei P3.

Fazit
Das sonnige Gaistal ist landschaftlich einfach grandios und die südseitigen Touren zu Gehrenspitz und Predigtstuhl sind wahre Herbst-Klassiker. Wem diese beiden prominenten Wanderungen zu weit oder zu anspruchsvoll sind, hat mit dem Rossberg eine hübsche und leicht erreichbare Alternative. Man muss weder schwierige, noch ausgesetzte Stellen fürchten, lediglich für den "Wurzigen Steig" sollte man ein klein wenig Trittsicherheit mitbringen. Auf der restlichen Tour bewegt man sich entweder auf Forstwegen oder in sanftem Wiesengelände. Gegenüber den höheren Gipfelzielen muss man bei der Aussicht nur ganz wenige Abstriche machen: neben dem Blick ins Karwendel und in die gegenüberliegenden Tuxer Alpen fasziniert besonders auch der Blick nach Norden ins Innere des Wetterstein-Massivs. Also eine lohnende Mini-Tour für weniger Geübte, Familien oder die Nebensaison.

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