Rote Spitze

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Allgäuer/Tannheimer, Tirol, Österreich

Höhe:2130mKategorie:Wanderung - mittel
Höhendifferenz: 1000Hm Wintertauglich: bedingt
Ausgangsort: Vilsalpsee (Zufahrt nur bis 10:00)
Aufstieg: Untere + obere Traualpe, Landsberger Hütte, Westl. Lachenjoch
Abstieg: Westl. Lachenjoch, Steinkarspitze, Landsberger Hütte, Obere+Untere Traualpe
Hauptexposition: NW, O

Beschreibung
__ Aufstieg: Am östlichen Seeufer entlang bis zur Unteren Traualpe; direkt am Materiallift beginnt der bestens beschilderte Weg zur Landsberger Hütte. Zunächst noch recht bequem in Serpentinen durch den Wald; nach einem kurzen Flachstück gabelt sich der Weg. Beide Varianten führen zum gleichen Ziel, auch in puncto Länge oder Bequemlichkeit lässt sich kein rechter Unterschied ausmachen. Zunehmend steil und geröllig geht es in vielen Kehren die steile Wiesenflanke hinauf, bis man den Sattel erreicht, auf dem sich der Traualp-See und die Obere Traualpe befinden. Hier sieht man schon die Landsberger Hütte, die auf einer Geländekante am hinteren Ende des Sees thront (Wasserfall). Am O-Ufer des Sees entlang (S), am hinteren Ende trifft man wieder auf einen gut angelegten, aber recht steilen und bisweilen auch felsigen Pfad, mit dessen Hilfe man den Felsriegel schnell überwindet und somit bald vor der Landsberger Hütte steht (SW).
Man durchquert die Hüttenterrasse und hat am hinteren Gatter bereits den vollen Einblick in den weiteren Wegverlauf und die beiden Gipfelziele... Über bequemes Wiesengelände steigt man zügig hinauf zum Westlichen Lachenjoch, der Einsattelung zwischen Roter Spitze und Steinkarspitze (SW). Dort wendet man sich nach rechts (NW) und muß nur noch den schmalen Wiesenpfad hinaufsteigen zum Gipfel der Roten Spitze...
__ Abstieg: für den Rückweg bietet sich ein Abstecher zur Steinkarspitze an, den Weg dort hinüber kann man vom Gipfel der Roten Spitze komplett einsehen. Also zurück zum Joch und auf der gegenüberliegenden Seite direkt dem Grat entlang auf einem etwas bröseligen Steiglein bis zum felsigen Gipfelaufbau (S). Dort weicht der Steig kurz in die W-Flanke aus, sodaß man das Gipfelchen "kraxelfrei" von der Rückseite her erreicht. Für den Abstieg folgt man Steigspuren dem Grat entlang nach O (immer auf die dominanten Wände der Lachenspitze zuhalten). Der nun wieder deutliche Pfad führt an einer Scharte vorbei und umgeht rechter Hand einen Felskopf, bevor am tiefsten Einschnitt zwischen Steinkar - und Lachenspitze eine beschilderte Abzweigung erreicht wird. Linker Hand (NW) geht es auf gutem Weg zurück in die Talsenke, wo man schon bald wieder auf den Aufstiegsweg trifft und wenig später wieder zur Hütte kommt. Weiterer Abstieg wie Aufstieg.....
__ Tipp: eigentlich war im Anschluss noch die Überschreitung der Lachenspitze geplant; diese fiel aber der unsicheren Wetterlage zum Opfer. Besonders Fleissige können nicht nur die Lachenspitze, sondern mit der Schochenspitze sogar noch einen vierten Gipfel anhängen. Praktischerweise gibt es nach jedem Gipfel einen Abstiegsweg zur Hütte, sodaß man die Länge der Tour je nach Lust/Kondition/Wetter ideal variieren kann....
__ Hinweis: Zufahrt zum Vilsalpsee mit dem Privat-Pkw nur bis 10:00 oder nach 17:00 (dazwischen Shuttle-Bus)

Fazit
Nette, gutmütige Wanderung, die überwiegend in harmlosem Wiesengelände stattfindet und mit wenig Aufwand gleich (mindestens) zwei Gipfel beschert. Die idyllische und sehr abwechslungsreiche Landschaft (drei Seen, Wasserfall, Kontrast Wiesengipfel <-> Felswände) macht die Tour ausgesprochen kurzweilig. Je nach Lust&Laune lässt sich die Tour auch noch um weitere Gipfel erweitern (s.oben). Schwierig ist nichts an dieser Tour; lediglich der Aufstieg zum Traualpsee ist etwas steil und recht geröllig; der felsige Abschnitt direkt unterhalb der Landsberger Hütte ist ziemlich abgegriffen und wird bei Nässe recht glitschig (ist aber versichert).

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