Salzachgeier

--> Fotos

Kitzbüheler Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2466mKategorie:Wanderung - mittel
Höhendifferenz: 1350Hm Wintertauglich: ja
Ausgangsort: Kelchsau/Kurzer Grund, Pp. beim Gasthaus Wegscheid
Aufstieg: Bamberger Hütte, Salzachjoch("Markkirchl")
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: N, O

Beschreibung
Am obersten Pp. beim Gasthof Wegscheid beginnt an einer Schranke der steinige Hohlweg zur Bamberger Hütte. Den links abzweigenden Wirtschaftsweg (mit Sackgassen-Schild) ignoriert man und wandert immer auf dem Hohlweg am linken Rand des tief eingeschnittenen Bachs entlang (S), bis der Steig in einen Fahrweg einmündet; dort links. Ob man im weiteren Verlauf die langen, flachen Kehren des Fahrwegs ausgeht oder die bestens markierten Abkürzungssteiglein vorzieht, bleibt Geschmackssache. An einer markanten Geländekante ist es dann vorbei mit der Abkürzerei; in moderater Steigung folgt man hier dem Fahrweg quer durch die steilen Hängen der Molterfeldspitzen (SW) und erreicht nach einer Einsattelung die freien Flächen der Kuhwild-Alm; die Bamberger Hütte thront etwas rechts oberhalb gleich dahinter. Man geht links an der Hütte vorbei, ignoriert die nach rechts zeigenden Wegweiser zum Schafsiedel und wandert unbeirrt in SW-Richtung weiter. Ohne grossen Höhengewinn spaziert man über Wiesengelände dahin, an einem Holzhüttchen wechselt man mit Hilfe eines Stegs auf die linke Bachseite; weiter geht es in leichtem Auf und Ab und mit nur wenig Höhengewinn bis zum Salzachjoch, wo das hübsche "Markkirchl" die Grenze zwischen Tirol und Salzburg anzeigt. Dort trifft man auch auf einen von der Salzburger Seite heraufkommenden Fahrweg, auf dem ein paar Höhenmeter absteigen muß, bis in der ersten Kehre der beschilderte Steig zum Salzachgeier rechts abzweigt. Man überquert eine flache, oft sumpfige Wiese (W) und steigt dann über ein schmales Wiesensteiglein gemächlich höher bis man in ein markantes Hochtal gerät, das man nach links (SW) verlässt. Kaum ist der begrenzende Geländerücken erreicht, schlägt man wieder die ursprüngliche Richtung W ein und erreicht ein weiteres sanftes Wiesental. Zur Abwechslung verlässt man dieses nun auf der rechten Seite (NW); nach Erreichen der Geländekante taucht jetzt auch der Gipfelaufbau direkt voraus auf. Kurz entlang des Grats hinüber zum linken Ansatz der Gipfelflanke und in steilem Zickzack hinauf bis vor die sperrenden Gipfelfelsen. Dort weicht der Steig etwas nach links aus; die letzten Meter zum Kreuz führen über sehr steile Steigspuren
__ Hinweis: zum Ausgangspunkt gelangt man, wenn man ab Hopfgarten/Brixental nach Kelchsau fährt. Am Ortsende gabeln sich die Fahrstra?en; in den "Kurzen Grund" geht es links (ca. 6km bis zum Stra?enende beim Gasthaus Wegscheid). In der Hochsaison ist die Stra?e durch eine Schranke versperrt, die sich gegen eine "Spende" von 4,-€ (Stand 2012) öffnet
__ Tipp: der Salzachgeier ist auch eins von vielen Skitouren-Zielen rund um die Bamberger Hütte; dann bitte den separaten Winter-Weg zur Hütte beachten (der hier beschriebene Sommerweg ist hochgradig lawinengefährdet)

Fazit
Technisch sehr einfache, aber längliche Wanderung auf einen sehr lohnenden Aussichtsberg. Wer wie die Autorin die Gegend um die Bamberger Hütte bislang nur vom Winter kannte, wird feststellen, dass das wellige, baumlose Gelände mit seinen vielen Bächen und sumpfigen Stellen im Sommer/Herbst ein wenig "schottisches Hochland-Gefühl" vermittelt und durchaus seinen eigenen Reiz hat. Adrenalin-Junkies sind hier definitiv falsch! Aussichtsmässig sitzt man auf dem Salzachgeier zweifellos in der "ersten Reihe", denn direkt gegenüber baut sich die gesamte Kette der Zillertaler und Tauern mit ihren Gletscherbergen auf... Bis zum unmittelbaren Gipfelaufbau bewegt man sich auf guten Wegen in völlig harmlosem Wiesengelände, nur die letzten Meter zum Kreuz sind recht steil und bei Nässe unangenehm. Nicht unterschätzen darf man die Länge der Tour, denn zu 1350Hm kommt einiges an Distanz; die langen Flachetappen zwischen Bamberger Hütte und Markkirchl und der Höhenverlust am Beginn des Gipfelsteigs sorgen für erhöhten Zeitbedarf.

Zurück