Schleinitz

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Hohe Tauern/Schobergruppe, Osttirol, Österreich

Höhe:2904mKategorie:Bergtour - mittel
Höhendifferenz: 1050Hm Wintertauglich: bedingt
Ausgangsort: Mautstraße zum Skigebiet Zettersfeld oberhalb von Lienz
Aufstieg: Rottmann-Alm, Goiselemanndl, Neualplsee
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: SO

Beschreibung
Wenige Meter vor dem großen Holzschild, das uns im Skigebiet Zettersfeld begrüßt, beginnt linker Hand der Wirtschaftsweg zur nahen Rottmann-Alm; rechts am Haus vorbei zu einem Schilderbaum und noch ein Stück geradeaus weiter durch lichten Lärchenwald. Die gut markierte Trasse schwenkt etwas nach rechts (NO) und führt durch ein letztes Waldstück, dann über freie Wiesen und Kuhweiden nach N. Einen großen Beschneiungsteich bzw. dessen Aushub muss man links umgehen und erreicht bald darauf eine Geländekante, auf der weiter rechts die Skistation liegt. Man berührt kurz einen Forstweg, schon nach wenigen Metern zweigt aber wieder ein Wiesensteig nach links ab (N). Kurz darauf muss man sich an einem weiteren Schilderbaum entscheiden, ob man den grünen Gupf des Goiselemanndl auf der linken oder der rechten Seite umgehen möchte. Während der linke Pfad ohne großen Höhengewinn durch die steilen Flanken des Goiselemanndl und der Neualplschneid führt, schlängelt sich der rechte Pfad etwas tiefer gelegen durch's Almgelände. Kurz vor den malerischen Neualplseen vereinigen sich die Wegvarianten wieder (NW).
Über angenehmes Wiesengelände wandert man zu einem weiteren See und erreicht den Fuß des Gipfelanstiegs. Hier muss man erst eine kurze, recht steile Blockwerkhalde überwinden, dann geht es links um ein versichertes Eck, um dann wieder auf einem ordentlichen Steig zügig nach oben zu leiten (NW) zu einer runden Kuppe. Hier geht es links (W) mit dem unangenehmsten Teilstück weiter, der Durchquerung einer weitläufigen Senke, die mit großkalibrigem Blockwerk gefüllt ist (W). Nach dem Durchturnen der Senke bekommt man für wenige Meter wieder Steigspuren und erreicht schnell -die letzten Meter wieder über Blockwerk- den querlaufenden Grat. Direkt auf der Gratschneide geht es nach rechts (NW) und über mehrere Aufschwünge -teils auf, teils knapp neben dem Grat- gelangt man über schöne Felsbänke zum Kreuz.
__ Tipp: der markante Spitz des Goiselemanndls kann vom linken Weg aus in wenigen Minuten unschwierig erstiegen werden.
__ Hinweis: die Auffahrt zum Skigebiet Zettersfeld ist mautpflichtig: 7,- Euro (Stand 2013)

Fazit
Wie beurteilt man einen Berg, auf dem man -trotz bester Wetterprognose- nie weiter als 50m gesehen hat? Und im Nebel werden die grauen Blockwerkhalden eben noch grauer und alles zieht sich quasi "aussichtslos" dahin... Vermutlich wäre der/die Schleinitz ein wunderbarer Aussichtsberg mit Blick in die Schobergruppe und die Lienzer Dolomiten, der zudem dank der Mautstraße leicht in den Bereich einer Tagestour rückt. Bis zu den hübschen Neualpseen bewegt man sich überwiegend in einfachem Wiesengelände bzw. auf guten Wegen, die großkalibrigen Blockwerkhalden mit ihren schlecht verfugten Löchern sind dagegen eher unangenehm und zeitraubend zu begehen. Der finale Gratgang könnte bei besserer Sicht dann wieder richtig Spaß machen...

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