Seekarlspitze

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Brandenberger Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2261mKategorie:Schneeschuhtour - mittel
Höhendifferenz: 1300Hm *) Wintertauglich: ja
Ausgangsort: Maurach (Talstation Rofanbahn)
Aufstieg: Naturfreunde-Hütte, Mauritz-Alm, Trasse zur Rofanspitze, Rossköpfe
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: SW

Beschreibung
*) bei Benutzung der Seilbahn wären es 900Hm weniger!
__ Zustieg Erfurter Hütte: von der Talstation gerade aus nach oben (NO) bis zum unteren Ende der Skipiste; am rechten Rand entlang. Nach wenigen Minuten beginnt an einer Brücke der beschilderte Steig zur Erfurter Hütte. Kurz links vom Bach recht steinig bergauf, dann wechselt man auf die andere Bachseite und steigt auf gutem Zickzack-Weg durch dichten Wald, überquert eine Forststra?e und erreicht bei einer Naturfreunde-Hütte abermals den Forstweg. Rechts neben der Hütte geht der Steig weiter; nach einem kurzen Waldstück gelangt man in offenes Wiesengelände und folgt nun mehr oder weniger der Skipiste in weitem Bogen nach N (eine kurze Engstelle wird etwas oberhalb in der linken Hangflanke umgangen). Ein kurzer, steiler Aufschwung leitet hinauf zum Geändekante, die man bereits oberhalb der Erfurter-Hütte bei der Mauritz-Alm erreicht.
__ Gipfelanstieg: Hier folgt man zunächst der Route zur Rofanspitze: hinter der Mauritz-Alm mit etwas Höhenverlust in einen Kessel hinunter, man quert eine von links einmündende breite Rinne (NO) und hält sich dann halbrechts (O), um eine Steilstufe bequem über eine breite Rampe zu ersteigen. Nach wenigen steilen Metern geht es wieder gemütlich und in gewohnter NO-Richtung weiter; über welliges Gelände und eine weitere Senke (leichter Höhenverlust) nähert man sich linkerhand den markanten Felszacken der Rossköpfe. Direkt vor den Rossköpfen verlässt man nun die Haupttrasse zur Rofanspitze und wandert recht flach auf einem schwach ausgeprägten Rücken nach links (NW) bis direkt unter die Steilhänge der Roßköpfe. Dort hält man sich links (W) und steigt -das jeweils beste Gelände nutzend- mittelsteil hinauf bis zum Fuß des langen Gipfelhangs der Seekarlspitze. Jetzt noch ein Schwenk nach rechts (NO), und man kann den steilen, mühsamen, aber eigentlich unproblematischen Gipfelhang fast nach Belieben angehen (Vorsicht auf Wechten rechts).
__ Hinweis: die Autoren warten für Schneeschuhtouren im Rofan idR das Wartungsintervall der Seilbahn ab (meist April). Dann wird das sonst so überlaufene Rofan plötzlich menschenleer. Ausserdem hat es zu dieser Zeit für die Skifahrer meist schon zu wenig, für die Wanderer noch zu viel Schnee, sodaß man mit Schneeschuhen ideal ausgestattet ist. Der direkte Anstieg zur Erfurter Hütte (s.o.) ist um diese Jahreszeit meist schon überwiegend schneefrei; für den Hochwinter dürfte er nicht geeignet sein.
__ Vorsicht: diese Tour verlangt sichere Lawinenverhältnisse: bereits die Querung hinter der Mauritzalm ist durch Schneerutsche von links bedroht; auch die Passage unterhalb der Rossköpfe und der Gipfelhang selbst sind kritisch zu begutachten

Fazit
Das Rofan im Winter -möglichst zur Wartungszeit der Seilbahn- ist immer wieder ein Traum! Dann wird die sonst so überlaufene Gegend zum Winter- resp. Frühlingsmärchen. Die Tour zur Seekarlspitze ist von den Anforderungen her in etwa mit der zur Rofanspitze vergleichbar (gleiche Höhendifferenz, gleiche Schwierigkeit), aber von der Distanz her etwas kürzer. Unterschätzen sollte man die Tour trotzdem nicht, denn auf der Strecke hinter der Mauritz-Alm warten Flachstücke und ein paar gemeine, kleine Höhenverluste und der lange, steile Gipfelhang zieht sich.... Wie oben erwähnt, ist die Seekarlspitze kein Berg für alle Lawinenlagen, sondern erfordert sichere Verhältnisse, da aus den steilen Felsregionen oberhalb der Aufstiegsroute grössere und kleinere Schneerutsche drohen.

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