Sulzspitze

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Allgäuer Alpen/Tannheimer, Tirol, Österreich

Höhe:2084mKategorie:Wanderung - mittel
Höhendifferenz: 950Hm *) Wintertauglich: bedingt
Ausgangsort: Vilsalpsee
Aufstieg: Gappenfeldalpe, Gappenfeldscharte
Abstieg: Gappenfeldscharte, Schochenspitze, Lachenjoch, Obere und Untere Traualpe
Hauptexposition: NW, O (Aufstieg), NO, NW (abstieg)

Beschreibung
*)wer die hier beschriebene Erweiterung Schochenspitze-Trausalpsee macht, muss noch gut 100Hm Gegenanstieg zwischen den beiden Gipfeln einplanen.
__ Aufstieg: Vom Großparkplatz am Seeufer geht man ein paar Minuten entlang der Fahrstraße wieder zurück, bis nach einer Brücke ein beschilderter Waldweg rechts abzweigt. An der nächsten Gabelung folgt man aber nicht dem markierten Wanderweg links, sondern dem geradeaus führenden Wirstschaftsweg. Er mündet in eine große Wiese, auf der man sich halbrechts hält (O). Nach einem Zaun schwenkt man etwas nach links hinüber und erreicht auf Höhe eines Holzhüttchens den breiten Wanderweg; dort rechts (S). Die Route führt erst nach S, dann SO, wobei der breite Wirtschaftsweg nach einigen Kehren in einen Fußweg übergeht. Durch lichten Wald, später über Almgelände hinauf zur Gappenfeldalpe (während der Weidesaison bewirtschaftet) und der Gappenfeldscharte direkt oberhalb. Dort trifft man dann auf den von der Seilbahnstation Neunerköpfl herüber kommenden breiten Wanderweg, auf dem man -links herum- den Gipfelstock der Sulzspitze umgeht (O). An einem Schilderbaum zweigt der Steig zum Gipfel links ab (NO); unschwierig geht es über Gras und erdige Rinnen von N her zum Gipfelkreuz.
__ Abstieg: wie gewohnt zurückt zur Gappenfeldscharte. Der Abwechslung halber nehmen wir aber nicht den Abzweig zur Gappenfeldalpe, sondern gehen auf dem breiten Wanderweg flach weiter in SW-Richtung. Erst unter dem schroffen Gipfelaufbau der Schochenspitze steilt der Weg wieder auf, ein paar enge Serpentinen leiten hinauf zu einer Geländekante (dort kann man in 10 Minuten dem Gipfelkreuz der Schochenspitze einen Besuch abstatten). In gleichbleibender Richtung geht es leicht fallend hinunter ins Lachenjoch und weiter Richtung Landsberger Hütte. Kurz vor Erreichen der Hütte zweigt rechter Hand der Rückweg zum Vilsalpsee ab (N): steil und oft rutschig, aber gut gesichert steigt man hinunter zur Oberen Traualpe mit dem gleichnamigen See (Traualpe während der Weidesaison bewirtschaftet). An der Staumauer setzt sich der Abstiegsweg fort: in steilen, oft unangenehm gerölligen Serpentinen geht es zügig bergab (NW), bei der Unteren Traualpe mündet man in den Seerundweg ein, auf dem man rechtsherum wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrt.
__ Vorsicht: zwischen dem Parkplatz und der Unteren Traualpe hat 2012 ein gigantischer Felssturz für Verwüstung gesorgt. Da die Gefahr von Steinschlag nicht komplett ausgeschlossen werden kann, ist der Seerundweg in diesem Abschnitt seither aus Haftungsgründen offiziell gesperrt. Inoffiziell wird der Seeweg aber scharenweise begangen und beradelt. Wer aus dem Gebiet der Landsberger Hütte absteigt, erfährt von der Wegsperre ohnehin erst kurz vor dem Parkplatz und hat dann nicht mehr viele Alternativen.
__ Hinweis: die Auffahrt zum Vilsalpsee mit dem Privat-Pkw ist bis 10:00 gestattet, danach verkehrt ein Pendelbus. Obwohl der Großparkplatz am Seeufer mit 7,-€ (Stand 2015) unverhältnismäßig teuer ist, sollte man keinesfalls außerhalb parken - das ist verboten und noch viel teurer!

Fazit
Nette Rundwanderung, auf der man gleich zwei gutmütige Gipfel besuchen kann; dank Nähe zur Seilbahn meist gut besucht. Die hier beschriebene Route ist nur eine von vielen Kombinationsmöglichkeiten: so kann man die Tour z.B. durch Benutzung der Neunerköpfl-Bahn weniger anstrengend gestalten oder aber weitere Gipfelziele rund um die Landsberger Hütte anschließen. Man bewegt sich -incl. der beiden Gipfelanstiege- durchwegs in nicht ausgesetztem, mittelsteilem Gelände. Lediglich der Abstieg von der Landsberger Hütte zum Vilsalpsee weist einige schrofig-rutschige Passagen (versichert) und viel Geröll auf; der Weg rund um die Gappenfeldalpe neigt durch Viehtritt sehr zum "Versumpfen". Neben den recht umfassenden Gipfel-Panoramen haben uns vor allem die drei Seen gefallen, an denen man beim Abstieg vorbeikommt.

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