Sumpfkopf

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Tuxer Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2341mKategorie:Schneeschuhtour - mittel (Aufstieg), Schneeschuhtour - leicht (Abstieg)
Höhendifferenz: 900Hm Wintertauglich: ja
Ausgangsort: Schmirrn, Gsthf. Jenewein
Aufstieg: Südhänge direkt unterhalb des Sumpfkopf-Gipfels, Sommerweg #65, dann #73, Hochgeneinerjöchl, Westrücken
Abstieg: Westrücken, Hochgeneinerjöchl, Direktabsteig zur "Edelraute", Fahrweg
Hauptexposition: SO, SW

Beschreibung
__ Aufstieg: Der Ausgangspunkt liegt in Schmirrn, kurz hinter dem Gasthof Jenewein. Dort führt ein beschilderter Fahrweg nach links (W), der sich bald schon wieder gabelt; wir bleiben auf dem breiteren Weg, der hier rechts abknickt. Nach wenigen Metern beginnt hier linker Hand ein Waldsteiglein, das unscheinbar, aber gut markiert durch lichten Wald hinaufführt (N). An einer weiten Lichtung biegt das Steiglein etwas nach links (NW) ab; im nachfolgenden etwas steileren Waldstück sollte man die etwas undeutliche Gabelung der Wege #65 und #73 nicht übersehen. Weiter geht's links auf Weg #73, durch ein Gatter gelangt man bald auf einen Forstweg, den man aber nur überquert; das Steiglein setzt sich direkt gegenüber fort. In gleichbleibender Richtung steigt man etwas steiler das nun offene Gelände hinauf, bis man auf die Forststra?e trifft, die von den Lawinenverbauungen rechter Hand herüberkommt.
Auf der Stra?e mit leichtem Gefälle nach links (W) bis zu einer Hütte; dort zweigt halb rechts (NW) ein beschildertes Steiglein ab (Richtung "Hochgeneinerjöchl"). Nun quert man ohne Höhengewinn -zuletzt sogar mit etwas Höhenverlust- unter der langen Felswand des Sumpfkopfs nach W, um in das gutmütigere Gelände westlich vom Gipfelkamm zu gelangen. Über weitläufiges Gelände rechts (N) hinauf in ein kleines Tälchen, das am Ende in einer engen Links-Rechts-Kombination hinaufführt auf den breiten Rücken des Sumpfkopfs.
Nun muss man nur noch in bequemer Steigung nach rechts (NO) hinüberwandern zum grossen Kreuz mit Brotzeit-Bank.
__ Abstieg: auf dem Anstiegsweg zurück bis unterhalb des kleinen Tälchens; das nun folgende mittelsteile, offene Gelände kann man nun nahezu beliebig direkt in Fallrichtung (S) absteigen, bis man eine breite Forststra?e erreicht. Dort nach rechts (W) und in vielen Serpentinen hinunter zum ehemaligen Gasthaus "Edelraute". Dort beginnt die asphaltierte Stra?e, die uns zurück nach Schmirrn bringt, sofern man alle Abzweigungen nach rechts ignoriert. Man erreicht die Schmirrner Hauptstra?e mit etwas Versatz ein Stück weiter talauswärts, muß sich also links halten, um zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen.
__ Vorsicht: die Tour wurde bei sehr niedriger Schneelage und geringer Lawinengefahr begangen. Bei höherer Schneelage, wenn die Farbmarkierungen des Sommerwegs nicht sichtbar sind, dürfte die Orientierung schwierig sein, zumal dieser Anstieg auch keine gängige Skiroute darstellt. Die steilen Südhänge unterhalb des Felskamms sind zudem durchaus lawinengefährdet. Wer die Tour einfach und risikoarm gestalten möchte, sollte auf dem o.g. Abstiegsweg auf- und absteigen.
__ Vorsicht: die Wegnummerierung ist etwas verwirrend und stimmt nicht mehr mit älteren Karten überein. Wenn fast jeder Steig "#73" oder "#65" heisst, hilft die Nummerierung auch nicht mehr viel!
__ Tipp: erheblich verkürzen kann man die Tour, indem man bis zur "Edelraute" mit dem Auto hinauffährt (ggf. Schneeketten nötig, nur sehr wenige Parkplätze am Stra?enrand). Das Bergsträsschen beginnt linker Hand am Ortsanfang von Schmirrn beim grünen Schild mit der Aufschrift "Rohrach"

Fazit
Eine eher wenig begangene Tour aus dem ebenso wenig überlaufenen Schmirrntal; vom weitläufigen Gipfel mit dem gemütlichen Bankerl hat man einen umfassenden Blick über die gesamten Stubaier Alpen, der Blick nach O ist etwas verstellt. Der hier beschriebene Anstiegsweg ist nur bei wenig Schnee und unkritischer Lawinenlage ratsam, zudem auch nur für Leute mit gutem Orientierungssinn und etwas Pfadfindergeist. Wesentlich einfacher und sicherer ist die Tour auf dem o.g. Abstiegsweg, wobei man ggf. mit der Auffahrt zur "Edelraute" noch etliche Höhenmeter sparen kann.

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