Tauern
(alias Zunterkopf)

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Ammergauer Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:1841mKategorie:Bergtour - schwer
Höhendifferenz: 900Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Plansee
Aufstieg: Zunterkopf
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: N

Beschreibung
Am rechten Rand des Pp. weist ein altes Holzschild auf ein schmales Steiglein hin, das bereits nach wenigen Metern wieder in einen Forstweg einmündet. Dieser wird aber nur überquert, das Steiglein schlängelt sich nun des Längeren zügig ansteigend, aber gut gangbar in S-Richtung durch den lichten Wald bis zu einer freien Fläche mit Holzkreuz. Ab hier wird es nun zunehmend steiler und wurzeliger und auch ein paar ausgewaschene Wegstellen gilt es zu passieren. Nach einer markanten Kuppe wird der Steig auch noch schmäler und schlängelt sich durch Latschengassen, Schrofenrinnen und ein paar erodierte Wegstellen entlang des Grats auf den Gipfel des Zunterkopfs zu. Bis zum Gipfelkreuz sind dabei noch ein paar Scharten und Gegenanstiege zu bewältigen.
Der Weiterweg zum Tauern ist nicht markiert, auf den ersten Metern aber noch gut erkennbar - es geht in SO-Richtung steil hinunter in eine Scharte. Der sperrende Felsgupf direkt voraus muss unbedingt rechter Hand umgangen werden, wobei hier wieder ein sehr steiler, gerölliger Abstieg wartet. Wir passieren eine kurze erodierte Rinne, umrunden ein felsiges Eck und befinden uns nun auf fußbreitem Steig in der S-Flanke. Stellenweise recht ausgesetzt schlängelt sich das Steiglein mal rechts, mal links des scharfen Grats entlang; an einer deutlichen Verzweigung hält man sich links (dem Grat folgend). An einer grünen Einsattelung wird das Gelände kurzzeitig etwas komfortabler, bevor ein letzter Felsgupf - diesmal links herum - überwunden werden muss (exponierte Wegstellen). Dann trennt uns nur noch ein Schrofenriegel und ein steiler Grashang vom Gipfel.
__Hinweis: der Ausgangspunkt liegt ca. auf halber Strecke zwischen der Ortschaft Breitenwang und dem "Kleinen Plansee" (westlicher Ausläufer des Plansee). Der Pp. befindet sich schräg gegenüber der "Hubertus-Kapelle" und weist nur ein altes, etwas verstecktes Holzschild auf.
__ Hinweis: die Benennung ist nicht einheitlich: in manchen Karten heißt der Vorgipfel "Zunterkopf" und unser Hauptgipfel "Tauern", man liest aber gelegentlich auch "Zunterkopf-Nord- und Südgipfel".
__Vorsicht: bei Nässe und nach starken Regenfällen nicht zu empfehlen, da der Weg stark erosionsgefährdet ist.

Fazit
Die geringe Höhe schadet dem Tauern nicht - er besticht durch seine Lage: eingebettet zwischen Plansee und Heiterwanger See fühlt man sich fast ein bisschen wie in einer norwegischen Fjordlandschaft oder Kanada. Außerdem reicht der Blick weit ins Lechtal und die Allgäuer Alpen hinein. Unterschätzen darf man den Tauern aber nicht: der Steig ist durchwegs steil, wurzelig und bei Nässe sehr unangenehm; zudem sind etliche erodierte und/oder ausgesetzte Wegstellen zu bewältigen. Warum der Tauern den Ruf eines "Familienbergs" hat, erschließt sich uns nicht so recht - absolute Trittsicherheit ist hier ein Muss. Wem es primär um die Aussicht geht, kann die Tour natürlich auch am Zunterkopf enden lassen und spart sich so die unangenehmsten Stellen.

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