Viggarspitze

--> Fotos

Tuxer Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:2306mKategorie:Wanderung - mittel
Höhendifferenz: 1300Hm Wintertauglich: ja (Aufstiegsweg)
Ausgangsort: Ellbögen/Mühltal
Aufstieg: Viggar-Niederleger, Viggar-Hochleger
Abstieg: Boscheben, Meissner Haus
Hauptexposition: SW, S (Aufstieg); SO, SW (Abstieg)

Beschreibung
Direkt am gebührenpflichtigen Pp. (3,-€, Stand 2011) in Ellbögen/Mühltal beginnt der breite Wanderweg entlang des Bachs zum Meissner Haus. An einer Kapelle und einem alten Mühlrad vorbei stets in mässiger Steigung nach NO; kurz vor Erreichen des Meissner Hauses mündet der Bachweg in den neueren, von rechts kommenden Fahrweg
__ Aufstieg: auf Höhe des Viggar-Niederlegers (das Meissner Haus liegt links davon auf der anderen Bachseite) wandert man geradeaus weiter (O) und orientiert sich am Schilderbaum in Richtung "Viggar-Hochleger, Kreuzspitze etc". Nachdem man den Bach überquert hat, führt ein breiter Karrenweg im Zickzack hinauf zum Viggar-Hochleger. Noch kurz in Richtung "Kreuzspitze" weiter, dann zweigt linker Hand ein beschildertes, markiertes Steiglein zur Viggarspitze ab (N). Nun auf schmalem, aber gut zu begehendem Steig in Serpentinen die Grasflanke hinauf; etwas unterhalb des felsigen Gipfelaufbaus zieht das Weglein nach NW hinüber, durchquert kurz eine blockwerkgefüllte Mulde und leitet dann von W her über harmloses Wiesengelände zum Gipfel (kurz vor dem Gipfel Einmündung des von Boscheben kommenden Wegs)
__ Abstieg: kurz auf dem Anstiegsweg zurück, an der Einmündung nimmt man dann aber die rechte Variante und steigt auf gutem Steig hinunter in die Einsattelung zwischen Viggarspitze und Patscherkofel (W). Der sog. "Zirbenweg" verläuft dabei als "Wald-Lehrpfad" teils auf der sonnigen S-, teils auf der schattigen N-Seite des Grats. Direkt vor dem Gasthaus Boscheben beginnt linker Hand (SO) der direkte Abstiegsweg zum Meissner Haus, der zwar tw. recht steil, aber immer gut zu begehen ist. Weiterer Abstieg wie Aufstieg entlang des Bachwegs.
__ Tipp: von Boscheben aus kann man mit wenig Zeitaufwand dem Patscherkofel einen Besuch abstatten. Der Arme kann ja nichts dafür, dass man ihn mit Sendeanlagen und Seilbahnstationen verunziert hat!
__ Hinweis: das Meissner Haus hat ganzjährig geöffnet!
__ Hinweis: beim Aufstieg passiert man kurz hinter dem Viggar-Niederleger ein paar Tafeln mit der Aufschrift "Lebensgefahr - Betreten verboten", gleichzeitig zeigen aber diverse Wegweiser direkt in das betroffene Gebiet hinein. Die Warntafel bezieht sich auf einen -noch gut sichtbaren- Felssturz aus dem Jahr 2001 und steht aus haftungsrechtlichen Gründen dort. I.d.R. wird sie von Bergsteigern ignoriert...

Fazit
In der Hochsaison ist diese Tour sicher nicht ratsam, dafür karrt die Seilbahn einfach zu viele Menschen auf den zivilisationsgeplagten Patscherkofel und auch der "Zirbenweg" zur Viggarspitze ist dann zu überlaufen. Wer aber die Revisionszeiten der Seilbahn abwartet und sich quasi "von hinten", also durch's ruhige Viggartal, anschleicht, kann durchaus einen netten Bergtag verleben und tolle Ausblicke ins Inntal, das Karwendel und die Stubaier Alpen geniessen. Die zumeist S-seitige Wanderung erfolgt auf guten Bergwegen und weist keine "Problemstellen" auf; sie ist i.d.R bis weit in den Herbst machbar. Das Wegenetz im Viggartal lässt diverse Gipfelkombinationen zu (s. Tourenberichte Glungezer, Gamslahner, Kreuzspitze), auch Übergänge ins benachbarte Arzltal sind möglich...

Zurück