Wildkarspitze

--> Fotos

Kitzbüheler Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:1961mKategorie:Schneeschuhtour - mittel
Höhendifferenz: 950Hm Wintertauglich: ja
Ausgangsort: Schönangeralm (Wildschönau)
Aufstieg: Breiteggalm, Einsattelung Breiteggern-Wildkarspitze
Abstieg: Einsattelung Wildkarspitze-Breiteggspitze, Breiteggalm-Hochleger, Breiteggalm
Hauptexposition: O

Beschreibung
__ Aufstieg: Links von der ganzjährig bewirtschafteten Schönangeralm steigt man zunächst zu einer nahen Gebäudegruppe auf, überquert den Fahrweg und hält sich an den dort ausgewiesenen Sommerweg #4. In NO-Richtung quert dieser im steten Wechsel freie Hänge und kurze Waldgürtel, bis man schließlich auf eine beschilderte Verzweigung trifft. Hier biegen wir scharf nach rechts ab (S) und erreichen über Waldschneisen und einen etwas steileren offenen Hang das weitläufige Gelände mit den Hütten der Breiteggalm. Bei den Almgebäuden gabeln sich üblicherweise die Aufstiegsspuren: halbrechts geht's zur Breiteggspitze (=Rückweg), halblinks zur Wildkarspitze. Also stapft man halblinks (O) einen mittelsteilen Hang hinauf, durchquert einen kurzen Waldgürtel und gelangt so in komplett freies, ebenfalls mittelsteiles Gelände. Weiterhin in O-Richtung sucht man sich nun die jeweils beste Trasse zwischen den Buckeln und Mulden hindurch. Sobald der langgezogene Kamm ins Blickfeld kommt, kann man sich an der flachen Kuppe der Wildkarspitze orientieren und peilt die markante Einsattelung links davon an. Einen tief eingeschnittenen Graben umgeht man in der linken Flanke und quert dann in gutmütigem Gelände hinüber zur Einsattelung. Den wenig ausgeprägten Gipfel der Wildkarspitze mit Steinmanndl erreicht man von N her über einen gutmütigen, breiten Hang.
__ Abstieg: Über ein paar Grasbuckel geht es zunächst relativ flach nach S hinunter, dann wird das Gelände etwas steiler und in der Mitte der Abstiegsflanke bildet sich ein Graben aus. Je nach Schneeverhältnissen, Einwehungen und Verfrachtungen muss man sich jetzt die beste Abstiegstrasse suchen. Im oberen Bereich geht es sich oft am linken Rand am Besten, im unteren Teil muss man aber einem schroffen Felszacken nach rechts ausweichen. Danach wird das Gelände wieder flacher und weitläufiger und man kann bequem hinabsteigen in die Einsattelung vor der Breiteggspitze (ihr kreuzgeschmückter Gipfel kann in wenigen Minuten über eine gut gangbare Rampe "mitgenommen" werden). Von der Einsattelung aus hält man sich etwas nach rechts und wandert im weiten Bogen hinunter in den Kessel direkt unterhalb der Breiteggspitze (W). Man verlässt ihn nach rechts (N), durchquert einen kurzen Latschengürtel und erreicht über komplett freies, weitläufiges Gelände die Hütten des Breiteggalm-Hochlegers (NW). Die Richtung beibehaltend geht es über eine Wiese und anschließend etwas steiler, aber nur kurz hinunter in einen Graben mit Bachübergang. Nun muss man nur noch einen kurzen Waldgürtel durchwandern, dann öffnet sich bereits wieder das weitläufige Gelände der Breiteggalm, wo sich der Kreis schließt (weiterer Abstieg wie Aufstieg).
__ Hinweis: zum Ausgangspunkt, der ganzjährig bewirtschafteten Schönangeralm, gelangt man vom letzten Ort der Wildschönau, Auffach, über ein einspuriges Bergsträßchen (geräumt, manchmal aber eisig).

Fazit
Vor allem zusammen mit der benachbarten Breiteggspitze ist die Überschreitung der Wildkarspitze eine recht lohnende Angelegenheit. Der Aufstieg über das mittelsteile Gelände oberhalb der Breiteggalm ist nicht schwierig und bietet viel Platz für die persönliche Lieblingsspur. Der Abstieg über den S-Grat ist etwas steiler und erfordert ein wenig Gespür für das Gelände (sehr von den Verhältnissen abhängig). Beim Abstecher zur Breitspitze und beim Abstieg über den Breiteggalm-Hochleger ist man dann wieder in schönstem -und in der Regel autobahnartig gespurtem- Schneeschuhgelände unterwegs. Mit der Schönangeralm steht auch eine gemütliche Einkehrstation zur Verfügung. Da man direkt am Kamm zwischen Wildschönau und dem Langen Grund entlangwandert, bieten sich schöne Einblicke in die Kitzbüheler Alpen zu beiden Seiten und nach S.

Zurück