Zunterköpfl

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Brandenberger Alpen, Tirol, Österreich

Höhe:1635mKategorie:Wanderung - mittel
Höhendifferenz: 1050Hm Wintertauglich: bedingt
Ausgangsort: Schönau bei Angerberg/Inntal
Aufstieg: Nachberg-Niederleger, Nachberg-Hochleger
Abstieg: s. Aufstieg
Hauptexposition: S, SW

Beschreibung
Man verlässt Schönau in N-Richtung, passiert den Pflegerhof, durchschreitet das Anwesen Müh-Hof und hält sich auf der dahinterliegenden Forststraße links. Man folgt ihr nur um eine Kehre herum, dann zweigt linker Hand ein beschildertes Fußweglein ab. Es leitet gleich zügig in N-Richtung hinauf zu einer Geländeschwelle, wo es nur vorübergehend etwas flacher wird. Nach einer Wasserfassung beginnt allmählich der steile Südhang, den es nun über etliche Höhenmeter zu ersteigen gilt: vorbei an einer Bank und einem Holzhüttchen, das sich bei genauerem Hinsehen als Kapelle entpuppt, geht es in zahllosen Serpentinen durch schönen Wald zügig hinauf. Man wechselt über den Bach auf die linke Seite (kurzzeitig NW); hier verzweigt sich das Weglein manchmal in Varianten, die Markierungen sind aber immer ausreichend und eindeutig. Nach einer weiteren Bachüberquerung (O) verläuft das Steiglein recht steil am Rand einer Schlucht und windet sich allmählich hinauf in eine markante Einsattelung im Kamm (NW). Dort trifft man unversehens auf das unterste Gebäude des Nachberg-Niederlegers. Den dort beginnenden Fahrweg kann, muss man aber nicht nehmen; schneller geht es, wenn man dem deutlichen Trampelpfad folgt, der direkt in Falllinie die Wiese hinaufführt. Auch die nächste Schlaufe des Fahrwegs überquert man nur und bleibt weiterhin auf dem Trampelpfad. Man trifft zum dritten Mal auf den Fahrweg und steht nun vor drei Almhütten: hinter der linken Hütte folgen wir einer planierte Trasse halblinks zu einer Wasserfassung (NW). Kurzzeitig ohne ausgeprägten Weg steigen wir ein paar Meter am rechten Rand der Wasserfassung nach oben, schon bald erkennt man aber wieder einen deutlichen Steig, der den steilen Wiesenhang nach links durchschneidet und anschließend hinaufleitet zu einem einzelnen Baum mit Wegweiser (Grundrichtung immer noch NW). Direkt dahinter trifft man wieder auf eine Almstraße, der wir nun durch einige Kehren nach links zum Nachberg-Hochleger folgen. Am ersten Almgebäude knickt der Fahrweg nach rechts (N) ab, wir folgen ihm noch bis zum letzten Gebäude auf der rechten Seite, der Gatterer Alm. Hier behält man einfach die Richtung bei und steigt weglos eine Almwiese hinauf; schon nach wenigen Metern trifft man wieder auf einen deutlichen Almweg. Ihm folgt man bergauf, hinter einer scharfen Rechtskurve muss man dann nach den roten Markierungspunkten Ausschau halten, die querfeldein nach links in die Wiese leiten (kein Wegweiser). Immer den roten Punkten nach überquert man den Almweg zwar nochmal, verlässt ihn dann aber endgültig nach links. Fast weglos, aber gut markiert geht es durch Latschengassen und Gestrüpp eine etwas steilere Flanke hinauf; ein senkrechter Fels wird linker Hand problemlos umgangen (NO). Nun hält man sich etwas halbrechts und erreicht nach wenigen Metern auf dem breitem Kamm das Gipfelkreuz.
__ Hinweis: den Ausgangspunkt Schönau im Inntal erreicht man über die Autobahn-Anschlussstellen Angath oder Kundl. Von Kiefersfelden/Kufstein aus geht es auch mautfrei über Mariastein und Angerberg, Abzweig nach Schönau in der Gemeinde Glatzham. Parkplätze im Ort sind rar, daher am besten vor Ortsbeginn am Rand der Bundesstraße parken.

Fazit
Das Zunterköpfl ist eine ideale Frühlings-, Herbst- oder Trainingstour: dank S-seitiger Ausrichtung und geringer Höhe ist der Anstieg früh/lange schneefrei, die gut 1100Hm sorgen aber schon für einen gewissen Trainingseffekt. Dank der gar nicht so kleinen Höhendifferenz ist die Aussicht vom Gipfel -vor allem nach Süden über's Inntal hinweg- viel weitreichender, als man das von so einem kleinen Berglein sonst erwarten darf. Insgesamt ist die Tour zum Zunterköpfl als leicht einzustufen: der Aufstieg durch den Wald zum Nachbergalm-Niederleger ist stellenweise recht steil, bei guten äußeren Verhältnissen aber problemlos. Die an abschüssigen Stellen gespannten Kälberstricke machen keinen vertrauenswürdigen Eindruck, werden meist aber auch nicht gebraucht (Vorsicht jedoch bei Vereisung oder Schneeresten). Vom Niederleger bis kurz unterhalb des Gipfels bewegt man sich dann in harmlosem Almgelände; die letzten Meter zum Gipfel sind mehr oder weniger weglos, aber gut markiert und vom Gelände her einfach.

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