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Klassifizierung

Die Klassifizierung der Touren setzt sich zusammen aus der Art der Tour und einem Schwierigkeitsgrad (s.u.).
Die Einschätzung der Schwierigkeiten sind natürlich subjektiv und von der jeweiligen individuellen "Schmerzgrenze" abhängig.
Vorsicht: diese Rubrik beschreibt nur die "technischen" Schwierigkeiten einer Tour und macht keine Aussage über Länge und konditionelle Anforderungen!!
Schwierigkeitsgrad:
  • leicht (l)
  • mittel (m)
  • schwierig (s)
Art der Tour:
  • Wanderung (W)
    einfachste Kategorie, erfolgt in der Regel auf durchgängig markierten Forststraßen oder Bergwegen; erfordert zumeist nicht so viel alpine Erfahrung und kein Klettergeschick. Nichtsdestotrotz können diese Touren auch steile oder ausgesetzte Passagen enthalten. Auch eine Tour der Klasse "Wanderung - leicht" berechtigt nicht zu Badelatschen und Handtäschchen!
  • Bergtour (B)
    erfolgt zumeist auch auf markierten Routen, kann aber auch weglose Teilstücke, Blockwerk oder leichte Kletterei im I (kurze Stellen auch im II.Grad) beinhalten. Alpine Erfahrung/Ausrüstung und Trittsicherheit sind auf jeden Fall nötig; je nach Tour auch Schwindelfreiheit (s. Detail-Beschreibung)
  • Klettersteig (KS)
    Routen mit längeren versicherten Stellen (Fixseile, Leitern, Eisenstifte). Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt nötig; ab Kategorie KS-m auch etwas Kraxelgeschick und ggf. KS-Ausrüstung (KS-Set, Helm)
  • Schneeschuh-Tour (SS)
    beschreibt die Eignung einer Tour für die Begehung bei winterlichen Verhältnissen mit Schneeschuhen.
    Hinweis für Skifahrer: nicht alle schönen Schneeschuh-Touren eignen sich auch für Ski-Touren. Offene, weite Hänge, wie sie z.B. in den Tuxer Alpen oder im Sellrain zu finden sind, lieben Schneeschuh-Geher und Skifahrer natürlich gleichermaßen. Erfahrungsgemäß haben aber Skifahrer sehr viel weniger Freude an dichtem Unterholz oder einem breitem Waldgürtel!
  • Hochtour (HT)
    bei uns gilt nicht automatisch jeder Berg, der über 3000m hoch ist, als Hochtour. Berge jenseits der 3000er-Grenze, die bei entsprechender Grund-Kondition ohne besondere Vorbereitung und mit normaler Wanderausrüstung zu bewältigen sind, finden sich folglich trotz ihrer Höhe in den Kategorien "W" oder "B". Bei uns sind Hochtouren solche Touren, die entweder besondere Anforderungen an die Physis (Stichwort "Akklimatisation") oder an Ausrüstung und Können stellen (Stichwort "Gletscher")
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Touren im Winter

Manche Touren sind ausgesprochene Winter-Touren und im Sommer eher langweilig; dazu gehören z.B. viele Touren in den Tuxer Alpen und im Sellrain. Wenn es die Lawinenverhältnisse zulassen, sind sie im Winter mit entsprechender Ausrüstung bestens zu begehen. Diese Touren sind ohnehin in der Kategorie "Schneeschuhtour" zu finden.
Einige Berge sind sowohl im Sommer als auch im Winter lohnend (z.B. Wankspitze), wenn auch nicht notwendigerweise auf den gleichen Routen. Diese Touren finden sich sowohl in der Kategorie "Wanderung/Bergtour" als auch in der Kategorie "Schneeschuhtour".
In beiden Fällen findet sich in der Detail-Information im Feld "Wintertauglichkeit" ein "ja".
Viele Touren sind hauptsächlich für den Sommer gedacht, können bei besonders günstigen Bedingungen aber auch im Winter bestiegen werden. In der Regel wird man diese Bedingungen weniger im Hochwinter, sondern eher im Spätherbst oder im Frühjahr vorfinden. Schneewächten, vereiste Grate oder ähnliche Widrigkeiten können natürlich zur vorzeitigen Umkehr zwingen. Oft sind solche Touren auch nicht gespurt und man braucht etwas "Pfadfindergeist" und Orientierungssinn. Diese Touren rangieren unter der Kategorie "Wanderung/Bergtour" und haben in der Detail-Information im Feld "Wintertauglichkeit" ein "bedingt".
Touren, die im Winter völlig ungeeignet sind, rangieren unter der Kategorie "Wanderung/Bergtour/Klettersteig" und haben in der Detail-Information im Feld "Wintertauglichkeit" ein "nein".
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Die allermeisten Touren in diesem Archiv sind sehr lohnend. Die wenigen Ausnahmen sind durch gekennzeichnet. Das freundliche "Smiley" hingegen ziert unsere persönlichen Lieblingstouren.
Diese Einschätzung ist natürlich hochgradig subjektiv und hat nichts mit Schwierigkeit oder Länge der Tour zu tun. So zeichnen sich die Lieblingstouren z.B. durch abwechslungsreiche Landschaft, interessante Wegführung oder besonders üppige Botanik aus.
Als weniger lohnend erscheinen uns überlange Forstweg-"Hatscher", verschandelte und zugebaute Gipfel, ausgemergelte Skipisten-Trassen oder Touren mit stark begrenzter Aussicht.
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Gehzeiten

In diesem Archiv wurde bewußt auf die Angabe von Gehzeiten verzichtet, denn Gehzeiten sind immer eine subjektive Sache. Die Zeit, die wir für eine bestimmte Tour benötigen, mag für den einen viel zu kurz, für den anderen viel zu lang sein.
Wenn man die Beschreibungen für ein und die selbe Tour aus diversen Web-Seiten und Wanderbüchern vergleicht, so finden sich dort in puncto Gehzeiten alle möglichen (und unmöglichen) Extreme. Für die Tourenplanung sind diese Angaben nur bedingt nützlich.
Wichtiger finden wir die Angabe der Höhenmeter und eine solide Beschreibung der Route. Falls die Anlage des Weges es zulässt, kann ein gut trainierter, bergerfahrener Wanderer mit ca. 500Hm/h im Aufstieg rechnen, ein Bergunerfahrener sollte vorsichtshalber nicht mehr als 300Hm/h veranschlagen. Ob man im Abstieg nennenswert schneller ist, hängt sehr von der Art des Geländes ab (bei grobem Blockwerk, im KS oder bei Bruchharsch klappt es nicht unbedingt!)
Sollten die Gehzeiten bei einer Tour signifikant von den zu bewältigenden Hm abweichen (z.B. wegen längerer Flachetappen), so ist dies in der Detailbeschreibung explizit erwähnt...
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Routenbeschreibung

Die Routen wurden alle von den Autoren selbst in der beschriebenen Form begangen und nach bestem Wissen und Gewissen so wiedergegeben, wie sie zum Zeitpunkt der Begehung vorgefunden wurden. Bitte unbedingt beachten: > Haftung
Die Angaben "rechts/links" beziehen sich grundsätzlich auf die jeweilige Gehrichtung. Zur Sicherheit ist i.d.R zusätzlich die Himmelsrichtung angegeben.
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Ein Wort zum Schneeschuh-Gehen

Als wir uns Ende der 90er Jahre den ersten Satz Schneeschuhe anschafften, war man damit noch ein echter Exot und viel Spott und Häme der Skitouren-Geher waren einem sicher (aber da muss man halt durch). Aber was will man machen, wenn diverse Verletzungen das Betreten eines Skistiefels auf unbestimmte Zeit verhindern und das Daheim-auf-dem-Sofa-Bleiben keine Option ist? Damals gab es gefühlt zwei Modelle von Schneeschuhen, ein einziges Schneeschuh-Tourenbuch (s.u.) und weit und breit keinen Trend oder Ausrüstungswahn. Auch Schneeschuh-Kurse gab es nicht: spätestens wenn man sich selber drei Mal auf die eigenen Teller getreten ist und auf der Nase liegt, weiß man ja, dass man ein wenig breitbeiniger laufen muss. Also war die Devise: Schneeschuhe an die Wanderschuhe binden und los!
Unbedingt erwähnen muss man aber Folgendes: da wir bereits vor dem Umstieg auf Schneeschuhe in den winterlichen Alpen unterwegs waren, verfügten wir bereits über Kenntnisse zu Lawinengefahr und -vermeidung, für uns änderte sich also lediglich die "Schuh-Unterlage". Allen, die mit dem Erwerb von Schneeschuhen erstmals im winterlichen Gebirge unterwegs sind, sei dringend empfohlen, sich mit den spezifischen Gefahren des Winters in den Bergen vertraut zu machen!
Da es so gut wie keine spezielle Schneeschuh-Literatur gab, wanderten wir über viele Jahre die als eher einfach eingestuften Skitouren nach, was auch problemlos funktionierte (man muss ja nicht gerade diejenigen aussuchen, wo von "langen, steilen Querungen" die Rede ist). Damals wie heute vertritt die Autorin die Theorie, dass man mit Schneeschuhen überall dort hinkommt, wo man mit Skiern auch hinkommt - auch wenn man manchmal die Zeitplanung etwas anders gestalten muss. Schneeschuhe sind also auf jeden Fall "gipfeltauglich", was ja auch unser Schneeschuhtouren-Archiv beweist!!!
Mittlerweile hat sich das Bild gewandelt: Schneeschuh-Gehen ist Trend-Sportart und man wird förmlich erschlagen mit Ausrüstung, Kursen und Literatur. Allerdings kommt uns einiges dabei ein wenig seltsam vor: Schneeschuh-Gehen scheint keine "gipfeltaugliche" Sportart mehr zu sein, sondern dient nur noch zum Erwandern der nächsten Apfelstrudel-Alm auf (am besten geräumten) Forststraßen. Dazu trägt der 90kg-Mann dann zierliche Fußumrandungen aus Plastik, die statt ordentlicher Zacken kleine Plastiknoppen haben. Nun ja, uns geht's nichts an und die Sportartikel-Industrie freut's....
Allen, die ernsthaft Schneeschuh-Gehen wollen (d.h. im freien Gelände abseits geräumter Wege) sei Folgendes empfohlen:
  • die Größe der Schneeschuhe im Verbindung mit dem Körpergewicht aussuchen - es ist nämlich nicht so, dass man mit Schneeschuhen gar nicht einsinkt, man sinkt nur weniger ein! Mit zu kleinen Schneeschuhen hat man beim Spuren im Neuschnee oder bei durchweichtem Frühlingsschnee einfach keine Chance! Mit zu großen Tellern hingegen, auf denen dann noch ein paar Pfund Pappschnee liegen, hat man auch keine Freude.
  • Wert auf ordentliche Zacken legen (nicht nur eine Zackenreihe quer unter dem Ballen, sondern unbedingt auch Längszacken für den sicheren Halt in Querungen - die eigene Sicherheit hängt davon ab!)
  • die Bindung sollte schnell zu fixieren und zu lösen sein und sich nicht selbständig lockern (optimalerweise kann man sie auch mit Handschuhen bedienen)
  • sich unbedingt theoretisches und praktisches Wissen zu Thema "Winterliche Alpen und Lawinen" aneignen (fast jede Alpenvereins-Sektion oder jeder Bergführer bietet gut komprimierte Kurse an, wo man sowohl theoretisches Wissen zu Lawinen als auch praktische Lawinenrettung und Tourenplanung lernen kann)
  • Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), Lawinen-Sonde und -Schaufel mitzuführen und selbiges auch bedienen zu können
Schön zusammengefaßt findet man alles Relevante rund um's Schneeschuhgehen auf dieser Infografik eines Passeirer Sporthotels.
Das u.E. immer noch beste Buch zum (ernsthaften) Schneeschuh-Wandern ist gleichzeitig eines der ältesten: "Schneeschuhtouren" von Christian Schneeweiß (Bruckmann-Verlag, ISBN 3-7654-3595-3)
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Blumen-Archiv

Wenn man so durch's Gebirge streift und Blümchen fotografiert, trifft man natürlich nicht nur reine Alpen-Blumen, sondern auch viele tapfere Pflanzen, die fast überall -und damit eben auch im Gebirge- wachsen und gedeihen. Übergangslos gerät man so von den Alpen- in die Wiesenblumen. Ab einer gewissen Blumen-Menge in unserem Archiv drängte sich daher eine Unterteilung in Alpen- und Wiesenblumen auf, wobei die Abgrenzung fließend ist. Also notfalls in beiden Archiven nachsehen oder einfach unsere Blumen-Suchfunktion verwenden!
Der angegebene Gefährdungsgrad einer Pflanze bezieht sich jeweils auf die Deutschland-weite "Rote Liste", kann also für Nachbarländer oder einzelne Bundesländer auch abweichen. Die Information zum Pflanzenschutz basiert auf der deutschen Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV).
Blume-Suche:
Die Suche nach einer bestimmten Buchstabenfolge wirkt sowohl auf alle erfassten deutschen Namen einer Pflanze als auch auf deren lateinischen Namen. Das ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, sorgt aber für maximale Treffer-Zahl!
Beispiel 1: Gibt man das Suchwort "nelke" ein, so erscheint neben diversen Nelken-Arten auch das "Stängellose Leimkraut" und die "Kornblume" - das liegt daran, dass ersteres auch unter dem Namen "Kalkpolsternelke", letzteres als "Kornnelke" bekannt ist.
Beispiel 2: die Suche nach "pest" fördert nicht nur erwartungsgemäß den "Pestwurz" zu Tage, sondern auch den "Alpen-Hahnenfuss" - der hört nämlich auf den botanischen Namen "Ranunculus Alpestris"!
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