HochobirKarawanken, Gorensjska, SlowenienHöhe2139 mHöhendifferenz1100 HmSchwierigkeitBergtour - LeichtWintertauglichnein ExpositionSüdwestEinkehrkeineAusgangsortSchaidasattel (1068m)AufstiegSimon-Rieger-SteigAbstiegs. Aufstieg


Charakteristik

Der nach Norden vorgeschobene Gipfel des Hochobir ist eine prima Aussichtsloge, der Blick reicht weit über das Klagenfurter Becken und die gegenüberliegenden Gipfel der Nockberge, während im Süden die felsigen Zacken der Grenzregion Kärnten/Slowenien hervorlugen. Berühmt ist der Hochobir aber vor allem bei Blumen-Fans: da er während der letzten Eiszeit gletscherfrei blieb, kann er heute mit vielen botanischen Raritäten aufwarten (besonders lohnend ist ein Besuch also im Frühsommer). Auf dem vergleichsweise langen, aber völlig unschwierigen Zustieg vom Schaidasattel wird man kaum vielen Wanderern begegnen. Der aussichtsreiche Gipfel selbst ist allerdings meist gut besucht, da kurz unterhalb die Route von der Eisenkappler Hütte (erreichbar über Mautstraße) dazustößt.

Beschreibung

Am Pp. direkt auf der Passhöhe beginnt der beschilderte Forstweg, dem wir aber nur wenige Minuten folgen. Schon bald zweigt rechter Hand der ausgewiesene Steig zum Hochobir ab. Er kürzt im Wesentlichen die Schlaufen des Almwegs ab, auf den wir immer wieder treffen. Wir überqueren ihn aber immer nur, unser Steiglein setzt sich stets direkt gegenüber oder mit wenigen Metern Versatz fort (Grundrichtung N). In angenehmer Steigung, nur manchmal etwas zugewachsen und wurzelig, bringt uns das Steiglein zügig in die Höhe. Unvermittelt erreichen wir eine Geländekante mit Gedenkkreuz; hier sollte man sich genau an den Wegverlauf halten, um nicht mit den diversen Stollenlöchern aus der Zeit des Erzabbaus Bekanntschaft zu machen. Von jetzt ab wird die Steigung moderater, Waldabschnitte und kurze Lichtungen wechseln sich ab (NO). Allmählich gelangen wir in freies Wiesengelände und können nach seltenen Blumen Ausschau halten, für die die Obir-Wiesen bekannt sind. In gemächlicher Steigung geht es an einen quer laufenden Felsrücken heran, der mit einem kleinen Umweg nach rechts (SO) erstiegen wird. Kurz unter dem höchsten Punkt knickt unser Wiesenweg wieder nach NO ab und führt flach zum Gipfelaufbau des Hochobir hinüber. Hier mündet nahe der verfallenen Reinerhütte (früher Unterkunft der Bergwerksknappen) von rechts der meist viel begangene Weg von der Eisenkappler Hütte ein. Ein paar steilere, aber unschwierige Serpentinen bringen uns hinauf zum höchsten Punkt mit Kreuz und Wetterstation.

Hinweis: Von Bad Eisenkappel und Ebriach führt eine mautpflichtige Teerstraße bis hinauf zur Eisenkappler Hütte (6,- Euro, Stand 2021). Von dort sind es nur noch knapp 600Hm zum Gipfel. Damit ist auch klar, warum auf unserem Weg so wenig Leute unterwegs sind, der Gipfel aber meist gut besucht ist.

Zufahrt: Ausgangspunkt erreichbar von Bad Eisenkappel über Ebriach oder von Ferlach über Zell-Pfarre (hier bessere Straße).