GömajochDolomiten / Puez-Geisler, Südtirol, ItalienHöhe2110 mHöhendifferenz525 HmSchwierigkeitSchneeschuhtour - LeichtWintertauglichja ExpositionSüdEinkehrkeineAusgangsortCampill / Ortsteil ViAufstiegMesamunt Abstiegs. Aufstieg


Charakteristik

Bequeme Halbtagestour und Museumsbesuch in einem – das gibt es auch nicht oft! Der Aufstieg zum Gömajoch erfolgt zum Großteil in moderater Steigung auf einem breiten Almweg, auch oberhalb von Mesamunt ist die Orientierung bei normaler Sicht problemlos. Hakelige, übermäßig steile oder ausgesetzte Stellen muss man nicht fürchten. Da sich auch die konditionellen Anforderungen in engen Grenzen halten, ist das Gömajoch die perfekte Tour für Schneeschuh-Einsteiger oder nicht ganz optimale Verhältnisse. Trotz wenig Mühe wird man mit viel Aussicht auf die Puezgruppe, das Gadertal und die Heiligkreuzkofelwand belohnt und natürlich mit Nahblicken auf den Peitlerkofel, auf dessen westlicher Schulter man ja quasi sitzt. Abwechslungsreich wird die Tour durch das entlang des Wegs aufgebaute „Mountain Museum“. Die vielen originellen Schnitzereien wären allein schon einen Besuch wert.

Beschreibung

Je nachdem, wo wir das Auto abgestellt haben, müssen wir ggf. noch auf der asphaltierten Höfestraße bis zum oberen Parkplatz an einem Heustadel spazieren. Am hinteren Ende des Parkplatzes beginnt geradeaus ein breiter, unbeschilderter Forstweg, dem wir in den Wald folgen (N). Nach kurzer Zeit weitet sich das Gelände und wir können schon mal einen Blick auf die Puezgruppe im Süden und den markanten Peitlerkofel im Westen werfen. Wir bleiben stets auf dem breiten Almweg und durchwandern lärchenbestandene Wiesen mit kleinen Holzhütten. Die geschnitzten „Verkehrsschilder“, die vor diversen „Gefahren“ - wie z.B. Wildschweinen – warnen, sind bereits Teil des ausgesprochen originellen „Mountain Museum“, in dem der oder die Künstler zahlreiche, sehr kreative Holzschnitzereien entlang des Weges angebracht haben. Von einer geschnitzten Quetschn (Ziehharmonika) bis zum Südtirodel ist hier alles vertreten! Nach ein paar weiteren Kehren auf dem Almweg gelangen wir zu den verstreuten Holzhütten von Mesamunt. Hinter einem auffallend neuen Gebäude verlassen wir den breiten Forstweg nach rechts und arbeiten uns in mäßiger Steigung den freien Wiesenhang hinauf nach NO. Bei einem einzelnen Holzhüttchen erreichen wir die Kammhöhe, wo wir scharf links abbiegen (W) und nur noch leicht ansteigend hinüberwandern zum Gömajoch mit Wetterstation, Wegkreuz und Panorama-Erklärtafel. Wer dem beeindruckenden Peitlerkofel noch näher kommen will, kann vom Gömajoch noch rechts (W) durch ein ganz kurzes, steileres Waldstück und einen freien Hang zu einer aussichtsreichen Kuppe aufsteigen.

Hinweis: Zum Ausgangspunkt fährt man von St. Martin in Thurn nach Campill; hinter der Kirche rechts und dann weiter über eine schmale Bergstraße bis zum Ortsteil Vi. Parken kann man entweder auf dem Dorfplatz oder 3 Kehren weiter am Ende der öffentlichen Straße.

Tipp: Im Bergdörfchen Vi sollte man sich unbedingt die liebevoll gestalteten kleinen „Museen“ ansehen. Vom Wurzelmuseum bis zum Murmeltiermuseum ist hier alles geboten.